17/18 Die psychologischen Tricks der Energie- und Gesellschaftswender

bild3 Christof MerkliChristof Merkli

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Solarthermie als Beispiel der orchestrierten Verschiebung der öffentlichen Wahrnehmung

Als Beispiel kann hier die in der öffentlichen Diskussion inexistente Solarthermie dienen. Diese Technologie erreicht mehr nutzbare Energie pro m2 als jedes Windkraftwerk in der Schweiz. Im Unterschied zu Windkraft ist das Problem der Speicherung längst gelöst. Die Umwelt wird vor, während und nach dem Betrieb kaum belastet. Das regionale Arbeitsplatzpotenzial ist enorm und um Faktoren besser als die Windkraft. Das Einsparungspotenzial für den Stromverbrauch und die fossilen Energieträger ist enorm.

Nun muss man sich doch wundern, dass die aktuellen Installationszahlen rückläufig sind. Die Solar- und Windradlobby mit ihren Vertretern in der Politik und den Umweltverbänden verdienen damit nichts. Weil diese Technologie nur durch kantonale Direktzahlungen, aber nicht durch das KEV subventioniert wird, bildet sich keine finanzkräftige Lobby.

Dabei ist das Potenzial für eine gesicherte Versorgung durch die Solarthermie gross. Windkraftwerke können da nicht mehr mithalten, sie sind vor allem eine Belastung für den Betrieb eines stabilen Stromnetzes. Die produzierte Bruttoleistung der Windkraft fällt meistens dann an, wenn man sie nicht braucht1. Die Nettoleistung beim Verbraucher beträgt ca. 1/3 des ursprünglich produzierten und voll subventionierten Stroms.

Begleitet werden diese Massnahmen mit gut orchestrierter, alarmistischer und ungerechtfertigter Schürung der Angst durch Medien, Umweltorganisationen und geneigten Politikern vor einem zunehmend umstrittenen Klimawandel9. Es ist auffällig, wie vor allem die an diesem Netzwerke beteiligten Politiker auffällig oft finanziellen Nutzen für ihre privaten Beteiligungen daraus ziehen können. Die Umweltverbände benützen diese Umstände für die Verfolgung ideologischer und finanzieller Ziele. Die realistische Einschätzung der konstruierten Gefahr einer seit 15 Jahren stagnierenden Klimaerwärmung durch den Menschen würde das alles verhindern. Das schlechte Gewissen muss noch etwas länger bewirtschaftet werden.

Verschiedene Parteien aus dem linken Spektrum der Politik, mit einigen Ausnahmen auch im bürgerlichen Lager, verfolgen mit der bewussten Desinformation der Bevölkerung einen langfristigen Umbau des Staatsgebildes namens Schweiz. Der Einfluss des Staates soll verstärkt werden, die Rechte des Individuums sollen eingeschränkt werden. Das Thema Energie stellt zur Erreichung dieser Ziele lediglich das tragende Element zur Verfügung. Die meisten Protagonisten der Energiewende wollen gar keine optimale Lösung zur Frage der Energieversorgung oder des Klimas. Denn die haben wir bereits weitgehend. Aber Evolution war für Extremisten mit einer politischen Agenda noch nie der Weg. Es muss schon mindestens eine Revolution her. Die Umsetzung der Energiestrategie des Bundes ist eine Revolution. Sie wird ihre eigenen Kinder fressen.

Christof Merkli

Verweise zu Quellen

1 Stuart Young Consulting – Analysis of UK Wind Power Generation

2 Bilan électrique 2012

3 Eole Info Nr. 21

4 EMPA, Lärm von Windkraftanlagen

5 Artikel zu von Windradlobby weggeredeter Pulsgehalt im Lärmspektrum von Windkraftanlagen.

6 Studie Götz Walter „Sozialpsychologische Akzeptanz von Windkraftprojekten an potentiellen Standorten

7 Ecoinvent, Anteil CO2 im Lebenszyklus einer Windkraftanlage, Seite 70

8 Folien Swiss Eco Leaders Day vom 14. März 2013

9 Wolfgang Behringer, „Kulturgeschichte des Klimas“ / Fritz Vahrenholt, Sebastian Lüning, „Die kalte Sonne“

10 Jonas Schmid / Florian Schuppli „Akzeptanz durch Kooperation?“

11 Anton Gunzinger Computersimulation „Vision trifft Realität

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