3/18 Die psychologischen Tricks der Energie- und Gesellschaftswender

bild3 Christof MerkliChristof Merkli

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Bedenken zur Objektivität und Qualität der Aussagen

Studieninflation statt Qualität und echte Information für die Bevölkerung

Die Windkraftlobby dominiert die offiziellen Stellen beim Bund, in der Politik und in den Verbänden total. Sie verfügt über praktisch alle finanziellen und logistischen Mittel, die offizielle Stellen für die Information der Bevölkerung zur Verfügung stellen. Sie kann sich selber Gelder sprechen und Verordnungen diktieren.

Aber sie hat ein grosses Problem: Die Fakten sprechen gegen den Einsatz von Windkraft in der Schweiz. Es gibt keinen objektivierbaren Grund, hier Windkraftwerke zu betreiben. Die Versorgungslage wird durch Windkraftwerke nicht umweltfreundlicher, nicht billiger und nicht zuverlässiger. Die zu erwartende Wirkung eines unkritischen Einsatzes der Windkraft ist das exakte Gegenteil davon.

Die Kritiker von Windkraft schöpfen ihre Mittel lediglich aus den privaten Taschen der betroffenen Bevölkerung. Ihre Oppositionsarbeit ist komplett freiwillig. Sie erhalten von keiner Seite auch nur die geringste finanzielle oder logistische Unterstützung. Sie sind den positivistischen Äusserungen und fachlichen Falschinformationen der Windradlobby praktisch wehrlos ausgesetzt. Weil sie eine systemische Minderheit bilden, wird sich das auch nicht so schnell ändern.

Die Profiteure dieses Zustands halten über ihre Vertreter in Behörden und Verwaltung alle Informationen zurück, die diese technischen Probleme und die fachliche Desinformation durch die Windradlobby belegen könnten. Zusätzlich lassen sie eine zunehmend grosse Menge an Studien erstellen, die immer nach dem gleichen Muster funktionieren: Experten einer universitären Fachrichtung erstellen Studien zur Energiewende. Da diese Experten in der Regel von Energietechnik wenig bis nichts verstehen, können sie durch die Windradlobby unbemerkt instrumentalisiert werden. Oftmals ist den Experten dieser universitären Fachrichtungen nicht bewusst, dass ihr Wissen um Energietechnik mangelhaft und subjektiv durch ihre persönliche Einstellung zu Kernkraft und erneuerbarer Energie geprägt ist. Die akademische Überheblichkeit und eine falsche Selbsteinschätzung erzeugen Studien, die energietechnisch total aus der fachlichen Objektivität laufen und nicht in der Lage sind, die Realität abzubilden.

Mit einer subtilen, gut orchestrierten Professionalität tritt die Windradlobby auf und vereinnahmt diese Experten mit einer kriminellen Energie, wie man sie sonst nur aus Filmen kennt. Hinter der Fassade der freundlichen Klimaretter und Menschenschützer stehen Fratzen der Geldgier, der Macht und der politisch berechnenden Demagogie. Die Wissenschaft lässt sich davon gutgläubig einspannen. An der Sozialpsychologischen Fakultät der Universität Zürich herrscht eine herangezüchtete politische Wahrnehmungsstörung, die mit wissenschaftlicher Arbeit nur mehr wenig gemein hat. Damit ist die Uni Zürich allerdings nicht alleine.

Zwischenblick in den Osten: Universität St. Gallen überschlägt sich in vorauseilendem Gehorsam

Das Wenige, das man bisher von der Universität St. Gallen zu diesem Thema sieht, lässt keine Hoffung auf eine realistischere Beurteilung der Energiestrategie des Bundes aufkommen. Diese Universität nimmt zwar eine Kalibrierung des Wissensstands der Befragten vor. Das Vorgehen der Kalibrierung erinnert aber eher an eine Schülerarbeit der Oberstufe denn an ein universitäres Niveau. So wird das Wissen über Kernkrafttechnik mit der folgenden Frage festgestellt:

Solarzellen brauchen bei Herstellung mehr Energie als sie später produzieren“ (Wissen hoch = überhaupt nicht einverstanden, Wissen mittel = eher nicht verstanden / neutral, Wissen niedrig = eher einverstanden / sehr einverstanden)

Nicht ganz zufällig ergibt eine Befragung dieser Art kalibrierten Wissens bei den „Schlauen“ eine enorme Zustimmung zur Frage, ob die Schweiz mittelfristig auf Atomenergie verzichten könne. Man erhält folgendes Bild: CM_3

Das ist etwa so, wie wenn das Wissen der St. Galler Studenten mit der Frage kalibriert würde: „Besitzt das KKW Mühleberg einen Kühlturm?“ und damit die Qualität der Frage prüfe: „Bei wieviel Meter/Sekunde Windaufkommen erreicht ein Windrad seinen maximalen Wirkungsgrad? Aber vielleicht entzieht sich dem Laien die psychologische Subtilität der Fragestellung.

Es ist offensichtlich, dass auch die Universität St. Gallen unter dem Motto forscht: „Wie verkaufe ich der Bevölkerung eine selbst den Experten unerklärliche Energiepolitik so, dass allgemeine Freude aufkommt?“ Ist es noch verwunderlich, dass wir weder von Prof. Dr. Rolf Wüstenhagen noch von Dr. Nina Hampl eine „Declaration of Interests“ oder Ähnliches finden? Auch hier sind es die kleinen, versteckten Bemerkungen, die die Objektivität der Forscher in Frage stellen. Das Prinzip „Zuversicht“: „Erwartungen bezüglich Energiemix 2030/50 sind gegenüber 2012 geringfügig pessimistischer geworden. Die Politik steht vor der anspruchsvollen Aufgabe, durch sichtbare Erfolge einer schleichenden Erosion der Zuversicht entgegenzuwirken.“

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