13/18 Die psychologischen Tricks der Energie- und Gesellschaftswender

bild3 Christof MerkliChristof Merkli

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Jahrelange Desinformationskampagne zur „Akzeptanzförderung der Windkraft in der Schweiz“ bleibt unberücksichtigt

Neben der fehlenden fachlich-objektiven Begleitung mangels echter Kritiker berücksichtigt die Studie wichtige Vorbedingungen zur Beurteilung dieser Umfrage NICHT. Die Folge der jahrelangen Desinformationskampagne der Suisse Eole und die Weigerung der Medien zu objektiver, kritischer Information der Bevölkerung sind ein Problem, das nur aus der Sicht der in der Studie „Skeptiker“ genannten Kritiker offensichtlich wird. Es herrscht in der Schweizer Medienlandschaft seit Jahren ein Konsens zur positiven Beurteilung von Windkraft. Das kommt nicht von ungefähr. Götz Walter war sich dieser Tatsache wohl kaum bewusst: Die Fachorganisation Suisse Eole erhält aus der Bundeskassse seit Jahren mehrere hunderttausend CHF pro Jahr für ein Programm zur „Akzeptanzförderung der Windkraft in der Schweiz“. Die von der Suisse Eole damit beauftragte Marketingfirma „IDEJA“ deren Besitzer auch offizieller Sprecher der Suisse Eole ist (Bernhard Gutknecht), versorgt die Medien und die lokale Bevölkerung professionell seit Jahren mit einseitiger Information. Götz Walter selber unterläuft dieser Denkfehler in massivster Weise, wenn er schreibt:

(Seite 20) „Lokale Opposition gegen Windkraftprojekte ist keine Seltenheit, und die Medien verschaffen Gegnern lokaler Windkraftprojekte grosse Publizität. Konflikte verkaufen sich eben besser als Erfolgsgeschichten.

Diese Aussage ist beeinflusst durch die befangenen Mitglieder der Begleitgruppe. Götz Walter hat sich hier offensichtlich mit den Vertretern der Windradlobby über das Problem des lokalen Widerstandes ausgetauscht und die an der Realität vorbeigehende Aussage als bare Münze genommen. Die obige Aussage ist aus der Sicht der Windradkritiker falsch. Sie entspricht auch nachweislich nicht annähernd den Tatsachen. Götz Walter kann diese Aussage nicht belegen. Es gibt dazu auch keine entsprechenden Studien.

Als Beispiel mag eine interessante Geschichte dienen, die tatsächlich so stattgefunden hat: Die Organisation Paysage Libre – Freie Landschaft hat am 2. Februar 2012 eine nationale Pressekonferenz zur Vorstellung ihres Manifests „Energie und Landschaft“ einberufen. Obwohl die gesamte Presselandschaft der Schweiz detailliert und zweisprachig an den zentralen Ort des Zentrum Paul Klee in Bern eingeladen wurde, ist gerade mal ein einziger Journalist aus der Romandie erschienen. Die als prominente Vertreter eingeladenen Gäste, Philippe Roch und Frau Alt-Ständerätin Erika Forster konnten unser Anliegen zum Schutz der Natur und Landschaft vor der geplanten Verbauung durch die Windradlobby wegen offensichtlich mangelndem Interesse nicht erklären.

Wenn man dann in der hier kritisierten Studie von Götz Walter solche Sätze liest, wie oben erwähnt, muss man sich wie auf einem anderen Planeten vorkommen. Diese Wahrnehmungsstörung der verschiedenen Institute der Universität Zürich ist uns nicht verständlich. Diese Umstände deuten stark darauf hin, dass der Autor durch die Windradlobby beeinflusst wurde. Denn woher sonst könnten solche irreführenden Aussagen kommen?

Noch ein Bericht aus dem echten Leben: Es sei hier als weiteres Beispiel auf die Herbsttagung der AVES 2012 verwiesen, als der Journalist Markus Eisenhut (Co-Chefredaktor Tages-Anzeiger), Hanspeter Trütsch (Leiter Bundeshausredaktion SF) und Alex Reichmuth (Weltwoche) unter der Leitung von NR Philippo Leutenegger gemeinsam diese einseitige Berichterstattung zu Gunsten der windradfreundlichen Organisationen NWA, Greenpeace, WWF und Energiestiftung klar bestätigt haben. Der Eindruck einseitigen Berichterstattung ist demnach nicht nur ein subjektives Empfinden der Windkraftgegner, es ist klar nachvollziehbar und quantitativ sowie qualitativ mit wenig Recherchearbeit objektivierbar.

Warum Götz Walter diese Abklärungen nicht für notwendig befunden hat, bleibt uns ein Rätsel. Die sozialpsychologische Wissenschaft ist wohl der richtige Fachbereich für die objektive Beurteilung der Medien und ihrer Wirkung auf die Bevölkerung. Hier muss sich Götz Walter klar eine wissenschaftliche Unterlassung und studienergebnisrelevante Mängel vorwerfen lassen. Auch die unkritische Zitierung von Geissmann & Huber 2011 (Hohe Akzeptanz von Windkraftprojekten) lässt vermuten, dass Götz Walter Informationen ohne wissenschaftliche Grundlage verwendet hat.

Diskussion zur Aussage „Desinformationskampagne der Suisse Eole“

Wer einen Beweis der bestens funktionierenden Desinformationskampagne der Suisse Eole zusammen mit den verschiedenen „Grünen“ Organisationen braucht, dem sei Folgendes gesagt:

Die Fehler und Unterlassungen des Autors dieser Studie sind nur mit seiner eigenen Denkfaulheit und dem falschen Vertrauen in die Aussagen der Suisse Eole zu erklären. Wenn einem intelligenten, gut ausgebildeter Fachmann solche Unterlassungen passieren, wie sie hier kritisiert werden, kann man den Grund nur bei einer kulturellen massenhysterisch wirkenden Propaganda finden. Wir haben dazu mehrere historische Beispiele wie der Nationalsozialimus, der Maoismus, der Stalinismus und eigentlich alle massenpsychotischen Bewegungen der Menschheit. Aktuell kann hier die verbreitete Angst vor Strahlen (Radiophobie) und dem alarmistischen Verhalten durch den Klimawandel erwähnt werden. Sie sind sogar Teil der vorher erwähnten Desinformationskampagne, die sich bis in die universitären Ebenen unseres Staates verfolgen lassen. Eine fachliche Begründung oder eine kritische Auseinandersetzung ist oft nicht mehr möglich. Die Meinungen sind bei den Forschern oft politisch festgelegt. Das ist auch das Problem dieser vorliegenden Studie. Sie verrät sich durch das Vorhandensein von falscher Information und unterstellende Aussagen, ohne fachliche Begründung:

(Seite 27) „Neue-erneuerbare-Energie-Kraftwerke werden als wesentlicher Bestandteil des Kampfes gegen den Klimawandel wahrgenommen, es fällt Personen deswegen schwer, diese nicht zu befürworten“.

Dies ist eine klare Bestätigung einer desinformierten Gesamtbevölkerung. Der Autor scheint das nicht zu bemerken und lässt dadurch seine persönlichen Präferenzen klar erkennen. Wir können hier Seitenlang über den Verursacher des Klimawandels schreiben. Halten wir, um kurz zu bleiben einfach ein paar interessante Begebenheiten und letzte Erkenntnisse zum Thema Klimawandel fest:

Die Erwärmung des Klimas stagniert trotz massiv erhöhtem Ausstoss und Anteil an CO2 in die Atmosphäre seit 15 Jahren. Das spricht klar gegen eine Priorisierung des CO2 durch den IPCC.

• Die von Al Gore und Manfred E. Mann propagierte „Hockeystickkurve“, die das IPCC im Jahr 2001 propagiert hat, ist schon längst als Fälschung und Manipulation von Daten entlarvt worden.

• Der aktuelle Bericht des IPCC und auch der erste Bericht des IPCC relativieren den extremen Temperaturanstieg und lassen die mittelalterliche Warmperiode und die kleine Eiszeit, aus der wir gerade kommen, wieder auferstehen. Durch die Manipulation von verschiedenen Wissenschaftlern mit einseitiger Absicht der Schuldzuweisung an das ungeliebte CO2 wurden diese beiden wichtigen und natürlichen Klimaereignisse der Vergangenheit bewusst wegmanipuliert.

• Aus klimahistorischer Sicht kann die aktuelle Erwärmung (und Nichterwärmung) besser mit natürlicher Zyklizität astronomischer, geologischer und solarer Ereignisse erklärt werden. Berichte der NASA und vieler weiterer Klimawissenschaftler äussern sich zunehmend skeptisch zu der von der IPCC geäusserten einseitigen Ursache von CO2 für den Klimawandel. Seit 15 Jahren findet keine Erwärmung mehr statt. Der gemessene CO2-Gehalt der Atmosphäre ist derweilen fröhlich im Steigen begriffen. Russische Wissenschaftler behaupten bereits die Ankunft einer „kleinen Eiszeit“.

Der Verdacht der gezielten Manipulation der gesamten Klimadiskussion durch politische Agenden ist naheliegend und gut begründet. Auch wenn abschliessende Einigkeit über diese veränderten Betrachtungsweisen der Wissenschaft noch nicht vorliegen, ist es doch verwunderlich, dass eindeutige Hinweise zu einer mehrheitlich natürlichen Klimaveränderung in dieser Studie konsequent ignoriert werden zu Gunsten der politisch „korrekten“ Ursache CO2. Damit wird der nächste grundsätzliche Gedankenfehler erst möglich:

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