10/18 Die psychologischen Tricks der Energie- und Gesellschaftswender

bild3 Christof MerkliChristof Merkli

(Teile: 1/18; 2/18; 3/18; 4/18; 5/18; 6/18; 7/18; 8/18; 9/18)

Die Mär der CO2-sparenden Windräder

Die Ecoinvent weist für die Lebensdauer eines Windrades eine Treibhausgasemission von ca. 9 Gramm pro erzeugte KWh Strom aus. Das ist wesentlich höher als die Treibhausgasemission einer von Wasser- oder Kernkraftwerken umgewandelte KWh.

Obwohl von Experten auch des Bundesamtes für Energie anerkannt, wird den Windkraftwerken erstaunlicherweise oft auch in wissenschaftlichen Studien eine NULL-Emission attestiert. Das ist eine klare Fehlbeurteilung ohne fachliche Grundlage. Diese Aussage wird ausschliesslich von Windkraftbefürwortern portiert. Sie hier unreflektiert zu verwenden, ist ein weiterer Hinweis auf die fehlenden technischen Grundlagen des Autors. Als Psychologe muss er sich auf die offizielle Version – sprich die Version von Suisse Eole – abstützen. Wie vorher bereits ausgeführt, ist das nicht zielführend. Genau bei solchen Fragen müsste die Studie auf eine breitere Wissensgrundlage gestellt werden. Hier bietet sich der Einfluss der Organisation Paysage Libre – Freie Landschaft geradezu an.

Die Mär von der Zuverlässigkeit und Effizienz der Windräder

Strom aus Windkraft ist höchst unzuverlässig. Sie ist die unzuverlässigste elektrische Energie überhaupt und dazu noch kaum steuerbar. Diese Kombination macht den Strom aus Windkraft im Vergleich zu konventionellen und selbst photovoltaischen Umwandlungsarten wenig werthaltig. Dieser Strom ist nur mit extrem teuren technischen Mitteln überhaupt nutzbar. Er fällt nicht an, wenn man ihn benötigt, sondern nur, wenn es windet. Der Autor nimmt auch hier die unkritische Meinung der Windradbefürworter an, obwohl verschiedene internationale Studien und offizielle Zahlen die Wirkung von Windrädern wesentlich kritischer beurteilen. Die Bevölkerung wurde bisher schweizweit nicht objektiv informiert. Die Suisse Eole setzt ihre vom Bund erhaltenen Mittel nicht zur objektiven Aufklärung ein, sondern lediglich zur „Erhöhung der Akzeptanz für Windräder“ was nichts anderes als eine bessere Umschreibung für „Schöne Märchen erzählen“ darstellt. Kulinarisch betrachtet ist es ein bewusstes „Honig um den Mund Streichen“ auf höchstem Niveau.

Hierzu passt ein Beispiel aus der Praxis des Kanons Aargau: Die Abteilung für Energie der kantonalen Behörden – mit der Suisse Eole in Dauerkontakt – hat in der Botschaft zur kantonalen Energieverordnung den Wert von „Mindestens 450 KWh/a pro m2 bestrichene Rotorfläche“ als Voraussetzung für die Bewilligung einer Grosswindanlage festgehalten. Der Grosse Rat ist darauf eingetreten, obwohl dieser Wert direkt aus der Feder der Suisse Eole stammt und so international noch nie gesehen wurde.

Erstens ist dieser Wert massiv unter dem in Deutschland angenommenen Mindestwert für Effizienz von „518 KWh/a pro m2 bestrichene Rotorfläche“, was belegt, dass die Schweizer Windradlobby ganz genau weiss, dass im Mittelland nicht genügend Windaufkommen vorhanden ist. Zweitens ist dieser Wert im Vergleich zu einer mittelmässigen Solarthermikanlage nur als „demaskierend“ zu bezeichnen. Da holt man nämlich mindestens die gleiche Menge an Energie pro m2 und Jahr raus. Nur wesentlich zuverlässiger und zusätzlich mit der gelösten Option der Speicherung, ohne Schäden an Natur, Landschaft und ohne die gefürchteten Lärmemissionen.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s