6/18 Die psychologischen Tricks der Energie- und Gesellschaftswender

bild3 Christof MerkliChristof Merkli

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Auch das BFE hat so einiges zu verbergen

Das seltsame Verhalten der Psychologen passt exakt zum noch seltsameren Verhalten des Bundesamtes für Energie. Angefragte Daten zur Produktion von Windkraftanlagen unterliegen ebenfalls der Geheimhaltung. Von Frank Rutschmann auf Herbst 2012 zur Veröffentlichung versprochene detaillierte Leistungsdaten der Schweizer Windkraftwerke stehen noch immer aus. Es besteht die Gefahr, dass die „Skeptiker“ daraus schliessen könnten, dass die Produktion von Windstrom in der Schweiz an Kläglichkeit nicht zu überbieten ist.

Das würde den Parteikollegen der Mitarbeiter des Bundesamtes nicht gefallen. Das würde auch den Studienkollegen des Autors nicht gefallen. Solche Behinderungen durch den Amtsschimmel und die einseitige Präferenz zu ideologisch geprägtem Verständnis der Grünen Energie werden an anderer Stelle auch als Filz bezeichnet. Man muss eine ganz gehörige Menge an Schwachsinn verstecken, damit das Lügengebilde nicht zusammenbricht. Wir haben allerdings den Eindruck, dass dies dem Autor noch nicht wirklich ins Bewusstsein gerückt ist.

Kunde droht mit vertiefter Kenntnis und tiefgründigen Fragen

Sobald die Fragen unangenehm werden, entziehen sich die Verantwortlichen in der Regel durch beleidigte Funkstille. So geschehen bei unseren Ansprechpartnern im BFE (Michael Kaufmann, Markus Geissmann, Frank Rutschmann und sogar beim Generaldirektor des UVEK. Das ist für diese Personen kein grosses Problem, decken die politischen Vorgesetzten Moritz Leuenberger und seine Nachfolgerin Doris Leuthard doch solche Machenschaften seit Jahren. Man kann nur erahnen, was da im Hintergrund der Bürokratie alles abläuft …

Lieber Daniel. Falls es für dich ok ist, antworte ich Herrn Merkli nicht mehr auf dieses Schreiben. Jedes Mal, wenn man ihm antwortet, kommt ein längeres Mail zurück …“

Und …

Gerne empfange ich Sie im BFE zu einem halbstündigen Gespräch. Jedoch: Wenn Sie wirklich ein Gespräch mit mir wünschen, bitte ich Sie, in Zukunft einvernehmlichere Töne anzuschlagen und nicht im Befehlston mit uns zu sprechen. Wir sind weder Ihre Gegner noch Ihre Angestellten. Ich würde mich freuen, wenn Sie diesem Umstand Rechnung tragen, damit ein konstruktives Treffen möglich wird.“

Das ist der Geist des BFE. Service Public gilt nur für die genehmen Leute, die der richtigen Partei und vor allem der richtigen Gesinnung angehören. Und ich bitte um Entschuldigung, Herr Frank Rutschmann: So behandelt man nur „Gegner“ und „Skeptiker“. Seit der Metamorphose des „Chef erneuerbare Energie des BFE“ zur beleidigten Leberwurst empfindet uns Frank Rutschmann bestimmt als Gegner. Wir haben seit der letzten kritischen E-Mail vom 13. März 2012 nichts mehr von ihm vernommen:

Sehr geehrter Herr Rutschmann

Das kann ich so nicht stehenlassen. Wir halten hier einfach noch einmal in aller Deutlichkeit fest:

• Das BFE unterstützt eine Branchenorganisation, die in der Öffentlichkeit als „Vertreter des BFE“ auftritt und an den erwähnten Fachtagungen und öffentlichen Veranstaltungen unter Anwendung dieser öffentlichen Mittel Falschinformationen und Halbwahrheiten verbreitet. Diese Situation als „natürlich“ darzustellen ist nicht korrekt.

• Es gibt ausser der Paysage Libre – Freie Landschaft keine Verbände, die sich mit den technischen Umständen und Nachteilen der Windkraftnutzung objektiv auseinandersetzen. Wir sind auch der einzige Verband, der die Anwohner (Menschen!) vertritt und die gefährdete Lebensqualität einer ganzen Generation thematisiert.

• Uns auf den Weg der normalen Vernehmlassung, Anhörung von Organisationen „wie ihre“ zu verweisen greift ebenfalls zu kurz. Die Majorisierung unserer Ansichten durch bezahlte Interessenvertreter ist garantiert. Die Bevölkerung wird durch eine seit Jahren anhaltenden Medienkampagne in den Zustand einer „grünen Euphorie“ gewiegt, damit sie gar nicht auf die Idee kommen kann, es würde hier etwas ganz komplett schief laufen. Wir sollen demnach annehmen, dass das im Sinne der Energiestrategie 2050 ist, bei der wir intensiv mitgewirkt haben und während den Diskussionen kaum etwas über den virulenten Einsatz der Windkraft haben vernehmen können? (konkret: in der Arbeitsgruppe Mobilität wurde der Einsatz von Windkraftwerken entlang den Autobahnen mit Ausnahme der Energiestiftung klar und begründet abgelehnt, andere Diskussionen um Windkraft sind mir nicht bekannt)

Wir müssen demnach annehmen, dass diese Arbeitsgruppen eine reine Alibiübung des Bundesamts für Energie war, um dann völlig an den Bedürfnissen der Verbände vorbei eine Windstrategie zu definieren, die in diesen Arbeitsgruppen NIE diskutiert worden ist? Das haben wir allerdings schon einmal gehabt – bei der Diskussion um das „Konzept Windenergie Schweiz“. Da wurden die Interessen der Landschaft (SL), des Tourismus (SAC) und der Natur (Pro Natura, WWF) einfach ignoriert. Aber es war schön, dass wir haben mitreden dürfen! Einhundert Energieexperten reden von allem anderen als Windkraft als Lösung unserer Energiewende und Herr Markus Geissmann zusammen mit Herr Robert Horbaty können im Auftrag von Suisse Eole mit ein paar Strichen machen was sie wollen! Sie haben einen gewaltigen Wurm drin in diesem System.

Es muss wohl etwas deutlicher sein als üblich: Die Windradverkäufer und Windradbetreiber machen über das BFE ihre eigenen Vorschriften und Energieverordnungen. Und Sie bezeichnen das als „natürlich“. Ich denke, es gibt einen guten Grund, weshalb Sie einem Streitgespräch unbedingt ausweichen wollen: Es könnte die Grundfesten des BFE und der Suisse Eole erschüttern. Ich empfehle Ihnen dringen einmal den Blick ins Ausland zu werfen. Dort ist man schon viel weiter …. http://www.spectator.co.uk/essays/all/7684233/the-winds-of-change.thtml

Mit freundlichen Grüssen: Christof Merkli

Die Energiewende ist kein technisches Projekt. Es ist ein politisches Projekt. Deshalb wird sie für die zukünftige Energieversorgung nicht funktionieren. Die meisten Studien, finanziert oder begleitet von den Behörden des UVEK, sind nur bedingt ernst zu nehmen. Das gilt noch verstärkt für die vorliegende Studie der Universität Zürich.

Beim Autor liegt eine universitäre Wahrnehmungsstörung vor

Der Autor ist ein gut ausgebildeter Wissenschaftler im Fachbereich Psychologie. Seine Reputation in Fragen dieser Fachlichkeit kann und soll von mir nicht in Frage gestellt werden. Götz Walter ist ein Opfer seines Umfelds, in dem er diese Studie erstellt hat. Umgeben von vermeintlich gut gebildeten Experten nimmt er nicht wahr, dass deren fachliche Kompetenz einseitig bei den Sozialwissenschaften liegt. Die Mängel der Studie liegen deshalb mehrheitlich bei der Beurteilung der technischen Umstände und der Gründe für eine vermeintlich unbegründete Ablehnung von Windkraft durch deren „Skeptiker“.

Die von Götz Walter unterschätzten technischen Faktoren der Energieproduktion mittels Windkraft nimmt er nicht oder nur aus der Perspektive des begeisterten Laien für die Neue Erneuerbare Energie wahr. Er kann sich nicht vorstellen, dass die Gegner von Windkraft, von ihm abschätzig als „Skeptiker“ bezeichnet, besser in der Lage wären, die für diese Studie relevanten Nachteile exakt formulieren zu können. Weil er den Überlegungsfehler zulässt, die „Skeptiker“ würden über keine greifbaren Fakten verfügen (nur Behauptungen), verlässt er sich auf die Aussagen und Hinweise aus seinem sozialpsychologischen Umfeld und lässt zu, dass die profit- und ideologisch orientierten „Experten“ des Bundesamtes für Energie seine Studie subtil beeinflussen und seine Vorurteile bestätigen. Das ist ein grundsätzlicher Mangel dieser Studie. Sie kann nicht objektiv sein, weil die Vorbedingungen nicht der Realität entsprechen und die Beteiligten Experten alles andere als „unbefangen“ und „unabhängig“ sind. Das gilt im besonderen Masse auch für den Autor selber.

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