Die Liste der Heuchler

Die Schweiz steht vor grossen Herausforderungen: Die Beziehungen zur EU, der starke Franken, die Altersvorsorge, die Integration von Flüchtlingen, die wachsende Bevölkerung, die hinterherhinkende Infrastruktur sind nur einige der vielen erforderlichen Anpassungen, die Politiker in die Wege leiten sollten.
Das Lösen dieser Probleme überfordert allerdings Parlamentarier vom Schlage des SP-Politikers und ehemaligen Juso-Präsidenten Cédric Wermuth. Also verlegt sich seinereiner auf ein paar unterklassige Fussballligen Israels. Denn seine «grösste Sorge» ist – wie er in einem Brief an die FIFA schreibt – die «Zusammenarbeit der FIFA mit sechs israelischen Fussballclubs, die in Siedlungen im Westjordanland beheimatet sind».

Notabene: Cédric Wermuths grösste Sorge ist mitnichten der eliminatorische Judenhass der islamischen Terrororganisation Hamas. Es bringt Cédric Wermuth auch nicht in Wallung, dass der frühere Terrorist, Jibril Rajoub, den palästinensischen Fussballverband anführt. Cédric Wermuth hat sich nie kritisch geäussert, dass jüdische Sportler in arabischen Ländern diskriminiert und boykottiert werden.
Cédric Wermuth schweigt, wenn ein palästinensischer Erstligist bei einem Spiel einem Terroristen huldigt oder palästinensische Fussballer selber zu Judenmördern werden.
Cédric Wermuth bleibt feige stumm, wenn Palästinenser ihre Sportstadien nach Judenmördern benennen. Und sein Schweigen spricht Bände.

Auch die weiteren 34 Parlamentarier [siehe Anhang 1], die den Wermuth’schen Brief unterschrieben haben, liessen sich noch nie zu den genannten Punkten öffentlich verlauten.

Unten sehen Sie die Liste all jener Politiker, deren grösste Sorge unterklassige Ligen sind, in denen Juden spielen, und die noch nie die Stimme erhoben gegen palästinensische Fussballclubs, die Judenmördern huldigen.

Nun sind die Gebiete im Westjordanland, auf denen die Vereine spielen, umstritten, und nicht besetzt. Die genaue Aufteilung ist nicht Angelegenheit der FIFA, noch von Schweizer Linken, sondern muss alleine zwischen Israelis und Palästinensern auf politischer Ebene geklärt werden.

Man fragt sich also mit Fug, was die Motivation von Cédric Wermuth ist, sich mit den untersten Ligen des Amateurfussballs zu befassen, deren jüdische Spieler weitgehend unbeachtet von der Öffentlichkeit um Tore und Punkte kämpfen.
Vermutlich glaubt Cédric Wermuth tatsächlich, er könne mit einer Unterschriftensammlung zu Handen der FIFA den Nahostkonflikt lösen. Denn er unterliegt der irrigen Annahme, dass israelische Siedlungen das grösste Hindernis auf dem Weg zum Frieden sind – und nicht etwa der palästinensische Terrorismus und die fortgesetzte Weigerung fast aller arabischen Staaten, das Existenzrecht des jüdischen Staats anzuerkennen. Konsequenterweise schweigen dieselben 35 Schweizer Experten für Menschenrechte und Fussball auch, über die Zustände im palästinensischen Sport, die Kritik und Konsequenzen tatsächlich erfordert hätten.

So hat beispielsweise der Deutsche Olympische Sportbund, einer der weltweit grössten Sportverbände, die beschlossene Kooperation mit dem Palästinensischen Fussballverband und dessen Vorsitzenden Jibril Rajoub aufgekündigt.
«Dass das Projekt eventuell sogar zum Teil in Sportstätten stattfindet, die nach Terroristen benannt sind, ist für uns im DOSB und für mich als Präsident schlichtweg nicht akzeptabel. Deshalb wollen wir hier weder in irgendeiner Form beteiligt oder gar federführend sein.»

Will Cédric Wermuth in die Fusstapfen der lupenreinen Nicht-Antisemiten Geri Müller und Daniel Vischer treten? Diese Fusstapfen passen ihm zweifellos perfekt.
Doch den Vorwurf des Antisemitismus weist er auf seiner Facebook-Seite von sich. Jeder Kritiker, der ihn mit seinem Antisemitismus konfrontiert, wird gelöscht und blockiert.

Wenn es nun aber aussieht wie eine Ente, watschelt wie eine Ente, «Quak, quak» macht wie eine Ente, beim Tauchen den Purzel in die Höh’ hält wie eine Ente, aber es keine Ente sein will, was zum Teufel ist es dann?

Statt des Ententests kann man aber auch den 3-D-Test für Antisemitismus von Natan Sharansky heranziehen, der Antisemitismus an drei Kriterien festmacht: Dämonisierung, Doppelstandards und Delegitimierung.

Die doppelten Standards von Cédric Wermuth und seinen Mitunterschreibern lassen nicht die geringsten Zweifel aufkommen, um wes Geistes Kind es sich bei ihnen handelt und dass der als «Israelkritik» camouflierte Antisemitismus bei den Linken eine feste Heimat hat.

***

Anhang 1 PDF: 170228_FIFA_klein

Cédric Wermuth, NR SP 2759

 

 

 

Marina Carobbio Guscetti, SP 2666

 

 

 

 

Barbara Gysi, SP 3026

 

 

 

Priska Seiler Graf, SP

3094

 

 

 

Ursula Schneider Schüttel, SP 3028

 

 

 

2 x Valérie Piller Carrard, SP 3009

 

 

Tim Guldimann, SP 3077

 

 

 

3036

Martina Munz, SP

 

 

 

Claudia Friedl, SP 3035

 

 

 

Jacqueline Badran, SP 2762

 

Eric Nussbaumer, SP 2702

 

 

 

 

Yvonne Feri, SP  2777

 

 

 

Philipp Hadorn, SP 2792

Christa Markwalder, FDP  2614

 

 

 

 

Laurent Wehrli, FDP 3100

Balthasar Glättli, Grüne, 3003

 

 

 

 

Christine Häsler, Grüne 3051

Barbara Schmid-Federer, CVP  2707

 

 

 

 

 

Ada Marra, SP 2726

 

 

 

 

2745

2 x Beat Jans, SP

 

 

Roberto Zanetti, SP Zanetti Roberto

 

 

 

 

Christian Levrat, SP 2613

 

Maire Jacques-André, SP 2738

 

 

 

 

Manuel Tornare, SP 3007

 

 

 

 

Cesla Amarelle, SP 3014

Laurence Fehlmann Rielle SP  3071

 

 

 

 

 

Margret Kiener Nellen, SP 2608

Silva Semadeni, SP 2417

 

 

 

 

Liliane Maury Pasquier, SP2405

Mathias Reynard, SP 2795

 

 

 

 

Prisca Birrer-Heimo, SP 2743

Carlo Sommaruga, SP 2632

 

 

 

 

 

Jean Christophe Schwaab, SP 3020

Susanne Leutenegger Oberholzer, SP2129

 

 

 

Alexander Tschäppät, SP 2328

 

 

 

170228_FIFA_klein1.jpg

 

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10 Gedanken zu “Die Liste der Heuchler

  1. Immerhin, Cédric Wermuth hat mir geantwortet. Nun, wir werden uns wahrscheinlich nie einig. Ein Satz gibt mir besonders zu denken: „Der Mann (Jibril Rajoub) ist mir in dieser Angelegenheit herzlich egal.“ Die Frage sei erlaubt: Hätte Wermuth dies – wäre er 60 Jahre früher zur Welt gekommen – auch von Hitler gesagt? Zur Erinnerung: Auch Hitler wollte – genau wie Rajoub – die Juden vernichten.

    „Liebe Frau Bisang,
    besten Dank für ihren Brief und ihren Kommentar. Gerne nehme ich zu ihren Punkten wie folgt Stellung:
    • Ich habe mit meinem Brief nie „Israel“ und noch viel weniger „die Juden“ kritisiert. Wir kritisieren erstens die FIFA dafür, dass sie ihre Statuten nicht konsequent anwendet und zweitens die aktuelle, ultrarechte Regierung Israels für ihre widerrechtliche Siedlungspolitik.
    • Genauso wenig geht es mir auf der anderen Seite um die Verteidigung einzelner Personen oder des palästinensischen Fussballverbandes oder seiner Exponenten, namentlich Herren Jibril Rajoub. Der Mann ist mir in dieser Angelegenheit herzlich egal. Tatsächlich haben Sie völlig Recht, dass vielen Fussballverbänden mehr als zweifelhafte Figuren vorstehen. Einer der Gründe, warum die FIFA heute so in schlechtem Licht steht. Es geht allerdings aktuell darum, dass die internationale Gemeinschaft von Israel das Ende der widerrechtlichen Siedlungstätigkeit in den besetzen palästinensischen Gebieten einfordern muss.
    • Dass Organisationen in Sport und Politik verschiedene Gründungsdaten haben, resp. sich das „echte“ Gründungsdatum immer vom historischen und politischen Standpunkt abhängt ist die Regel, nicht die Ausnahme. So gibt es in der Schweiz ja bis heute eine leidenschaftliche Debatte, in welchem Jahr das gegründet worden ist, was wir heute als Schweizerische Eidgenossenschaft kennen. Es gibt so viele Antworten, wie Historiker, die sich mit dieser Frage beschäftigen. Ich kann Sie allerdings beruhigen. Die von der FIFA anerkannte Organisation „Palästinensischer Fussballverband“ hat ihr offizielles Gründungsdatum gemäss Eintrag der FIFA im Jahr 1962. Siehe: http://www.fifa.com/associations/association=ple/
    Ja, ich bin spätestens nach einem persönlichen Besuch in Israel tief überzeugt, dass die Politik gegenüber den Palästinensern in den besetzen Gebieten absolut unhaltbar ist. Der Staat Israel trägt selbstverständlich eine dramatische Verantwortung an der Unterdrückung der sozialen und ökonomischen Menschenrechten in diesen Gebieten.
    Ich glaube ihre Fragen damit beantwortet zu haben und verbleibe mit den besten Grüssen, Cédric „

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  3. Herr Wermuth und die, die seinen Brief mitunterzeichnet haben, können etwas Gutes als Busse für ihren höchst peinlichen antiisraelischen Ausfall tun, indem sie die disziplinarische Beschwerde der Palestinian Media Watch (PMW) bei der FIFA gegen die Terrorverherrlichung seitens der Palestinian Football Association (PFA) unterstützen. Ich hänge hier einen Link zur Beschwerde an.
    http://palwatch.org/STORAGE/special%20reports/Complaint%20to%20the%20FIFA%20Disciplinary%20Committee%20-%20Webform%20version.pdf

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  5. Vielen Dank Dani. Dem Werhmuth habe ich gestern einen Kommentar auf seine Home page geschrieben. Im Moment ist er noch nicht aufgeschalten. Über einige Leute auf der Liste bin ich dann schon erschrocken. Aber was will man, wenn sogar die „jüdische Stimme für Gerechtigkeit und Demokratie in Israel u, Palästina“ Bundesrat D. Burkhalter, in einen Brief dankt, für seine klaren Worte über die Motion Imark ,die verlangt dass das EDA keine Organisationen mehr unterstützt die gegen Israel hetzten. Bundesrat Burkhalter hat in seiner Antwort auf die Motion gesagt die Schweiz stehe mit keiner Organisation in Verbindung, die Hass oder Rassismus propagieren. Meiner Meinung nach hat Burkhalter dies wieder besseres Wissen gesagt. Und die „Jüdische Stimme“ den Dankesbrief ebenfalls wieder besseres Wissen geschrieben. Ich hffe dass endlich alle diese Machenschaften gegen Israel aufgedeckt werden.

  6. Ein prima Artikel! Der Brief ist erfreulich. Es gibt sie doch – normal denkende Menschen, Menschen, die wissen worüber sie reden. Ob „Deine“ Heuchler es wissen, da habe ich grosse Zweifel. Manche schauen nicht so aus als als wäre ihnen der Begriff, der Prozess
    bekannt. Ich frag mich oft, wie solche Leute in die Politik kommen, womöglich auch noch
    in verantwortlich Positionen. In D ist es genau so, in A, wo ich lebe, auch. War das immer schon so?
    lg
    caruso

  7. Bea Bisang schickte mir heute Morgen Folgendes:
     
    „Am 31.3.2017 habe ich diesen Brief an Herrn Wermuth geschickt:
     
    Grüessech Herr Wermuth
     
    «Als Mitglieder des Eidgenössischen Parlaments stehen wir für den Respekt des Inter-nationalen Rechts und Fairplay im Sport ein».
    Und dann klagen Sie in Ihrem Brief Israel / die Juden an. Mit der Wahrheit nehmen Sie es dabei nicht so genau, oder mangelt es Ihnen gar an den elementarsten Kenntnissen über die Geschichte Israels? Haben Sie sich je überlegt, wer «die Palästinenser» sind?
     
    Ist Ihnen bekannt, dass
    die überwiegende Mehrheit der Vorfahren der Muslime, die sich Palästinenser nennen, erst nach 1880 in das heutige Israel und in die umstrittenen Gebiete eingewandert sind? Hören Sie dazu, Hamas Minister Fathi Hammad: https://www.youtube.com/watch?v=9-umTdeh_bQ
    während der Britischen Mandatszeit alle ständigen Bewohnerinnen und Bewohner einen «Palästinenserausweis» auf sich trugen, also auch die Juden?
    die Araber die Bezeichnung «Palästinenser» damals überhaupt nicht mochten? Das änderte sich erst, als der am 24. August 1929 in Kairo geborene «Palästinenserführer» Arafat gemerkt hat, dass man aus dem Begriff «Palästinenser» politisches Kapital schlagen kann.
    zur Zeit der Römer nicht alle Juden vertrieben worden sind? Es gab immer Juden, welche in Eretz Israel lebten. Gemäss einer Volkszählung im Jahre 1864 war Jerusalem zu 80 % jüdisch. Bis zur widerrechtlichen Besatzung durch Jordanien im Jahre 1948 waren die Juden in Jerusalem immer in der Mehrzahl. https://heplev.wordpress.com/2017/03/17/das-traditionell-arabische-jerusalem/
     
    «Fussball ist ein Sport, in dem Fairplay hoch gehalten wird und wo die Ausübung einer Mannschaftsleistung im Vordergrund steht. Diese Werte dürfen politisch nicht miss-braucht werden.» 
    Nun, da hätten Sie ja allen Grund in erster Linie Jibril Rajoub, Präsident des palästinen-sischen Fussballverbands, ins Gewissen zu reden (immer vorausgesetzt, dass der Mann überhaupt ein Gewissen hat). Zur Erinnerung: Dieser Mann hat im April 2013 in einem Fernsehinterview bedauert, dass die Palästinenser keine Atomwaffen besitzen,
    weil er diese am liebsten sofort gegen Israel einsetzen würde. Was sagen Sie dazu?
     
    Natürlich wissen Sie auch, dass in «Palästina» Terroristen hoch verehrt (und diese resp. deren Angehörigen fürstlich entschädigt) werden, gerade auch im Sport. (siehe z.B. http://www.fokus-jerusalem.tv/2016/10/14/palaestinensische-fussballer-ehren-terroristen-mit-banner-und-gedenkminute/ ) Das ist für Sie und für die Personen, welche Ihren Brief an die FIFA mitunterzeichnet haben, offenbar kein Problem.
     
    Haben Sie gewusst, dass der Palästinensische Fussballverband offiziell behauptet, er sei 1928 gegründet worden? ( https://heplev.wordpress.com/2017/03/27/fussball-palli-luege/ ) Peinlich, peinlich, nicht wahr?
     
    Könnte es sein, dass Sie bisher die falsche Seite unterstützt haben? Immerhin hat der Deutsche Olympische Sportbund kürzlich seinen Vertrag mit dem Palästinensischen Fussballverband annulliert. Lesen Sie hier die Begründung: http://www.audiatur-online.ch/2017/03/29/deutscher-olympischer-sportbund-annulliert-vertrag-mit-palaestinensischem-fussballverband/
     
    Ich würde mich sehr freuen, wenn auch Sie Ihren Standpunkt nochmals überdenken würden. Wenn es den heutigen Palästinensern nicht so gut geht, aber immer noch weit besser, als dem Durchschnittsaraber in den umliegenden arabischen Staaten, dann sicher nicht wegen Israel, sondern wegen den Ver-Führern aus ihren eigenen Reihen. Noch eine letzte Frage: Wissen Sie, dass es enorm reiche Palästinenser gibt (zu denen gehören  auch Abbas und Mashal http://www.bild.de/politik/ausland/hamas/chef-lebt-im-luxus-volk-stirbt-37075314.bild.html) und dass diese mit ihrem Reichtum auch ungeniert protzen? Für diese Leute ist es wichtig, dass ein Teil der Palästinenser in (relativer) Armut lebt, damit die Welt sehen kann, was die bösen Juden den armen Palästinensern antun und natürlich auch, damit weiterhin Geld nach «Palästina» strömt (u.a. auch unsere Steuergelder).
    Lesen Sie bitte das Buch von Tuvia Tenenbom «Allein unter Juden». Zu Ihrer Beruhi-gung, auch einige Juden bekommen darin «ihr Fett weg». Weiter kann ich Ihnen das Buch von Tilman Tarach «Der ewige Sündenbock» empfehlen.
     
    Mit freundlichen Grüssen
     
    Béatrice Bisang“

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