SRG-Mitarbeiter und ihr Gottkomplex

An der Billag hängt nichts weniger als unsere aller Existenz. Denn ohne Zwangsgebühr keine SRG und ohne SRG keine Schweiz, keine Demokratie, keine Kultur. Verständlich, dass SRG-Mitarbeiter glauben, gottgleich zu sein.

Was liegt näher, als am höchsten jüdischen Feiertag Yom Kippur ein Interview mit einem Antisemiten zu senden? Das haben sich die Verantwortlichen der SRF-Radiosendung «Tagesgespräch» gedacht und Abraham Melzer eingeladen.

Melzer ist «für seine antisemitischen Äußerungen regelrecht berüchtigt», hält Dr. Charlotte Knobloch, Vorsitzende der Israelitischen Kultusgemeinde, fest. Das Landesgericht München urteilt, Melzers «Verhalten kann und darf ohne jeden Zweifel als antisemitisch beurteilt werden.» Veranstalter laden Melzer aus, «weil in der Veranstaltung die Grenze zwischen Israelkritik und Antisemitismus überschritten» und «palästinensischer Terror gerechtfertigt wird». Als professioneller «Alibi-Jude», der Antisemiten versichert, dass sie keine seien, ist er aber gern gesehener Gast auf Plattformen wie dem salafistischen «Muslimmarkt», beim geistig derangierten Islam-Konvertiten Martin Lejeune oder beim Verschwörungstheoretiker Ken «Ich weiss wer den Holocaust als PR erfunden hat» Jebsen. Und eben auch bei SRF.

Für eine Publikation haben wir «Tagesgespräch-Moderator» Marc Lehmann sieben Fragen gestellt: Brief-an-SRF-bzgl. A. Melzer

Die sieben Fragen blieben unbeantwortet. Ob aus Arroganz, Ignoranz oder aus Faulheit, das zu beurteilen ist nicht unsere Aufgabe, sondern die des Vorgesetzten.
Aber wie man so sagt: Der Fisch stinkt vom Kopf her. SRF hat offenbar ein Problem bei der Mitarbeiterführung. Deshalb informieren wir auch SRG-Chef Ruedi Matter darüber.

Cc: an Ruedi Matter

Lieber Ruedi,

Es ist mir bewusst, dass Du gegenwärtig viel um die Ohren hast und Deine Zeit knapp bemessen ist. Gleichwohl erlaube ich mir, Dich cc. auf die Korrespondenz mit SRF-Moderator Marc Lehmann zu setzen, bzgl. seines Interviews mit dem berüchtigten Antisemiten und Terror-Relativierer Abraham Melzer, das just an Yom Kippur gesendet wurde.

Die Kritik trifft den Kern der kommenden Abstimmung: Die Qualität des Programms und die Arroganz von SRF, auch SRF-Gottkomplex genannt.

Der Umgang mit Kritik seitens der Sendungsverantwortlichen offenbart überdies einen eklatanten Mangel bei der Mitarbeiterführung. Dies kann Dir nicht gleichgültig sein.

Hier die Antwort von Marc Lehmann (PDF: Antwort Marc Lehmann_1.) und meine Antworten dazu kursiv und in blau:

Marc Lehmann: «Mir scheint, dass Ihnen die Meinungs- und Redefreiheit einige Mühe bereitet. Offenbar passt es Ihnen nicht, dass Leute zu Wort kommen, die eine andere Meinung vertreten als Sie.»

Sehr geehrter Herr Lehmann, Sie geben vor, für Meinungs- und Redefreiheit einzustehen. Aber was sagt es tatsächlich über Ihre Motivation als SRF-Journalist aus, wenn Sie von allen Themen, die Sie frei wählen können, von allen Personen, die Sie einladen können, ausgerechnet den Antisemiten Abraham Melzer einladen und das an Yom Kippur?

Die Meinungsfreiheit setzt man am besten durch, indem man die Menschen- und Bürgerrechte anderer Menschen respektiert. Es ist deshalb unlogisch, wenn Sie, Herr Lehmann, jemanden hofieren, der die Existenz von Judenhass verneint sowie der Aufruf zum Vergasen und das Abschlachten von Juden verharmlost und rechtfertigt. Meinungsfreiheit soll u.a. vor Antisemitismus schützen – nicht ihn ermöglichen.

Als Gebührenzahlerin erwarte ich, dass die SRG ihre Programm- und Qualitätscharta einhält. Antisemiten einzuladen verletzt diese.

Lehmann: «Ich bin erstaunt, dass Sie so emotional argumentieren, statt auf der sachlichen Schiene zu bleiben.»

Ich habe Ihnen einen Fragebogen mit 7 Fragen geschickt, dazu das Münchner Gerichtsurteil, Textanalysen zu Melzers Werken, Studien zum israelbezogenen Antisemitismus, sowie mehrere Artikeln über Abraham Melzer. Sie beantworteten bis dato keine der sieben Fragen.
Stattdessen reagieren Sie ad hominem, zielen mit Hohn und Abwertung auf die Frau und unterstellen – wie man es von dumpfen Sexisten kennt – Emotionalität und Unsachlichkeit. Mich beeindrucken Sie mit diesem Macker-Machtspiel nicht.

Lehmann: «Zum Inhalt des Gesprächs äussern Sie sich mit keinem Wort.»

Sie haben da etwas missverstanden: Es geht um grundsätzliche Kritik. Die SRG hat einen Bildungs- und Informationsauftrag. Dieser wird in eklatanter Weise verletzt, indem einem Antisemiten, noch dazu am höchsten jüdischen Feiertag, eine Sendeplattform geboten wird, damit er seine kruden Gedanken, seine brandschwarzen Lügen und sein wirres Gebrabbel unters Volk bringen kann.

Ihr superinvestigativer Journalismus manifestiert sich dann darin, dass Sie auf SRF, das vorwiegend negativ über Israel berichtet (siehe Analyse zHv Fredy Gsteiger) einen Mann fragen, der seine verkrachte Existenz damit bestreitet, Israel zu kritisieren, ob man Israel kritisieren dürfe.

Was Sie, Herr Lehmann, offenbar nicht wissen: Angesichts des breiten öffentlichen anti-antisemitischen Konsenses, der auch strafrechtlich verankert ist, erfolgt der judenfeindliche Diskurs über thematische Umwege. Dazu gehört insbesondere eine ausgeprägte Israelfeindlichkeit.
Israelkritik ohne Antisemitismus ist zwar möglich, aber sehr selten. Dies zeigt der GMF [Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit]-Survey: Nur 10 Prozent der Befragten äusserten eine Kritik an Israel ohne antisemitische Anleihen und signalisierten keine Zustimmung zu mindestens einer Facette des Antisemitismus.
Wenn der Lieblingsspruch von Antisemiten, «Israelkritik ist nicht Antisemitismus», in Medien wie SRF erscheint, ermutigt dies die Leute, ihre letzten Hemmungen fallen zu lassen.
Siehe dazu der Artikel «Wie ein antisemitischer Diskurs über Israel körperliche Gewalt bedingen kann». 

Erinnern wir uns:
Im Sommer 2014 wurde in der Schweiz wieder einmal gegen Israel demonstriert, Anlass war der Krieg im Gazastreifen. «Nur ein toter Jude ist ein guter Jude», «Wir müssen die Juden ausrotten», «Hitler soll da weitermachen, wo er aufgehört hat»: Das waren nur einige Aussagen, welche auf palästina-solidarischen Social Media-Seiten veröffentlicht wurden. Vor einer Gaza-Soli-Demo rief eine Frau gar dazu auf, ins «Judenviertel» zu ziehen und dort Gewalttaten zu begehen. Jüdische Organisationen wie der Schweizerische Israelitische Gemeindebund beklagten, dass der Hass auf Juden neue Dimensionen erreicht habe.
Martine Brunschwig Graf, Präsidentin der Eidgenössischen Kommission gegen Rassismus, sprach von einer «gefährlichen Stimmung».
In dieser Zeit veröffentlichte SRF nahezu ausschliesslich negative Berichte zu Israel (siehe die Analyse zHv. Fredy Gsteiger). Damit trägt die SRG-Israelberichterstattung bei zum israelbezogenen Antisemitismus in der Gesellschaft.

Lehmann: «Da frage ich mich: Geht es Ihnen einfach gegen den Strich, dass wir Abraham Melzer eingeladen haben, den gewisse Kreise in Deutschland als Nestbeschmutzer bezeichnen, weil er sich wagt, sozusagen aus der Innensicht Kritik zu äussern?»

Wen meinen Sie mit «gewisse Kreise»? Warum benennen Sie diese nicht, Herr Lehmann? Und worin genau besteht das Wagnis von Abraham Melzer? Dass er es wagt, in seiner Zeitschrift «Semit» eine Karikatur zu publizieren, auf der ein Palästinenser in KZ-Sträflingskleidung einen gelben Halbmond auf der Brust trägt? Dass er es wagt, den Terror und die Vernichtungsphantasien von Muslimen gegen Juden zu exkulpieren?

Lehmann: «Wollen Sie ihm den Mund verbieten? Damit würden Sie genau Melzers Punkt bestätigen: Dass jegliche Israel-Kritik sogleich in die antisemitische Ecke gestellt wird.»

Es entspringt allein Ihrer Phantasie, dass ich Melzer den Mund verbieten möchte. Tatsächlich will ich einfach, dass meine Zwangsgebühren nicht für die Promotion von Antisemiten aufgewendet werden, und verlange, dass die SRG sich an die eigene Qualitätscharta hält.

Lehmann: «Keine Äusserung von Herrn Melzer im Tagesgespräch kann als antisemitisch bezeichnet werden, das bestätigen uns gerade auch jüdische Hörer. Im Gegenteil: Melzer erklärt glasklar den Unterschied zwischen Antisemitismus und Israel-Kritik und begründet, weshalb der Antisemitismus geradezu verharmlost wird von Leuten, die Kritik an der Politik wissentlich oder mangels Bildung mit Rassenhass verwechseln.»

Es braucht schon einen Gleichgesinnten, um in Melzers wirren Äusserungen einen klaren Gedanken zu erkennen.
Vielen Journalisten dürfte dabei das eigene anti-jüdische Ressentiment kaum bewusst sein, und doch begleitet es ihre Arbeit. Sie ticken nicht anders als ihre Zuhörer, Zuschauer und Leser. Sie sonnen sich im Beifall aus den eigenen Reihen, sie ziehen gerne so genannte „Alibi-Juden“ heran, von denen sie sich Absolution erhoffen, sie nehmen willig auf, was ins negative Israelbild passt, und reichen es direkt an die Medienkonsumenten durch. Diese wollen es so. Denn man ist sich einig: Israel ist an allem schuld.
Gerne empfehle ich dazu das Buch von Georg M. Hafner, Esther Schapira: «Israel ist an allem schuld», (Eichborn 2015). Hier eine Leseprobe.

Lehmann: «Ich muss nicht in allen Punkten mit Abraham Melzer einverstanden sein, um mit ihm ein Gespräch zu führen.»

Sie können gerne im Café Gespräche mit Abraham Melzer führen, auch mit Horst Mahler oder Dieudonné oder einem Anhänger der meschuggenen Neturei Karta-Sekte. Aber bitte nicht auf Kosten der Zwangsgebührenzahler. Gründen Sie ein Joint Venture, zum Beispiel mit Michael Lüders. Uups, der war ja auch schon bei Ihrer Kollegin im «Tagesgespräch».

Lehmann: «Und ich glaube, ich habe ihn sehr deutlich dazu aufgefordert, die Begriffe und seine Position zu klären. Aber in unserer Sendung wollen wir eine breite Meinungspalette abbilden, weil wir skeptisch sind gegenüber moralischem Alleinvertretungsanspruch und uns der Pluralismus etwas wert ist.»

Sie sagen also, dass gemäss SRF berüchtigte Antisemiten Teil der Meinungspluralität sind. Interessant. Ich werde Sie darauf behaften. Nun, wenn Sie gegenüber dem «moralischen Alleinvertretungsanspruch» skeptisch sind, wie Sie behaupten, weshalb zweifeln Sie dann nicht an sich selbst?

Auf meine nochmalige Anfrage zur Beantwortung der Fragen, kommt von Marc Lehmann diese Nachricht zurück: (PDF: Antowrt von Lehmann 07.02.2018 00_07)

Marc Lehmann: «Von einer echten pluralistischen Öffentlichkeit würde ich das Tagesgespräch inhaltlich gerne diskutieren lassen. Es hat ja bereits vor einem Publikum von etwa einer halben Million standgehalten. Wenn Sie unter „öffentlich“ bloss Ihren Blog verstehen, wo sich mutmasslich Leute mit einer vorgefassten Meinung tummeln, so interessiert mich das in keiner Weise.»

Falls es noch eines Beweises bedurft hätte für den Gottkomplex, die Überheblichkeit und das Elite-Denken von SRF-Journalisten, dann haben Sie ihn hiermit geliefert.
Es verwundert dann auch nicht weiter, dass Sie Kritik nicht ernst nehmen, Fehler nicht erkennen und mit enormer Aggressivität und Herablassung auf meinen Blog reagieren und dessen Leser beschimpfen.

Richtig ist, dass ich eine Nische betreibe. Zum Beispiel analysieren wir seit Jahren die Israel-Berichterstattung von SRF und anderen Medien. Dazu recherchieren Profi-Journalisten und Experten die Beiträge nach. So konnten wir auf zahlreiche Fehler von SRF hinweisen.

Lehmann: «Von „journalistisch“ kann dann keine Rede sein. Ich frage mich, was Sie als Journalistin qualifizieren soll, die schweizerische Mediendatenbank verzeichnet keinen einzigen journalistischen Beitrag von Ihnen. Verwechseln Sie da etwa Journalismus mit Propaganda?»

In der Schweizerische Mediendatenbank SMD sind mehrere meiner Blog-Beiträge gelistet (siehe Screenshots):

Wahrscheinlich entsprechen Sie nicht Ihrem Kriterium für «journalistisch». Aber um die Fehler von SRF-Qualitätsjournalisten nachzuweisen, reicht es alleweil.

Sogar der «Schweizer Journalist» berichtete darüber (siehe PDF: sjo_20160301_7828_1_1)

Und nun, lieber Herr Lehmann, gehen Sie mal der Frage nach, wer den Auftrag dazu gab, diese Artikel in die Schweizer Mediendatenbank aufzunehmen, weil sie relevante Informationen enthalten. Ich bin gespannt, wie weit Ihre Recherchefähigkeiten reichen.

Lehmann: « Mein Email gehört ganz sicher nicht in Ihren Blog, denn ich glaube, Sie wollen uns vor allem ärgern und sind an einem offenen Diskurs nicht interessiert.»

Wie ich von Beginn weg unmissverständlich kommuniziert habe, werde ich die Korrespondenz mit SRF veröffentlichen. Für Beschwerden können Sie sich an den Ombudsmann wenden. Aber keine Bange, mein Blog ist total unwichtig.

Zum Abschluss noch zwei Zitate, die mir immer in den Sinn kommen, wenn ich es mit Qualitätsjournalisten wie Ihnen, Herr Lehmann, zu tun haben.

«Viele würden in Redaktionen rennen, bedürfte es nicht die speziellste der Gabe: Es genügt nicht, keinen Gedanken zu haben, man muss ihn auch ausdrücken können.» (Karl Kraus)

Und: «Ein Diplomat denkt zwei Mal, bevor er etwas sagt, ein Bänker denkt zwei Mal, bevor er nichts sagt, ein Journalist schreibt zwei Mal, bevor er nachdenkt…» (Roger de Weck)

***

 Ergänzung, 11. Februar 2017, 17h

Abraham Melzer meint: «Hinter den Missständen in der Welt stehen die Rothschilds und Rockefellers.»

Wenn Abraham Melzer nicht gerade SRF-Elitejournalist Marc Lehmann zum Gespräch trifft, gibt er auch gerne mal dem geistig verwirrten Islam-Konvertiten Martin Lejeune ein Interview.
Man darf zu Melzers Gunsten davon ausgehen, dass er als Publizist und Verleger Recherchen zu Lejeune tätigte und wusste, um wessen Geistes Kind es sich handelt.

Nachdem das Video online ging, wurde Abraham Melzer deshalb um eine Stellungnahme gebeten zu Lejeunes Verschwörungstheorie: «Hinter den Missständen in der Welt stehen die Rothschilds und Rockefellers.»

Abraham Melzers Antwort:
«„Nur so viel: Auch ich bin der Meinung, ‚dass hinter den Missständen in der Welt die Rothschilds und Rockefellers‘ stehen. Sie nicht? Um zu einer solchen Erkenntnis zu kommen muss man kein Antisemit sein, wie man auch kein Antisemit sein muss, um Israels Politik zu kritisieren. Man muss nur ein Gewissen haben, an die Menschenrechte glauben, Zivilcourage und einen gesunden Menschenverstand haben.“»

http://friedensdemowatch.blogsport.eu/2017/11/07/melzer-hinter-den-missstaenden-in-der-welt-stehen-die-rothschilds-und-rockefellers/

***

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9 Gedanken zu “SRG-Mitarbeiter und ihr Gottkomplex

  1. Das LG München hat lediglich Knoblochs Recht geschützt, Melzers Verhalten als antisemitisch zu beurteilen. Das hat etwas mit dem Recht auf freie Meinungsäusserung zu tun. Ebenso wie Melzers Äusserungen ja offenbar von diesem Recht abgedeckt werden – sonst wäre wiederum er wegen Volksverhetzung verurteilt worden. Persönlich finde ich es auch sehr problematisch, wenn sich jemand als „Antizionist“ bezeichnet – Jude hin oder her. Und wer seine Kritiker verklagt, disqualifiziert sich meiner Meinung nach sowieso. Aber wenn man deinen Text und deine Schreiben ans SRF so liest, könnte man meinen, es sei eine objektive, absolute Tatsache, dass Melzer Antisemit ist. Und das stimmt so einfach nicht.

    • Herr Siems, aber selbstverfreilch ist der Herr Melzer ein Antisemitizist, wie er im Buche steht, und zwar ist er dafür regelrecht berüchtigt. Er spuckt Antisemitismus vor sich hin, so bald er den Mund öffnet. Der Herr Melzer, der sich weder sprachlich noch gedanklich ausdrücken kann, lässt nichts unversucht, um Israel stotternd und schäumend in die Naziecke zu rücken.
      Sie behaupten jedoch, „das stimmt so einfach nicht“. Haben Sie Belege? 🙂
      Ach je, die haben Sie freilich nicht. Behauptungen oder gar Gefühle ersetzen nun mal keine Tatsachen.

      P.S.
      Sie glauben doch selbst nicht, dass irgend jemand „wegen Volksverhetzung verurteilt“ werde, der Israel als den Drahtzieher am großen bösen Arabermord darstellt. Zur Volksverhetzung gehört der Passus „… geeignet ist, um den öffentlichen Frieden zu stören“. Das bedeutet Masse. Nur Massen sind laut dem Volksverhetzungs-Paragrafen geeignet, um den öffentlichen Frieden zu stören. Juden sind a) viel zu wenig Masse, und Juden neigen b) auch nicht dazu, den öffentlichen Frieden zu stören (tja, schade eigentlich). Folglich wird auch der ärgste Antisemit NIE wegen Volksverhetzung verurteilt, indem es in dem Paragrafen nicht um Wahrheit geht, sondern bloß um möglichen Druck Dritter. Wenn der nicht stattfindet, passiert nichts. So pervers und so einfach ist das.

      Nach den Ausschreitungen auf den Straßen jeder deutschen Stadt im Sommer 2014 ist niemand verurteilt worden. Dort wurde gebrüllt, „Juden ins Gas!, Israel Kindermörder!, Jude-Jude-feiges-Schwein, komm heraus und kämpf allein!, Chaibar-Chaibar-al-Jahuuud!“
      Niemand wurde angeklagt (weil die Staatsanwälte den Volksverhetzungsparagrafen kennen).
      Sie, Herr Siems, wollen den ja hingegen nicht kennen.
      Sie wollen Nebelkerzen werfen.
      Der Versuch ging fehl.

  2. Pingback: News 100218 | German Media Watch-Blog

  3. Es interessiert also den Herrn Lehmann“… in keiner Art und Weise.“ welche Meinungen hier in diesem Blogg vertreten sind. Für mich heisst dies: Nur die Meinung und die Haltung von Herrn Lehmann ist richtig, alle Andern liegen falsch. Also doch, SRF Mitarbeiter sind in der Regel nur an einer Seite der Medaille interessiert! SRF Mitarbeiter kämpfen gegen No Bilag, das ist OK. Nur die Arroganz die sie (siehe Herr Lehmann) teilweise an den Tag legen, die stört mich und zwar gewaltig. Darum Ja zu No Bilag.

  4. Sehr geehrte Dani Brandt,
    könnte es sein. das Sie eben diesen Komplex aus eigener Erfahrung ein Bisschen zu gut kennen?

    • Ah?, spielen Sie auf Jesum an, der Gottes Sohn sein soll, wie man hört?
      Also Dani Brandt hält sich weder für das Eine, noch für das Andere.

  5. Der Bildungs-und Informationsauftrag von SRG beseht anscheinend darin, die Antisemiten durch einen Alibi-Juden in ihrem Antisemitismus zu unterstützen, sie mir „Argumenten“ zu versehen. Übrigens sind antisemitische Behauptungen m.E. keine Meinung sondern Verleumdung. Leider wird dieser Unterschied vielfach nicht beachtet, weder in den Gerichten noch im Journalismus.
    lg
    caruso

    • Stimmt! Das Einladen jüdischer u. israelischer (!) Feinde ISRAELs und des Zionismus, wenn nicht naiver oder linker Menschenrechtler, beobachte ich seit 2000 als besonders beliebte und infame Taktik der Öffentlich-Rechtlichen, – selbst eine der heute gefährlichsten Form des ANTISEMITISMUS; wobei diese Sache mit MELZER nur ein besonders krasser Fall ist! – Massenhaft bedient und produziert wird — mir ist es erst seit Beginn der pal.-islamischen Terror-Intifada Sept. 2000 richtig aufgefallen – dabei der linke, braune und islamische Antisemitismus bzw. das war sie dabei ohne den „Rasse“begriff zu nutzen, seit langem gemeinsam gegen ISRAEL haben. — Weiteres dazu siehe oben.

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