SRF lügt – und hofft, dass es niemand merkt

Am 29. Januar veröffentlicht SRF News diese extrem aggressive Schlagzeile:
«Israel sucht Freiwillige für die Jagd auf Flüchtlinge»
Siehe Webcache:

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Augenscheinlich hat diese brandschwarze Lüge problemlos die interne Qualitätskontrolle passiert, bevor sie aufgeschaltet wurde.

Dazu veröffentlicht SRF ein längst abgelaufenes Stelleninserat des israelischen Innenministeriums auf Hebräisch.

Im Stelleninserat steht freilich nichts von all dem, was die SRF-Schlagzeile insinuiert.

SRF-Lüge 1: «Israel sucht Freiwillige …».
Fakt ist: Die israelische Verwaltung sucht Inspektoren.
Gemäss Duden ist ein Inspektor:
1. Beamter des öffentlichen Dienstes zu Beginn der gehobenen Laufbahn
2. jemand, der etwas inspiziert, dessen Amt es ist, Inspektionen durchzuführen (z. B. in der Landwirtschaft, im Versicherungswesen)

Fakt ist weiters: Die Stelle des Inspektors ist eine auf zwei Jahre befristete 100%-Stelle mit guter Bezahlung. Zudem wird noch ein Bonus von rund 8200 Franken in Aussicht gestellt nach Beendigung der Arbeitsanstellung.

SRF-Lüge 2: «… für die Jagd auf Flüchtlinge».
Fakt ist: Es handelt sich nicht um eine „Jagd“, sondern um eine Massnahme zur Bekämpfung von illegaler Einwanderung und Schwarzarbeit. Auch in der Schweiz machen Inspektoren nicht Jagd auf Schwarzarbeiter, Sozialhilfebetrüger oder Versicherungsbetrüger, sondern sie bekämpfen Betrug.

SRF-Lücke: Neben diesen Lügen unterschlägt SRF Informationen, womit sich der Medienkonsument kein umfassendes Bild machen kann.
Fakt ist: Dieses Stelleninserat ist eines unter mehreren. Das Ministerium sucht auch 30 Mitarbeiter, die jene Migranten unterstützen sollen, die freiwillig ausreisen. Zudem werden Mitarbeiter gesucht, die Asylanträge bearbeiten – in der Schweiz gibt es Hunderte davon.

Klar ist: Mit dieser Lügen-Schlagzeile hat SRF nur eine Intention: Den Staat Israel in einem möglichst negativen Licht darzustellen.
Der Erfolg der anti-israelische Hetzkampagne von SRF bleibt nicht aus.

Bei den SRF-Konsumenten fällt sie auf fruchtbaren Boden. Deren Kommentare passieren denn auch mühelos die Moderation: «ausgerechnet die Juden», «dafür haben Sie 1000 Neue Wohnungen auf besetztem Gebiet für radikale jüdische Siedler geschaffen! Apartheid pur!», «Aus der Geschichte lernen, von wegen» (Jaja, die Juden, da haben ihnen die Deutschen eine Lektion erteilt und die Juden lernen einfach nichts daraus).

Notabene: Es ist völlig legitim, die Migrationspolitik Israels zu kritisieren, so wie es legitim ist die Migrationspolitik der Schweiz zu kritisieren. Ein ganz normaler Ablauf in einem demokratischen Rechtsstaat. Aber es ist nicht legitim, Lügen zu verbreiten, um gezielt zu Hass anzustacheln.

Es wäre wünschenswert, dass sich SRF an die Mindeststandards hält, wenn die Leute schon gezwungen werden für SRF-Produkte zu bezahlen, die sie nicht konsumieren möchten. Diese hanebüchene Schlagzeile lieferten neben SRF nur noch der Kinder-Stürmer «Bento» und Putins «Sputnik».

Erst nach zahlreichen Reklamationen hat SRF den irreführenden Titel schliesslich geändert. Von selbst sind die SRF-Qualitätsjournalisten, ohne die die Schweizer Demokratie und Kultur offenbar dem Untergang geweiht sind, nicht drauf gekommen.

Übrigens: ARD veröffentlichte einen Faktencheck dazu – mit Erwähnung der Fakenews-Lieferanten Bento, Sputnik – und SRF.
***

Nachtrag: 02.02.2018 (18:53) – So reagiert SRF News auf Twitter:

 

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8 Gedanken zu “SRF lügt – und hofft, dass es niemand merkt

  1. Dies beweist einmal mehr, SRF übernimmt einfach Meldungen ohne lange nach zu prüfen.
    JA zu No Bilag.

  2. Wieder einmal (und leider immer wieder) eine typische Fehlleistung unserer „Staats tragenden“ SRF.
    Seit einiger Zeit beglückt uns die SRF mit einer eigentlichen Charme Offensive. Manchmal lächerlich, manchmal hilflos, meistens aber ziemlich arrogant. „Schön sind sie bei uns“ usw. Höchste Zeit also der SRG die Flügel zu stutzen. Zeit für No Billag.

  3. Pingback: SRF Lüge | German Media Watch-Blog

    • Es würde mich noch brennend interessieren, wer solche Fehlleistungen durch lässt. Ausserdem habe ich so ein Bauchgefühl, dass SRF immer noch zu sicher ist dass No Bilag nicht durchkommt. Dann, wer von den Redaktoren dort, ist ein solcher Israelhasser? Damit meine ich Männlein oder Weiblein. Damit die Feministinnen zufrieden sind.

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