Oops, she did it again

Die christliche «Pädagogin» Verena Tobler hätte es in der Hand gehabt, in der besinnlichen Adventszeit mit einer völker- und religionsverbindenden Plakataktion auf das vermeintliche Unrecht gegen die von der Weltgemeinschaft mit Milliarden alimentierten Palästinenser (das EDA zahlt jährlich mindestens 20 Millionen Franken Schweizer Steuergelder) aufmerksam zu machen.

Warum verzichtete die studierte Ethnologin für einmal nicht auf ihre kontinuierliche antisemitische Agitation und die jederzeit widerlegbaren Diffamierungen der pluralistischen Demokratie Israel, und präsentiert auf ihren Plakaten stattdessen eine palästinensische Friedensinitiative, anhand welcher sich die Passanten im vorweihnachtlichen Zürcher Hauptbahnhof vom Friedenswillen der Palästinenser hätten überzeugen können?

Der Grund dafür könnte sein, dass Friedensprojekte, die von palästinensischer Seite initiiert wurden, sehr dünn gesät sind. Eine entsprechende Google-Suche zeitigt gerade mal 4’420 Ergebnisse, von denen die Meisten ein einziges Projekt betreffen: das sogenannte «Zelt der Völker», welches jedoch vorwiegend als Projektionsfläche für ungerechtfertigte Kritik an Israel dient, statt ernstzunehmende Friedensbemühungen zu dokumentieren. Zum Vergleich: eine Google-Suche zur antiisraelisch/antisemitischen palästinensischen Organisation BDS ergibt 84’600’000 Resultate.

Was man jedoch zuhauf findet sind palästinensischer Judenhass , Aufhetzung, Fanatismus und Kindsmissbrauch in Form der Kindersoldaten der Hamas und Fatah.

Da erstaunt es wenig, dass sich Tobler einmal mehr auf die üblichen kruden Diffamierungen und antisemitische Stereotype beschränkt (Netanjahu mit Judennase und hämischen Grinsen entspringt direkt der Nazi-Propaganda), die ihr und ihrer Klientele der «Man-wird-ja-wohl-noch-israel-kritisieren-dürfen»-Friedensbewegten über die Jahre so sehr ans selbstgerechte Herz gewachsen sind.

Verena Tobler bezeichnet in einem Interview auf der islamischen Website muslimmarkt.de den Iran als «Paradies» für «reisende Frauen», da man aufgrund des Kopftuchzwangs «nie und nirgends behelligt oder belästigt» würde. Ob die selbsternannte «Expertin für interkulturelle Kommunikation» mit «Paradies» wohl die über 1000 Menschen meint, die der Iran gemäss Amnesty International 2015 hinrichten liess? Oder vielleicht die Neuauflage des iranischen Holocaust-Karikaturenwettbewerbs, mit einem Preisgeld von 50’000 USD? Oder etwa das 2015 veröffentlichte Buch «Palästina» von Ali Chamenei, in dem der «Oberste Führer» des Iran auf über 400 Seiten die Vernichtung Israels und die Weltherrschaft des Islam predigt?

Tobler ist auf dieser Website, auf der die USA als «teuflisches Imperium» bezeichnet und Chameneis‘ Parole «Nieder mit den USA» als «revolutionär» gelobt wird, offensichtlich unter Gleichgesinnten. So wird von dort auch auf die Website offenkundiges.de http://www.offenkundiges.de der «Gemeinschaft muslimischer Publizisten» verlinkt, wo ein gewisser Hassan Mohsen mit seinem Artikel «Israel ist illegal» das Kernproblem anspricht, das sowohl er als auch Verena Tobler mit dem jüdischen Staat haben: dass er existiert.

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Siehe auch: Der Historiker Stefan Keller hat eine Strafanzeige gegen die Urheber der Aktion erstattet. Auf seiner FB-Seite begründet Keller diese wie folgt:

„Sehr geehrter Herr T.

Wie heute abend besprochen, schicke ich Ihnen im Anhang die Fotografie des Plakats, das ich Ihnen heute zeigte und das im HB Zürich an mehreren Stellen aushängt. Das vorliegende Bild wurde auf dem vordersten Perron (Perron 3, glaube ich) aufgenommen, kurz vor dem Ausgang zur Sihlpost, über dem Plakat sieht man durch das Gitter in die grosse Velostation.

Das Plakat ist von einer Organisation namens www. palaestina-solidaritaet.ch unterzeichnet. Es ist meines Erachtens klar antisemitisch, unter anderem aus folgenden Gründen:

– Das Plakat zeigt eine Frau, die einem Mann die Füsse küsst. Der Mann trägt die Züge des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanyahu, die Frau verkörpert gemäss Aufschrift «Europa».
– Darüber steht der triumphierende Satz (als Denkblase Netanyahus): «Wir brechen Völkerrecht durch Landraub, Vertreibung, Apartheid … Unser Joker: Das schlechte Gewissen Europas.»
– Daneben heisst es (Forderung der Urheber des Plakats): «Wir fordern von der EU und von der Schweiz: Sanktionen gegen Israel»

Es ist selbstverständlich nicht strafbar, die Politik der israelischen Regierung zu kritisieren, ob die Vorwürfe nun stimmen oder nicht. Es ist auch jedermann unbenommen, Sanktionen gegen irgendein Land zu fordern.
Hier aber wird die israelische Politik als Folge eines «schlechten Gewissens» Europas dargestellt.

Das «schlechte Gewissen» bezieht sich offensichtlich auf die Ermordung von sechs Millionen Jüdinnen und Juden in Europa; es wird hier als «Joker» Israels bezeichnet. Herr Netanyahu scheint sich zu freuen über den historisch einzigartigen Völkermord der Nationalsozialisten an den Juden und lässt sich dafür von Europa die Füsse küssen. Dieses Europa, so wird gefordert, soll das «schlechte Gewissen» endlich ablegen und Israel bestrafen.

Die israelische Politik ist also nicht etwa ein Ergebnis der politischen und militärischen Verhältnisse im Nahen Osten – und allenfalls eine Folge des europäischen Genozids -, sondern sie ist Ausfluss des «schlechten Gewissens Europas» den europäischen Juden gegenüber, das von den Israelis planmässig ausgenützt wird.

Aus Opfern (europäische Juden) werden Täter (jüdische Israelis). Aus Tätern (europäische Nichtjuden) werden Opfer (erniedrigte Europäer mit schlechtem Gewissen). Das antisemitische (und darüber hinaus sexistische) Stereotyp vom jüdischen Mann, der sich von einer nichtjüdischen Frau unterwürfig die Füsse küssen lässt, illustriert diese groteske Umkehrung der Zusammenhänge.

Ich bin nicht der einzige, der solche Plakate als klar antisemitisch empfindet, darauf weist schon die auf dem Foto nur schwach erkennbare handschriftliche Notiz eines Passanten hin: «Antisemitism – Shame on you!» Siehe auch die unten angegebenen Links.

Ich habe mich als Historiker intensiv mit der Geschichte des Nationalsozialismus und mit der Vernichtung der europäischen Juden beschäftigt. Eine meiner Publikationen führte unter anderem zur Rehabilitation des St. Galler Polizeihauptmanns Paul Grüninger, der 1938/39 mehrere hundert, vielleicht einige tausend Jüdinnen und Juden rettete und dafür entlassen und bestraft worden war. Im Lauf meiner Arbeit habe ich zahlreiche jüdische Verfolgte und ehemalige Flüchtlinge kennengelernt, auch einige Überlebende der nationalsozialistischen Vernichtungslager. Die Integrität dieser Leute – und aller Juden – wird meines Erachtens mit dem vorliegenden Plakat verletzt, ihre Geschichte wird negiert, sie werden als Gruppe in einer gegen die Menschenwürde verstossenden Weise herabgesetzt und antisemitisch beleidigt. Auch meine Gefühle als nichtjüdischer Staatsbürger werden durch antisemitische Propagandaaktionen verletzt.

In StGB Artikel 261bis heisst es:

«Wer öffentlich gegen eine Person oder eine Gruppe von Personen wegen ihrer Rasse, Ethnie oder Religion zu Hass oder Diskriminierung aufruft, wer öffentlich Ideologien verbreitet, die auf die systematische Herabsetzung oder Verleumdung der Angehörigen einer Rasse, Ethnie oder Religion gerichtet sind, wer mit dem gleichen Ziel Propagandaaktionen organisiert, fördert oder daran teilnimmt, wer öffentlich durch Wort, Schrift, Bild, Gebärden, Tätlichkeiten oder in anderer Weise eine Person oder eine Gruppe von Personen wegen ihrer Rasse, Ethnie oder Religion in einer gegen die Menschenwürde verstossenden Weise herabsetzt oder diskriminiert oder aus einem dieser Gründe Völkermord oder andere Verbrechen gegen die Menschlichkeit leugnet, gröblich verharmlost oder zu rechtfertigen sucht, wer eine von ihm angebotene Leistung, die für die Allgemeinheit bestimmt ist, einer Person oder einer Gruppe von Personen wegen ihrer Rasse, Ethnie oder Religion verweigert, wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe bestraft.»

Ich erstatte daher, wie bereits mündlich erklärt, Strafanzeige gegen die Urheber (www. palaestina-solidaritaet.ch) und bitte die zuständigen Instanzen, die Ermittlungen aufzunehmen. Die Organisation www. palaestina-solidaritaet.ch wird laut Website repräsentiert von Frau Verena Tobler Linder, Grossmannstrasse 10, 8049 Zürich.

Ich bitte Sie, mir den Erhalt dieser Ausführungen zu bestätigen. Für Rückfragen stehe ich gerne zur Verfügung.

Mit bestem Dank für Ihre Bemühungen und mit freundlichen Grüssen

K.

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Sehr geehrter Herr K.

Besten Dank für Ihre E-Mail/Ausführungen.

Ich werde diese Angaben entsprechend in die Anzeige, bzw. Rapporterstattung einfliessen lassen.

Wünsche eine erfolgreiche Arbeitswoche.

Freundliche Grüsse

Kpl. T.

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Sehr geehrter Herr T.

Besten Dank für Ihre Nachricht. Meine Ausführungen bedürfen noch einer Ergänzung: Die Figur mit den Zügen Netanyahus, der Europa die Füsse küsst, trägt eine gestreifte Jacke in der Art von KZ-Uniformen. Europa küsst einem triumphierenden KZ-Häftling die Füsse. Eine unerhörte Verhöhnung der in den KZs umgekommenen Millionen Menschen.

Mit freundlichen Grüssen

K.“

St. Keller.png

 

4 Gedanken zu “Oops, she did it again

  1. Dieses Plakat ist unter jedem Niveau. Man stelle sich vor, eine Organisation hätte ein ähnliches Plakat „gegen die islamische Invasion“ aufgehängt!! Sehr gut läuft nun eine Anzeige. Vielleicht hat die Palästina Solidarität nun auch für unsere Gerichte den Bogen überspannt. Zu Hoffen ist es.

  2. Diese Frau Tobler und Ihre Gesinnungsgenossen und -genossinnen sind meiner Ansicht nach moralisch total verkommen. Das Gleiche gilt aber auch für die Leute, welche jährlich 20 Millionen Steuerfranken nach „Palästina“ verschleudern. Mit dem Geld werden u.a. Kinder zu Terroristen erzogen, Familienangehörige von Judenmördern finanziell grosszügig unterstützt und Tunnels für den nächsten Krieg gegen Israel gebaut. Bei der DEZA müssten schon längst personnelle Konsequenzen gezogen werden. Allerdings ist meiner Meinung nach auch BR Burkhalter fehl am Platz.
    Dass das Bundesgericht hinter solchen Plakataktionen steht, darf nicht verwundern. Diese Leute haben ganz offensichtlich ein Herz für Terroristen, dafür gibt es genügend Beweise.

  3. Die christliche «Pädagogin» Verena Tobler hasst Israel und das Judentum. Sie ist deshalb motiviert, alles Erdenkliche für ihre falastinischen Auftraggeber tun, um den Jüdischen Staat Israel und damit auch das Judentum zu vernichten. Anders ist ihre verlogene AgitProp gegen Israel und gegen das Judentum nicht zu erklären.

    Wird sie für ihre professionelle Arbeit bezahlt? Nun, auch die übelsten Gestalten in Nazideutschland wurden für ihre Tätigkeit bezahlt. Vom Judenhass und Ergebenheit gegenüber dem Kniebolo konnte man nicht leben.

    Ist Frau Verena Tobler eine Falastinertussi (*)? Darf man annehmen, dass sie sich für die falastinische Sache prostituiert? Oder strebt sie danach, den „Julius Streicher Wanderpokal“ zu gewinnen?

    Als eine Schande empfinde ich, dass die SBB zum wiederholten Mal mit dieser üblen Hetze gegen Israel und gegen Juden mitmacht. So wie einst auch der Stürmer. Auch waren die europäischen Eisenbahnen immer mit dabei, wenn es darum ging, Juden und andere Naziopfer ihrer Vernichtung zuzuführen.

    Wenn sich Europa nicht dem vorauseilenden Gehorsam der profalastinischen Aktivisten entgegenstellt, sondern statt dessen endlich den Islamischen Staat bekämpft, droht Europa eine Welle von Gewalt und Terror.

    https://www.europol.europa.eu/newsroom/news/islamic-state-changing-terror-tactics-to-maintain-threat-in-europe

    (*) „Jüdische“ Unterstützerinnen der falastinischen Sache sind „Falastinertuntschis“.

  4. Obwohl ich persönlich auf eine Anzeige verzichtet hätte, weil ich die entsprechende Gesetztgebung fragwürdig und kontraproduktiv finde, war und ist es richtig, sich gegen solche propagandistische Schreibe zu wehren.

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