Basler Zeitung hat die Wahlen verloren! Wirklich?

Bürgerliche Parteien haben die Wahlen in Basel vom letzten Wochenende verloren, das ist belegbar. Nebst den Parteien, soll auch die Basler Zeitung (BaZ) verloren haben, da ist sich Grossteil der linken Politiker und Journalisten einig und jubelt schadenfroh. Es ist jedoch der Jubel der Dummen und Undemokraten.

Unabhängig von der Parteipolitik sind Presse- und Meinungsäusserungsfreiheit sowie Pressevielfalt für eine freie, demokratische Gesellschaft existentiell. Dies sollte auch für den Raum Basel und die Basler Zeitung gelten. Tut es aber nicht, denn «Basel tickt anders!» und, wenn es um den Umgang mit Medien, vor allem mit der BaZ geht, gibt es da kein Grund darauf stolz zu sein.
Zwar ist jedes Medium ein politisches und/oder wirtschaftliches Projekt, zum Nachteil wird es aber in der Schweiz nur der BaZ und WELTWOCHE ausgelegt.
Wären die BaZ-Kritiker, die sie als «Blochers politisches Projekt» bezeichnen, in ihrem Gedankengang konsequent, müssten sie auch die TagesWoche als politisches Projekt einer undurchsichtigen Milliardärin bezeichnen, denn die TagesWoche wurde klar als Gegenpol zu BaZ gegründet.

Markus Somm, die Redaktion und Christoph Blocher können es keinem recht machen
Was auch immer BaZ-Chefredaktor Markus Somm macht oder auch nicht, wird gegen ihn verwendet. Seine Kritiker, unter ihnen viele Medienschaffende, werfen Somm Desinteresse an Basel vor. Begründet wird es absurderweise mit Somms Wohnort (er wohnt weiterhin in Wädenswil am Zürichsee, wie vor der BaZ-Übernahme). Dass Somms fünf Kinder in Zürich geboren sind und seine Frau in Zürich arbeitet, wird ignoriert.

Aus journalistischer Sicht kann Somms „Fremde“ zu Basel eigentlich nur als Vorteil gesehen werden. Markus Somm ist frei in seinen Entscheidungen. Er hat weder mit dem „Basler Daig“ noch mit Cüpli-Sozialisten wie Anita Fetz oder Erich Nussbaumer eine gemeinsame Vergangenheit und kann sich die Sicht des unabhängigen Beobachters leisten.

Keine Redaktion in der Schweiz ist so frei zu berichten, wie die BaZ-Redaktion unter Markus Somm. Er ist loyal gegenüber seinen Mitarbeitern und steht hinter ihnen, wie es sich andere Journalisten nur wünschen können. Dass er keine Zensur übt, wird ihm auch übelgenommen. Die linken Politiker und Journalisten, werden nicht müde – wider besseren Wissens – zu behaupten, Blocher diktiere aus Herrliberg die Schlagzeilen – von BloZ ist die Rede. Äussert sich Blocher PRO Meinungsvielfalt, wird ihm das auch zum Nachteil ausgelegt, wie die TagesWoche in einem Beitrag vom 28.10.2016 eindrücklich beweist:

TW_Ch. Blocher.png

Es wird zum Boykott der BaZ aufgerufen und Markus Somm Abgang herbeigesehnt. Oft sogar aus der Medienbranche. Siehe Bsp. der MEDIENWOCHE HIER
Die Frage ist jedoch, was passiert, wenn Markus Somm weggeht und BaZ, bspw. von Tamedia übernommen wird? Der Qualitätsjournalismus würde verlieren. Basel bekäme ein «weder Fisch noch Vogel-Medium» – nur, diese Rolle hat ja schon die BZ Basel besetzt. Auch der TagesWoche würde es mit dem Verschwinden der BaZ in heutiger Form nicht besser gehen. Auch wenn sich die TagesWoche wieder einmal neu erfindet, der Zug ist abgefahren, aus ihr wird nie ein Qualitätsmedium.
An der Vorstellung von MQR-16 lobte die hier Schreibende die steigende Qualität der linken WOZ, Prof. Dr. Mark Eisenegger äusserte – als Privatbürger, wie er betonte – den Wunsch, die WoZ möge mehr Leser haben, da sie für Meinungsbildungsvielfalt beitrage. Himmel behüte, hätte ein Medienprofessor sich so offen PRO BaZ ausgesprochen. Er wäre gesteinigt worden.
Statt sich auf den Untergang der BaZ zu konzentrieren, könnten die linken Politiker die TagesWoche und BZ Basel abonnieren – gegenwärtig sieht die Bilanz schlecht aus – und deren Journalisten bessere Arbeit als die BaZ-Redakteure leisten und so nicht nur «eine» Zeitung «für Basel – ohne Tettamanti, Wagner, Somm und Blocher» bekommen. Aber das würde gegen die sozialistische Religion, die jeden Wettbewerb bekämpft, verstossen. Es ist eine Doppelmoral, die nur in Basel möglich ist. Als Somm BaZ-CR wurde, kündigten damals ca. 19`000 BaZ-Abonnenten – aus Protest(!) – in einer Stadt, in der jeder eine Chance bekommt, bekam sie Somm nicht. Interessanterweise wanderten diese 19`000 Abonnenten nicht zu anderen zwei bezahlbaren Medien TagesWoche und BZ.

Jeder, der die BaZ bekämpft, ohne ein besseres Produkt vorzuweisen, bekämpft auch Pressevielfalt, Medien- und Meinungsfreiheit. Die BaZ leistet einen grossen Beitrag zur Vierten Gewalt. Ohne Vierte Gewalt, keine Demokratie.
Dem Kapitalismus wohnt ein Laster inne: Die Verteilung der Güter. Dem Sozialismus hingegen wohnt eine Tugend inne: Die gleichmäßige Verteilung des Elends, sagte schon der kluge Sir W. Churchill. Die BaZ-Gegner wollen schlechten Journalismus für alle!

P. S.: Basel tickt nicht nur anders, Basel hat eine Schraube locker! 

Per Ende 2015 löste der Grüne Stadtpräsident, Guy Morin, – Zensur inklusive – die basel-städtische «Fachstelle Gleichstellung von Menschen mit einer Behinderung» auf. Bei der versuchten Rettung der Fachstelle fehlten bei der Abstimmung vier SP-Grossräte. Wären sie anwesend gewesen, hätten sie den knappen Entscheid umkippen können.
Es ist auch der Grüne Morin, der eine neue «Meldestelle für Menschen mit einer Behinderung, eine Art Briefkasten, wo Anliegen deponiert werden können», einrichtete, die sich jedoch in einem Gebäude befindet, das für Rollstuhlfahrer nicht zugänglich ist. Kein Witz, siehe HIER!
Der Sturm der Entrüstung kam aber erst zustande, als der BaZ-Redakteur Michael Bahnerth vor ein paar Tagen schrieb: «Ich verstehe nicht, weshalb wir ein Behindertenbüro brauchen, nachdem wir es abgeschafft haben, weil ich nicht glaube, sorry, dass 90 Prozent der Bevölkerung in einer Welt leben sollen, die für zehn Prozent baulich angepasst ist.». Plötzlich war die Rede von «Unmenschlichkeit», «Behindertenfeindlichkeit», «kaltem Herz» usw. usf. – Der BaZ(Redaktion), wohl verstanden.

Es war auch der SP-RR Hans-Peter Wessels, der die sgn. Strasseninitiative, die behinderte und ältere Menschen benachteiligt einsetzte.

Linke Politiker benachteiligen behinderte Menschen im Alltag mit Staatsmacht, BaZ-Redakteuren, wenn überhaupt, auf Papier. Moral der Geschichte: BaZ ist unsozial. Möge es verstehen, wer will, ich kann es nicht.

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