Ich bin Dschihadist und ich bin es leid, keine Anerkennung zu erhalten

Der irakische Schriftsteller und Menschenrechtsaktivist Faisal Saeed Al-Mutar, der Asyl in den USA erhielt und das Global Secular Humanist Movement gründete, veröffentlichte nach den dschihadistischen Attentaten in Paris vom 13. November 2015 eine Satire auf seiner Webseite.

Die Satire richtet sich direkt an die regressiven Linken, die sich in ihrem grenzenlosen Masochismus selbst die Schuld an den Attentaten zuschieben, und damit den islamischen Terroristen noch nicht mal die Anerkennung für die Attentate gönnen.

Es muss unglaublich frustrierend für einen islamischen Terroristen sein, wenn seine Ansichten und Motive von der Gesellschaft, die er terrorisiert, einfach nicht ernst genommen werden – und zwar selbst dann nicht, wenn er sie explizit ausgesprochen und mehrfach wiederholt hat.

Es ist wie in einem drittklassigen Monty-Python-Sketch:

«Wir haben dies getan, weil unsere heiligen Texte uns ermahnen, dies zu tun.»

«Nein, habt Ihr nicht.»

«Wie bitte? Doch, wir haben …»

«Nein, das hat mit Religion nichts zu tun. Ihr schiebt die Religion bloss vor die sozialen und geopolitischen Gründe.»

«WAS!? Hast Du überhaupt unsere offizielle Erklärung gelesen? Wir geben ausdrücklich eine koranische Begründung. Das ist ein Dschihad, ein heiliger Krieg gegen Heiden, Gotteslästerer und Ungläubige.»
«Nein, das ist definitiv kein Muslim-Ding. Ihr seid keine echten Muslime, und Ihr diffamiert eine grosse Religion, indem Ihr solches behaupten.»

«Hä!? Wer bist Du eigentlich, uns zu sagen, wir seien keine echten Muslime!? Der Islam ist buchstäblich im Mittelpunkt von allem, was wir tun, und wir haben die wahrste, wortgetreuste und ehrlichste Interpretation der Ursprungstexte umgesetzt. Sie ist der Sinn unserer Existenz.»

«Nö. Wir haben Euch kreiert. Wir installierten ein soziales und wirtschaftliches System, das Euch entfremdet und entrechtet, und das der Grund für Euere Taten ist. Das tut uns sehr leid.»

«Was? Warum entschuldigst Du Dich? Wir haben Euch gerade gnadenlos abgeschlachtet. Wir zielten auf ahnungslose Zivilisten – Entrechtung spielt dabei nicht die allergeringste Rolle!»

«Hör mal, es ist unsere Schuld. Wir geben Euch keinerlei Schuld, dass Ihr Euch nicht willkommen fühlt und ausrastet.»

«Im Ernst, hört auf diese Taten für Euch zu beanspruchen! Wir haben wirklich hart dafür gearbeitet, und wir lassen uns das nicht von Euch wegnehmen.»

«Nein, wir haben Eueren Extremismus genährt. Wir übernehmen die volle Schuld.»

«Oh, mein Gott, wie viele Menschen müssen wir denn noch töten, bis unsere Botschaft bei Euch ankommt?»

Dschihadisten 2

***

Originalversion:

It must be incredibly frustrating as an Islamic Jihadist not to have your views and motives taken seriously by the societies you terrorize, even after you have explicitly and repeatedly stated them. Even worse, those on the regressive left, in their endless capacity for masochism and self-loathing, have attempted to shift blame inwardly on themselves, denying the Jihadists even the satisfaction of claiming responsibility.

It’s like a bad Monty Python sketch:

“We did this because our holy texts exhort us to to do it.”

“No you didn’t.”

“Wait, what? Yes we did…”

“No, this has nothing to do with religion. You guys are just using religion as a front for social and geopolitical reasons.”

“WHAT!? Did you even read our official statement? We give explicit Quranic justification. This is jihad, a holy crusade against pagans, blasphemers, and disbelievers.”

“No, this is definitely not a Muslim thing. You guys are not true Muslims, and you defame a great religion by saying so.”

“Huh!? Who are you to tell us we’re not true Muslims!? Islam is literally at the core of everything we do, and we have implemented the truest most literal and honest interpretation of its founding texts. It is our very reason for being.”

“Nope. We created you. We installed a social and economic system that alienates and disenfranchises you, and that’s why you did this. We’re sorry.”

“What? Why are you apologizing? We just slaughtered you mercilessly in the streets. We targeted unwitting civilians – disenfranchisement doesn’t even enter into it!”

“Listen, it’s our fault. We don’t blame you for feeling unwelcome and lashing out.”

“Seriously, stop taking credit for this! We worked really hard to pull this off, and we’re not going to let you take it away from us.”

“No, we nourished your extremism. We accept full blame.”

“OMG, how many people do we have to kill around here to finally get our message across?”

***

4 Gedanken zu “Ich bin Dschihadist und ich bin es leid, keine Anerkennung zu erhalten

  1. Pingback: Stoff für’s Hirn | abseits vom mainstream - heplev

  2. Mein Gedanke, als ich den betreffenden Post auf Twitter las : Grotesk!

    Grotesk, diese Suggestion. Natürlich ist das Satire und Satire darf bekanntlich viel.
    Aber man stellt hier Linke derart als geradezu massochistische Naivlinge hin, dass sich der Verdacht nährt, dass hier einfach Parteipolitik betrieben wird.
    Die Thematik um die es eigentlich gehen sollte, ist die Frage nach Ursachen.

    Sich hier in Lächerlichkeit zu üben, widerspricht m.E. der Empörung über die anzuklagenden und aufzuklärenden Ereignisse.

    • Tuh nicht so als ob die Linken immer die Schuld bei sich selbst suchen. Es ist niemals die Kultur aus der sie kommen, wo es Jahrhunderte üblich war Menschen die einem nicht gefallen von hinten zu erstechen

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s