Operation Entebbe

Als deutsche Linke Juden von Nicht-Juden selektierten

Vor 40 Jahren, am Vormittag des 27. Juni 1976, startete ein Airbus der Air France in Tel Aviv mit dem Ziel Paris. Auf dem Zwischenstopp in Athen bestiegen vier schwer bewaffnete Terroristen die Maschine. Das Terror-Quartett, das sich «Kommando Che Guevara» nannte, bestand aus zwei Terroristen der Volksfront zur Befreiung Palästinas (Popular Front for the Liberation of Palestine, PFLP), sowie Wilfried Böse und Brigitte Kuhlmann, zwei Gründungsmitglieder der Revolutionären Zellen. Siehe:
http://www.welt.de/…/Als-deutsche-Linksextremisten-Juden-se…

Nach einem Stopp in Libyen landete die Maschine am Morgen des 28. Juni auf dem Entebbe International Airport in Uganda. Dort selektierten die beiden deutschen Terroristen Böse und Kuhlmann die jüdischen von den nicht-jüdischen Passagieren und drohten, die Juden zu töten, sollte auf ihre Forderungen nicht eingegangen werden. Sie verlangten 53 inhaftierte Gesinnungsgenossen aus israelischen, deutschen, französischen und Schweizer Gefängnissen freizulassen.

Neben über 100 israelischen Staatsbürgern, also Juden, wurden auch 22 jüdische Franzosen und ein jüdischer Staatenloser selektioniert. Die übrigen Geiseln wurden freigelassen. Es waren also mitnichten ausschliesslich Israelis, die selektioniert wurden, wie von Linken immer wieder als Rechtfertigung für die «legitime Israelkritik» angeführt wird. Als ein Holocaustüberlebender dem Terroristen Wilfried Böse dabei seine eintätowierte Häftlingsnummer zeigte und ihn so an die Selektion in den Konzentrationslagern erinnerte, erwiderte Böse auf den darin implizierten Vorwurf, er sei kein Nazi, sondern Idealist: https://de.wikipedia.org/wiki/Operation_Entebbe

Der verlinkte Wikipedia-Artikel bietet ebenfalls eine seriöse Zusammenfassung und ist gut dokumentiert mit weiterführenden Links.

Acht Tage nach Beginn der Entführung machten sich mehrere Maschinen mit Soldaten der Eliteeinheit Sayeret Matkal unter Führung von Yoni Netanyahu (dem Bruder des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanyahu) im Tiefflug auf den Weg und landeten im Schutz der Dunkelheit auf dem Flughafen von Entebbe. Im Feuergefecht mit den Terroristen und ugandischen Wachen starben Yoni Netanyahu und die Passagiere Ida Borochovitch, Jean Jacques Maimoni und Pasko Cohen. Die 75-jährige Israelin Dora Bloch, die zuvor in ein ugandisches Krankenhaus gebracht worden war, wurde nach der Befreiungsaktion im Krankenhaus erschossen.
102 Geiseln konnten befreit werden. Die «Operation Entebbe» gilt als kühnste Befreiungsaktion der Geschichte.

Wer sich weiterbilden möchte, dem empfehlen wir diesen Dokumentarfilm:

Der oben verlinkte Wikipedia-Artikel bietet ebenfalls eine seriöse Zusammenfassung und ist gut dokumentiert mit weiterführenden Links.

Spielfilm mit Charles Bronson:

 

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3 Gedanken zu “Operation Entebbe

  1. Diese Geschichte ist so atemberaubend. Man benötigt Hintergrundwissen wie dieses, um wenigstens oberflächlich zu begreifen, wie hier in Israel – zumindest nicht von den Dümmsten – gedacht wird.
    Chaim Israel!

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