Die Prioritäten des EDA im Nahostkonflikt

David Klein David Klein

Einen Tag nachdem in der Basler Zeitung zu lesen war, dass EDA-Vorsteher Didier Burkhalter der radikalislamischen Terrororganisation Hamas «helfen» will, sich mit der nicht minder radikalen Fatah (PLO) zu «versöhnen», ermorden am 8. Juni in Tel Aviv die zwei Hamas-Mitglieder Muhammad and Khalid Muhamra im selben Restaurant, in dem sie sich zuvor ein Dessert gegönnt hatten, vier israelische Zivilisten und verwunden weitere schwer.

Eines der Opfer, Ido Ben Ari, wurde vor den Augen seiner Frau und seiner zwei Kinder getötet, seine Frau schwer verletzt. Ein Video auf «LiveLeak» zeigt, wie einer der Terroristen vom Tisch aufsteht und der Frau hinter ihm in den Kopf schiesst:

Augenzeugenberichten zufolge feierten Palästinenser in der West Bank, Gaza und am Damaskus Tor in Jerusalem das Massaker. Es wurden Süssigkeiten verteilt und Freudenfeuer entfacht. In den palästinensischen sozialen Medien wurden die Morde mit Hashtags wie #Carlo Bullet (Name des von den Terroristen verwendeten Maschinengewehrs), #Ramadan Operation oder #We broke the fast killing them bejubelt.

Das EDA reagierte umgehend mit folgenden Medienmitteilungen:

08.06. Internationale Gemeinschaft will AIDS bis 2030 aus der Welt schaffen
09.06. Euro 2016: Das House of Switzerland in Paris öffnet seine Tore für Fussball und Schweizer Kultur
09.06. Didier Burkhalter in Kanada: Bern und Ottawa sprechen sich für die Stärkung ihrer diplomatischen Beziehungen aus

Als am Nachmittag des 9. Juni noch immer keine Medienmitteilung des EDA zur Terrorattacke in Tel Aviv erfolgt war, schrieb ich folgende Mail an Wolfgang Amadeus Brülhart, Chef Abteilung Mittlerer Osten und Nordafrika, den ich aus seiner Zeit als Botschafter in London kenne und mit dem ich mich seit geraumer Zeit über den Nahostkonflikt austausche:

From: KLEIN DAVID 
Subject: Tel Aviv
Date: 9. Juni 2016 um 14:11:35 MESZ
To: Brülhart Wolfgang Amadeus EDA BTW 

Lieber Wolfgang

Ok, verstehe. Ihr «verurteilt» die Hinrichtungen in Gaza durch die Hamas (etwas, das täglich passiert).

Aber kein Wort zu den Morden von Tel Aviv, begangen von Mitgliedern der Hamas, richtig, der Hamas, denen Burkhalter «helfen» will. Die Hamas, die bereits weitere «Überraschungen zum Ramadan» ankündigte.

Burkhalter besteht also weiterhin darauf, mit den Steuergeldern von Schweizer Juden eine Bevölkerungsgruppe zu alimentieren, die gemäss Punkt 7 ihrer Charta alle Juden vernichten will.

Schämt Ihr Euch eigentlich gar nicht…?

Gruss
David

Am Samstag um 16 Uhr 22 kam seine Antwort:

From: Brülhart Wolfgang Amadeus EDA BTW 
Subject: Re: Tel Aviv
Date: 10. Juni 2016 um 16:37:12 MESZ
To: KLEIN DAVID 

Danke, lieber David!

In der Beilage findest du unsere heutige oeffentliche Stellungnahme!

Gruss Wolfgang

Le DFAE condamne l’attentat à Tel Aviv

Berne, 10.06.2016 – Le Département fédéral des affaires étrangères (DFAE) condamne l’attentat commis à Tel Aviv le 8 juin 2016 qui a fait au moins quatre victimes et plusieurs blessés. Le Conseiller fédéral Didier Burkhalter, chef du DFAE, adresse ses condoléances aux familles des victimes et fait part de sa solidarité avec les blessés.

Dans un contexte sécuritaire régional marqué par une recrudescence des violences, le DFAE appelle toutes les parties à faire preuve de modération et les invite à prendre des mesures pour prévenir une escalade. Le DFAE demande également aux acteurs politiques palestiniens, en particulier le Hamas, à s’opposer à toute incitation à la violence. Les autorités israéliennes sont également appelées à prendre en considération les conséquences que ses mesures auront sur les droits de la population palestinienne.

Wolfgang Amadeus Bruelhart
Mobile: 0041798753597
Swiss Foreign Ministry – MENA
3003 Berne/ Switzerland

Abgesehen davon, dass ich als Schweizer Jude das EDA, dessen Vorsteher Burkhalter mit meinen Steuergeldern die «Versöhnung» zweier palästinensischer Organisationen herbeiführen will, die in ihren Chartas meine Vernichtung fordern, darauf aufmerksam machen muss, den Anstand zu haben, eine Medienmitteilung zu veröffentlichen, wenn palästinensische Terroristen israelische Zivilisten umbringen, fällt bei der Medienmitteilung Diverses auf.

Spricht das EDA in einer Medienmitteilung vom 21. April 2016 zum Treffen des Justiz- und Innenministerrats (JI-Rat), an dem auch Simonetta Sommaruga teilnahm, von den «Terroranschlägen von Brüssel», stuft es die Morde von Tel Aviv lediglich als «Attentat» ein, das Wort «Terror» ist nirgends zu finden. Weiter ist von einem «Wiederaufflammen der Gewalt» die Rede, ohne dass benannt wird, dass die Gewalt ausschliesslich von palästinensischen Gruppierungen und Privatpersonen ausgeht, die israelische Gewalt hingegen stets reaktiv ist.

Die Marschrichtung stimmt. Bereits in der Medienmitteilung des EDA zur «Eskalation im Nahen Osten vom 07. Oktober 2015 verallgemeinert das EDA grob («Gewalt und Provokationen beiderseits») und setzt damit die Morde an Männern, Frauen, Kindern und Neugeborenen durch palästinensische Terroristen moralisch gleich mit der Verteidigung der IDF-Soldaten und Sicherheitskräfte.

Das ist so, wie wenn man die Verbrechen der Nazis an den Juden moralisch mit dem Versuch der Verteidigung der Juden im Warschauer Ghetto gleichsetzen würde. Wäre das heutige EDA während des Zweiten Weltkriegs für die Medienmitteilungen der Schweiz zuständig gewesen, hätte sich das wohl so angehört:


«Das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) ist besorgt über die Gewalteskalation zwischen der NSDAP und den europäischen Juden in den letzten Wochen. Das EDA ist der Ansicht, dass die Gewalt und die Provokationen beiderseits die Bemühungen zur Stärkung des Vertrauens und der Hoffnung auf Frieden untergraben. Angesichts der jüngsten Ereignisse ruft die Schweiz alle Parteien dazu auf, auf Gewalt, Provokation und jegliche andere Handlung zu verzichten, welche die aktuell sehr angespannte Lage weiter verschärfen könnten. Die Schweiz drückt den Familien und Angehörigen der Opfer der jüngsten Eskalation des Konflikts zwischen der NSDAP und den europäischen Juden ihre aufrichtige Anteilnahme aus. Die Schweiz fordert die Mitglieder der Waffen-SS, Gestapo und Wehrmacht und die europäischen Juden auf, sich an ihre völkerrechtlichen Verpflichtungen zu halten.»

Um die unzulässigen Verallgemeinerungen und unmoralischen Gleichsetzungen des EDA einordnen zu können, sollte man folgendes Video anschauen.

In dem Video ist ein Firmenwagen der Telefongesellschaft Bezeq (wo der Terrorist langjähriger Angestellter mit gutem Lohn und sämtlichen Sozialleistungen war) zu sehen, der mit hohem Tempo ungebremst in eine Bushaltestelle rast. Zwei Frauen werden infolge des Aufpralls durch die Luft geschleudert und schwer verletzt. Der Terrorist steigt aus, ein beleibter älterer Mann in schwarzem Rock versucht zu fliehen. Es handelt sich um den 60-jährigen Rabbiner Yeshayahu Krishevsky. Der Terrorist, ein Palästinenser aus einem arabischen Viertel Jerusalems, holt den fliehenden Rabbiner ein. Der alte Mann stürzt, worauf der Terrorist mit seiner Axt auf seinen Kopf einschlägt und ihn umbringt, bevor er von einem Sicherheitsmann angeschossen wird (a propos «gegenseitige Provokation»).

Seit einem Treffen in Bern im Juni 2015 beliefere ich Wolfgang Amadeus Brülhart regelmässig mit Informationen, die die unhaltbaren Positionen des Bundesrats bezüglich Israel belegen. Bei diesen Positionen handelt es sich um die EDA-Finanzierung der UNRWA, einer Organisation, die enge Kontakte zur Hamas pflegt (die dadurch indirekt von Schweizer Steuergeldern profitiert) und deren Mitgliedern seit Jahren antisemitische Hetze, Rassismus und Unterstützung von Terrorismus nachgewiesen werden. Auch die rechtlich nicht legitimierten «Grenzen von 1967» sowie die EDA-Unterstützung der radikal antiisraelischen NGO «Islamic Relief Worldwide», die in Israel seit 2014 verboten ist, wurden von mir moniert.

Ich informierte Brülhart ausserdem über die Hetze gegen Juden seitens der vermeintlich «gemässigten» palästinensischen Autonomiebehörde (PA). Unter anderem mit diesem Video, in dem Palästinenser zum Mord an Juden aufgestachelt werden.

Auch von folgendem Video des aufgrund fehlender Neuwahlen seit Jahren nicht mehr legitimierten PA-Präsidenten und Holocaustleugners Mahmud Abbas, der bis dato nicht nur keinen der Anschläge verurteilt hat, sondern die Mörder sogar ausdrücklich lobt, hatte Brülhart durch mich Kenntnis.

Abbas: «Jeder Tropfen Blut, der in Jerusalem verschüttet wurde, ist reines Blut, solange es für die Sache Allahs war. Alle Märtyrer werden in den Himmel kommen, und jeder Verletzte wird belohnt werden, so Allah es will. Die Israelis haben kein Recht, unsere heiligen Stätten mit ihren schmutzigen Füssen zu entweihen. Wir werden alles tun, um Jerusalem zu verteidigen.»

Dass diese beiden Videos (ich hatte sie auch an 20 Minuten geschickt) und die in jeder Hinsicht verwerflichen Äusserungen des PA-Präsidenten in keinem der Schweizer Medien erwähnt wurden, die Abbas kontinuierlich als «Friedenspartner» für Israel verklären, spricht Bände.

Beim EDA zeigen diese Informationen jedoch offensichtlich Wirkung, denn erstmals thematisiert das EDA in der aktuellen Medienmitteilung die antiisraelische Agitationen durch Hamas und Fatah: «Das EDA appelliert zudem an alle palästinensischen politischen Akteure, insbesondere die Hamas, sich jeder Anstachelung zur Gewalt entgegenzustellen.»

Auf meine Frage, ob das EDA ohne meine Intervention keine Medienmitteilung zu den Terroranschlag in Tel Aviv veröffentlicht hätte, antwortet Brülhart:

From: Brülhart Wolfgang Amadeus EDA BTW 
Subject: Re: Tel Aviv
Date: 11. Juni 2016 um 04:38:06 MESZ
To: KLEIN DAVID 

Nein, David, das ist falsch. Eine Pressemitteilung war in Vorbereitung als du schriebst!

Morgengruss

Wolfgang Amadeus Bruelhart

Demzufolge war also eine EDA-Medienmitteilung betreffend des vierfachen Mordes an Zivilisten in Israel, begangen von Mitgliedern der radikalislamischen Hamas, denen EDA-Vorsteher Burkhalter mit Schweizer Steuergeldern «helfen» will und die ganze fünf Sätze umfasst, drei Tage «in Vorbereitung», während gleichzeitig Medienmitteilungen in epischer Länge zu «Massnahmen gegen AIDS», «Möglichkeiten für einen Ausbau der Beziehungen» mit der neuen kanadischen Regierung und zu «Fussball und Schweizer Kultur» veröffentlicht wurden. Sollte das zutreffen, spricht es nicht für die Effizienz der Heerscharen von Mediensprechern, die bei der «Information EDA Bundeshaus West» Schweizer Steuergelder beanspruchen.

7 Gedanken zu “Die Prioritäten des EDA im Nahostkonflikt

  1. Pingback: Stoff für’s Hirn | abseits vom mainstream - heplev

  2. Der Kampf gegen Antisemitismus und Dummheit wird nicht zu gewinnen sein, solange selbst westliche Regierungen mit Voreingenommenheit und Blindheit geschlagen sind.
    Wir Schweizerinnen und Schweizer haben allen Grund, uns für unseren Aussenminister zu schämen. Burkhalter weiss um die skandalöse, menschenverachtende Kindererziehung in Palästina. Wenn er Charakter hätte, würde er sämtliche Hilfsgelder stoppen, solange in den dortigen Schulen und Moscheen und über die Medien, Kinder zum Mord an Juden aufgerufen wird. Leider sind wir Steuerzahlende gezwungen, diese verbrecherische Kindererziehung mitzufinanzieren.
    Ein Hoffnungsschimmer sind Palästinenser, wie z.B. Bassam Tawil:
    https://www.audiatur-online.ch/2016/02/04/lektionen-die-wir-palaestinenser-lernen-koennen/
    oder Khaled Abu Doameh: http://de.gatestoneinstitute.org/7888/palaestinenser-feiern-terrorismus

  3. Ich entnehme der französischen Stellungnahme des EDA:“ Die Israelische Behörde wird ausserdem aufgefordert die Folgen ihrer Massnahme auf die Palästinensische Bevölkerung zu berücksichtigen.“ Geht’s noch? Heisst dies, Israel halte dich ja zurück? Lass dir die ständigen Angriffe auf deine Bevölkerung gefallen? Und berücksichtige ja nicht die Folgen für die nun verwaisten Kinder! Die Palästinenser sind mit Sorgfalt zu behandeln?
    Sorry aber langsam geht mir der Hut hoch.

  4. Burkhalter ist ein Moron der übelsten Art! Ein Verräter aller Schweizer! Anstelle, dass er zu Hause seine hausaufgaben macht, vesucht sich diese 0-Nummer pausenlos auf dem internationalen Parkett. Eine Lachnummer, wenn’s nicht so traurig wäre!

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s