Messerschwingen – die Essenz heutiger palästinensischer Kultur

Von Paul Uri Russak photo

Lage der Nation

Tag für Tag, morgens, mittags und abends schalten wir die Nachrichten im Fernsehen oder im Radio ein, in der Erwartung die tägliche Zahl jüdischer Opfer und mordender arabischer Möchtegern-Märtyrer zu vernehmen. Seit der Spuk begann, sind wir noch nie enttäuscht worden. Judenmord ist inzwischen zum Sport arabisch-„palästinensischer“ Messerschwinger jeden Alters geworden. Von zwölfjährige Buben bis zu Müttern mittleren Alters versuchen sich in diesem Sport. Sogar eine Oma von zweiundsiebzig Jahren versuchte in ihrem Auto Israelis zu überfahren. Das statistische Resultat ist traditionell zu Gunsten Israels: Es gibt bisher drei bis viermal mehr tote Palästinenser, als tote Israelis. Doch kann man das auch umgekehrt sehen: vermehrt, doch noch nicht genügend, sieht die moderne Welt den extremistischen Islam als Todeskult, nicht als Religion. Die Täter wollen Märtyrer werden, sich für Allah opfern und sich himmlischer Freuden mit zweiundsiebzig Jungfrauen hingeben. Wie das mit Märtyrerinnen funktionieren soll bleibt eine offene Frage. All das mag sarkastisch klingen, doch ist Sarkasmus unumgänglich um mit dieser Situation umgehen zu können. Es ist eine der grossartigen Eigenschaften Israels, dass seine Bürger mit Kriegen und kriegsähnlichen Vorgängen wie jetzt umgehen können, ihr Leben weiterleben ohne die Hoffnung oder gar den Verstand zu verlieren. Das Leben geht weiter, die israelische Wirtschaft floriert, kulturelles Leben ebenso. Warum? Weil sich israelische Bürger ihren Tagesablauf nicht von fanatischen Feinden, heute vor allem der islamofaschistischen Sorte, beeinflussen lassen wollen – auch wenn es Ausnahmen gibt.

Jeder Jude ist ein potentielles Opfer, nicht nur in Israel. Juden, wie auch nichtjüdische Menschen, werden Opfer arabisch-islamistischen Terrors, sei das in Paris, London, den USA, Spanien …. . Israelische Bürger schauen sich in den Strassen über die Schulter, einige haben Angst, denn die Gefahr er- oder angestochen zu werden ist im Israel dieser Tage real. Doch das Leben muss weitergehen, der jüdische Staat überlebt und gibt nicht klein bei – er überlebt mit Bravour. Das hat Tradition.

Religiös oder nationalistisch?

Auch ich gehörte lange Jahre zu denen, die den arabisch-israelischen Konflikt als Streit über eine Liegenschaft namens Palästina zu sehen. Einen Streit über Land, so sollte man vernünftigerweise denken, sei mit gutem Willen lösbar. Doch die Geschichte zeigt uns, was viele wie ich nicht sehen wollten, dass dem nicht so ist – denn dieser Konflikt ist religiös. Es geht um Juden, die muslimisches Land „besetzen“, was nach islamischen Gesetzen verboten sein soll. Und da Religion mit Vernunft wenig zu tun hat, ist die heutige Situation entstanden. Aufgestachelt von islamistischen Führern, auch ausserhalb Israels und Palästinas, haben arabische Staaten wiederholt zu den Waffen gegriffen und Israel attackiert. Arabischen Terror gegen Juden gab es schon vor hundert Jahren. Mit dem modernen jüdischen Staat Israel haben Ägypten und Jordanien formell Frieden geschlossen – auch wenn deren Völker nicht so gerne mitmachen, denn der Juden- und Israelhass sitzt tief. Es ist ein Frieden Israels mit den beiden Regierungen, kaum mit deren Volk. Heute sind es palästinensische Fanatiker, angestachelt und aufgehetzt von Imamen, Terrorverbänden und auf deren Zug aufgesprungene arabische Politiker – was auch für einige israelisch-arabische Parlamentarier gilt. Wie für den Führer der nordisraelischen Muslimbruderschaft und Hamas-Filiale Scheich Raed Salah von Umm el-Fahm, der seit sehr vielen Jahren schreit, die Al-Aksa sei in Gefahr. Eine Jahrhundertlüge, die er von seinem Idol, dem nazifreundlichen Grossmufti von Jerusalem Hadj Amin al-Husseini (1897 – 1974) übernommen hat. Mit dieser Lüge, die auf uneingeschränktem, aber sehr wohl kontrolliertem Judenhass beruht, haben Leute wie dieser Scheich, Palästinenserpräsident Mahmud Abbas, der Präsident des palästinensischen Fussballverbandes Jibril Rajoub, der heutige Jerusalemer Mufti Muhammad Hussein und andere es fertiggebracht eine mögliche dritte Intifada auszulösen – die heutige Epidemie der Messerstecher und Autoüberfahrer auszulösen. Diese selbsternannten Führer des palästinensischen Volkes – denn Wahlen gab es dort schon seit vielen Jahren nichts mehr – hetzen ihr Volk, besonders die in ihren Schulen hirngewaschenen Kinder und Teenager, zum Töten von Juden auf.

Die al-Aksa Lüge

Nach Abschluss des Sechstagekrieges von 1967, in dem Israel das bisher von Jordanien besetzte(!) Ostjerusalem eingenommen hatte, beschloss der damalige Verteidigungsminister Israels, Moshe Dayan, den Tempelberg muslimischer Verwaltung zu übergeben und sich für Juden mit der sogenannten Klagemauer zu begnügen. Er hätte auch anders entscheiden können, doch wollte er ein Zeichen der Verständigung und Versöhnung zwischen Muslimen und Juden setzen. Zudem interessierte ihn Religion äusserst wenig. Der Tempelberg müsse einfach für alle Menschen und alle Religionen offen sein. An dieser Regelung hat sich, was Israel betrifft, nichts geändert. Was den Islam betrifft wurde der Tempelberg zu einem Zentrum des Juden- und Israelhasses. Israel hat mit der WAKF (der muslimischen Behörde des Tempelberges) das seltsame anmutende Abkommen getroffen, dass auf dem gesamten Tempelberg nur Muslime beten dürfen. Das hat zum Beispiel zur Folge, dass ein gesetzestreuer Jude, der dort einen Apfel essen will und davor einen Segen sagt, verhaftet wird. Soweit geht israelische Grosszügigkeit, die von immer weniger Israelis verstanden wird.

Dass die al-Aksa in Gefahr sei, ist heute die islamistische Jerusalem Lüge schlechthin. Natürlich gibt es fanatische Juden, die beispielsweise den alten jüdischen Tempel, der vor rund zweitausend Jahren von den Römern vernichtet worden ist, wieder aufbauen wollen. Fanatiker und Extremisten gibt es überall in der Welt. Man lebt damit – solange sie keinen Schaden anrichten, werden sie nicht ernstgenommen. Genauso ist es auf dem Tempelberg – diese jüdischen Nostalgiker bauen zwar wunderschöne Modelle des alten Tempels, reden darüber – aber tun sonst nichts. Bedrohlich sind jedoch die von der palästinensischen Regierung gut bezahlten arabischen Weiber und Jugendlichen, die sich auf Touristen und andere Besucher stürzen, sie anschreien und bedrohen. Sie tun das, in guter palästinensischer Tradition, besonders gerne, wenn die Presse mit Kameras und Mikrophonen „zufällig“ anwesend ist.

Existenzbedrohend – mitnichten

Der gegenwärtige Zustand der Intifada ist für Israel bei weitem nicht existenziell bedrohlich. Doch er bewirkt, dass Sympathien des israelischen Publikums für palästinensische Anliegen weiter erkalten. Ein unabhängiger palästinensischer Staat, so wünschenswert er grundsätzlich ist, ist in noch weitere Ferne gerückt, der Gedanke gemeingefährliche Judenhasser der wirren rassistischen Art als mordsüchtige Nachbarn zu haben, findet immer weniger jüdische Sympathisanten in Israel. Das geht auch auf Kosten anständiger und netter israelischer Araber, die die Mehrheit bilden, doch durch ihre Furcht öffentlich dagegen Stellung zu beziehen irrelevant geworden sind. Leider ist auch festzustellen, dass öffentlich eine gewisser Ablehnung durch arabische Israelis gegenüber ihrem Staat festzustellen ist. Scheich Salah hat Überzeugungsarbeit geleistet, doch ist die grosse Mehrheit Israels arabischer Bürger unter keinen Umständen bereit, die Vorteile des Lebens in der freien israelischen Gesellschaft aufzugeben, von materiellen und sozialen Vorteilen ganz zu schweigen. Doch sie haben Angst um sich und ihre Familie und geben das oft auch zu, allerdings nur guten Freunden gegenüber. Innerarabischer Terror und alte kulturelle Eigenheiten vereitelt sich offen und angstfrei auszudrücken. Ähnliches gilt noch stärker für die Palästinenser der Westbank, die allerdings nicht nur durch den eigenen Terror, sondern auch durch Taten fanatischer jüdischer Siedler leiden. Mehr darüber ist im empfehlenswerten Buch „Cain’s Field“ von Matt Rees (Free Press 2004), zu finden, der dieses Thema fair und informativ beschreibt.

Zusammengefasst denke ich, dass sich der Palästina-Israel Konflikt zu einem Nebenschauplatz des heutigen innerislamischen Bürgerkriegs entwickelt hat. In Irak und Syrien sind christliche und andere Minderheiten Opfer eines ausgeflippten islamischen Religions- und Rassenhasses geworden. In Israel und auf der Westbank sind es Juden, die verfolgt werden – auch wenn dabei weit mehr hirngewaschene Palästinenser zu Grunde gehen. Vor allem junge. Sie sind das Resultat ihrer Erziehung zum Judenhass in öffentlichen und UNWRA Schulen, Moscheen und oft auch Familie. Vor allem sollte einmal mehr der prägnante Unterschied zwischen dem reaktionären islamistischen Todeskult der Palästinenser und anderer Jihadisten und dem „Kult“ zum Leben, zur Freude, zum Lernen und Entwickeln, zum Kreieren und Produzieren der Bürger Israels hervorgehoben werden – mit allem, das damit verbunden ist. Hier Hass und Mord, da Mitleid, menschliche Hilfe auch für den Feind und wirkliche Kreativität, die sich nicht nur im Erfinden weiterer Waffen ausdrückt – obwohl Israel notgedrungen zu den führenden Waffenentwicklern der Welt gehört.  Mit ersterem kommt kein Volk voran – gerade die neuere Geschichte des Nahen Ostens demonstriert das auf eindrückliche Weise. Traurig, doch das ist die Realität von heute.

 

 

3 Gedanken zu “Messerschwingen – die Essenz heutiger palästinensischer Kultur

  1. In Israel ist es der Tempelberg der „angeblich“ in Gefahr ist. Im westen sind es Rache für die Kreuzritter und allgemein gegen die Ungläubigen. es ist schon erstaunlich, dass die Welt immer noch auf diese kruden Begründungen hereinfällt.
    Bis die ganze Welt sich mit diesen total Verrückten auseinander setzten muss. Aber dies hat natürlich überhaupt nichts mit dem Islam zutun., komisch das fast jeder Terrorist ein Muslim ist.

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s