Die Kunst zu Lügen – eine Meinung zum derzeitigen Terrorfestival der Palästinenser

Eine etwas andere Kritikphoto

Von Paul Uri Russak

Mit Messern werden Juden in Israel dieser Tage zu Dutzenden angefallen, oft getötet oder verletzt. Die Täter wurden bisher von zufällig anwesenden bewaffneten Soldaten oder Polizisten am Ort ihrer Tat erschossen oder innert Stunden erwischt. Der Grund für diese Morde und Attacken beruht auf einer der grossen Lügen des Mittleren Ostens: „Al-Aksa ist in Gefahr“. Al-Aksa ist die kleinere der zwei Moscheen auf dem Tempelberg Jerusalems und gilt, gemäss der Enzyklopädie des Islams, nach Mekka und Medina als islamisches Heiligtum Nummer drei dieser Religion.
Auf Grund meines Wissens und meiner Erfahrungen behaupte ich Folgendes: Wenn ich heute als Jude oder ein anderer als Christ den Vatikan, eine Kirche oder eine Synagoge besuche, werde ich dort freundlich als Gast empfangen. Man freut sich über den Besuch und lässt den Gast dem Gottesdienst beiwohnen und niemand kommt auf den Gedanken, ihn zu bedrohen. Doch im Islam kann es ein wenig anders sein. Schon Karl May hatte es gewusst: ein Nichtmuslim, dem es gelingt Mekka und der Kaaba einen Besuch abzustatten, wird dafür verfolgt oder gar umgebracht. Ob das eine Vorschrift aus dem Koran ist weiss ich nicht und ist mir auch völlig egal, denn im Jahre 2015 sollte mittelalterlicher religiöser Hass keinen Platz mehr haben. Zugegeben, eine teilweise naive Illusion. Die heutigen Vorgänge der Religionskriege in der muslimischen Welt demonstrieren das Gegenteil. Noch nie war das so klar zu sehen wie heute auf dem Tempelberg in Jerusalem oder bei den Massenmorden an Christen, Kurden, Jesiden und weiteren Minderheiten durch die IS in Syrien und im Irak und die Muslimbrüder Ägyptens.
Es ist eine blutige Olympiade der Heiligkeit Jerusalems entstanden, verursacht durch die Gutmütigkeit des ehemaligen Verteidigungsministers Israels, Mosche Dayan. Nach der Eroberung der Jerusalemer Altstadt durch die israelische Armee im Sechstagekrieg in 1967 entschied er, den Tempelberg unter die administrative Hoheit der Muslime (Wafk) Jerusalems zu stellen. Religion interessierte ihn wenig. Ulrich Sahm stellte es in der Website Hagalil vom 1. Juli 2007 kurz und trocken dar: „7. Juni: 9:50 Uhr Israelische Truppen entern die Altstadt Jerusalems. „Der Tempelberg ist in unseren Händen“ funkt General Motta Gur um 10:15 Uhr. Soldaten erreichten die Klagemauer. Verteidigungsminister Mosche Dayan befiehlt, die israelische Flagge vom Tempelberg herunterzuholen und überlässt die „Heiligste Stätte des Judentums“ mit der El-Aksa Moschee der Verwaltung, [der Wakf] der religiösen islamischen Behörde Jerusalems.“ Moshe Dayan hatte mit Religion wenig am Hut und wollte mit diesem Entscheid der arabischen Welt gegenüber ein versöhnliches Zeichen setzen. Heute dürfen Juden auf dem Tempelberg nicht beten – die Muslime könnte das verletzen. Ich sah vor Jahren wie dort ein betender Jude von der israelischen Polizei verhaftet wurde. Er hätte gegen dieses „Betverbot“ verstossen und damit den Islam, wie es hiess, beleidigt. Zwar haben die meisten orthodoxen Rabbiner entschieden, dass Juden bis zum Bau eines neuen Tempels (dem dritten), den Tempelberg nicht zu besuchen hätten, doch gibt es leider auch unter uns Juden religiöse Fanatiker, die das Rad der Geschichte zurückdrehen, ja sogar einen dritten Tempel bauen wollen. Doch sind diese Leute sentimentale Träumer und religiöse oder nationalistische Fanatiker. Sie besitzen keinerlei Aussicht, diesen Plan zu verwirklichen. Denn, sollten den neu-alten Temple am alten Ort errichten, wäre das nicht nur ein Grund für eine blutige Intifada, sondern könnte zu einem Weltkrieg der muslimischen Welt gegen Israel und die westliche Zivilisation als Ganzes ausarten. Die islamischen Behörden Israels, die arabische Intelligenzia, die Imame und Kadis, wie auch die arabischen Knessetmitglieder wissen das sehr gut – doch nehmen sie dazu nicht der Wahrheit entsprechend Stellung. Ihr Hass auf alles Jüdische zwingt sie die Lüge „Die Al-Aksa ist in Gefahr“ reflexartig zu akzeptieren und weiter zu verbreiten. Leider wird diese offensichtliche Unwahrheit von den meisten Palästinensern gerne geglaubt und in antiisraelische Gewalt umgesetzt. Scheich Ra’ed Salah, ehemaliger Bürgermeister der grössten muslimischen Stadt Israels, Umm-el-Fahm, der heute der der Muslimischen Bruderschaft Aegyptens nahestehenden Islamischen Bewegung Nordisraels vorsteht, hetzt seit Jahren mit der Lüge „Al-Aksa ist in Gefahr“ arabische Israelis und Palästinenser der Westbank und Gaza gegen den jüdischen Staat auf. Erfolg damit erzielte er allerdings erst jetzt, mit der passiven Hilfe palästinensischer Politiker wie Mahmud Abbas und Jibril Rajoub, die es bisher nicht einmal fertig brachte die vielen Mordanschläge zu verurteilen. Es muss einmal gesagt werden: kein vernünftiger Politiker Israels erwägt auch nur im Entferntesten den Status-quo auf dem Tempelberg zu ändern. Bisher hat noch kein israelischer Araber, mit Ausnahme einiger aus Ost-Jerusalem, einen Anschlag verübt. Es ist zu hoffen, dass diese Tatsache sich nicht in Bälde als überholt erweisen wird.
Vor kurzem sprach ich mit arabischen Freunden und fragte sie offen, was sie zur heutigen Lage zu sagen hätten. Ich sagte ihnen, dass es in Israel auch heute friedenswillige Juden gäbe, die bei Friedensdemonstrationen Hundertausende auf die Strasse brachten. In der gesamten arabischen Welt gibt es nichts Entsprechendes. Öffentliche palästinensische und arabische Demonstrationen sind stets, ja ausschliesslich, Ausdruck von Israel- und Judenhass. Warum ist das so? Es gibt Palästinenser und Araber, die öffentlich dazu Stellung beziehen, ohne diesen Hass zu predigen und zur Vernunft und Verständigung aufrufen. Doch sind sie alle, ja ausschliesslich, in westlichen Ländern zu finden. Denn würden sie in einem arabischen und vor allem islamischen Staat wohnen, wären sie ihres Lebens nicht mehr sicher. Ein Kanadier arabischer Abstammung mit Namen Fred Maroun schrieb einen Blog mit Titel „I am embarrassed to be an Arab“. Dieser Mann hat Mut auch wenn er in Nordamerika lebt.
Auf der Angst um ihr Leben beruhen auch die ausweichenden Antworten meiner arabischen Freunde. Es ist diese Angst, die sie abhält Selbstverständlichkeiten und Wahrheiten, die nicht in die Ideologie des Palästinismus passen, offen zu vertreten. Leider ist heute noch klarer als früher zu sehen und zu verstehen, dass in der arabischen Gesellschaft Probleme vor allem durch rohe, ja tödliche Gewalt gelöst werden. Was heute in der arabischen Welt vorgeht, demonstriert das klarer als uns lieb ist.

6 Gedanken zu “Die Kunst zu Lügen – eine Meinung zum derzeitigen Terrorfestival der Palästinenser

    • Ja danke, wenn Uri einseitig schreibt? wie schreiben dann unsere Medien? Siehe Tagesanzeiger 8.10.2015 Artikel von Claudia Kühner (Der Tempelberg als nächstes Ziel) Einseitig und mit Halbwahrheiten und Lügen gespickt. Mehr geht wirklich nicht Hoffentlich. Sonst müsste ich um den Verstand der Medien bangen.

    • Leute, die aus Feigheit ihren Namen nicht nennen, sollten auf diesem Blog gar nicht schreiben dürfen. Ich bin mit Uri auch nicht immer einverstanden, aber was er hier schreibt, trifft leider zu.

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