Lernunfähig: UNI Zürich

Was hat sich die intellektuelle Elite der Uni Zürich schon nicht geleistet? Wir erinnern uns: Zürcher Bildungsdirektorin Aeppli befiehlt die Entlassung des Kurators des medizinhistorischen Musseums Christoph Mörgeli und die UNI-Leitung führt getreu aus. Vertrauliche Unterlagen werden der Presse zugespielt, Strafanzeigen erstattet, eine alte Liebesaffäre gestanden, dementiert, bestätigt, begutachtet und be-gutachtet und so weiter und so fort. Verglichen mit dem UNI ZH-Irrsinn steht Ephraim Kishons „Blaumilchkanal“ blass da. Siehe: Kriminalfall Mörgeli, von Philipp Gut.

Nun, könnte man denken, die Verantworlichen werden aus der Affäre schon etwas gelernt haben. Mitnichten, wie das E-Mail von Beat Müller Stv. Leiter Kommunikation/ Medienbeauftragter der Universität Zürich“ an Marc Meschenmoser, Redakteur Rundschau, zeigt. 

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Müller läd tatsächlich Pressevertreter für ein Hintergrundgespräch ein, über das dann aber nicht berichtet werden darf. Hat die UNI Zürich noch nie etwas von Pressefreiheit gehört? Wissen die Verantwortlichen nicht, wer sie bezahlt und wem sie Rechenschaft schulden?  Hier geht es nicht um SRF, Mörgeli, Weltwoche und Co.

Es ist die UNI Zürich, die dreist Zensur ausübt. 

Aber, lesen Sie selbst:

„Einladung zum Hintergrundgespräch und zur Führung durch die Medizinhistorische Sammlung

Sehr geehrter Herr Meschenmoser

Wir laden Sie gerne ein zu einem vertraulichen Hintergrundgespräch über die Objektsammlung des Medizinhistorischen Instituts und Museums.

Da die Aufsichtskommission Bildung und Gesundheit (ABG) des Kantonsrates in ihrem Bericht den schlechten Zustand der Sammlung bereits öffentlich gemacht hat, erübrigt sich aus Sicht der Universität Zürich eine öffentliche Führung und Berichterstattung. Zudem könnten mit einer Berichterstattung die Persönlichkeits- und Datenschutzrechte der Betroffenen verletzt werden, die allenfalls auch gegen berichtende Medien durchgesetzt werden können.

Uns liegt aber sehr viel an einem konstruktiven Dialog mit den Medien. Als Beleg dafür werden wir Ihnen im Verlauf des Hintergrundgespräches die Objektsammlung zeigen. Wie bei solchen Gesprächen üblich, darf darüber aber nicht berichtet werden.

Vertraulichkeitserklärung:

Wir möchten Sie und die Chefredaktion Ihres Mediums ausdrücklich darauf aufmerksam machen, dass über diese Führung und das, was in ihrem Rahmen gezeigt wird, nicht berichtet werden darf. Diese Vertraulichkeit gilt für Sie oder einen anderen Vertreter Ihres Mediums als Teilnehmenden persönlich, aber auch für das Medium, für das Sie tätig sind und dessen gesamte Redaktion. Diese Vertraulichkeit ist unbefristet und kann nur mit der schriftlichen Zustimmung der Leitung der Universität Zürich aufgehoben werden.

Wir bitten Sie, uns bei der Anmeldung zu dieser Führung schriftlich zu bestätigen, dass Sie und Ihre Redaktionsleitung von diesen Bedingungen Kenntnis genommen haben, damit einverstanden sind und sich an diese Bedingungen halten werden. Sollte dies nicht der Fall sein, behalten wir uns vor, Sie oder einen anderen Vertreter Ihres Mediums nicht zum Hintergrundgespräch und zur Führung zuzulassen.

Nach Eingang Ihrer Bestätigung und Anmeldung bis spätestens kommenden Montag Mittag werden wir Ihnen den Zeitpunkt des Anlasses bekannt geben.

Freundliche Grüsse
Beat Müller

_________________________________________

Beat Müller
Stv. Leiter Kommunikation/
Medienbeauftragter der Universität Zürich
Seilergraben 49, 8001 Zürich“

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Ein Gedanke zu “Lernunfähig: UNI Zürich

  1. Da haben wir es tatsächlich mit einem Riesendepp zu tun, die nicht weiß, dass es alltäglich ist, das Journalisten Informationen erhalten, mit der Auflage die könnten sie brauchen, um sich ein Bild für ihre sonstige Berichterstattung zu machen, nicht aber namentlich erwähnen.

    So ermöglicht man es Journalisten, die Hintergründe und Beweggründe zu verstehen, und ausgewogen zu berichten, ohne privates, das nicht veröffentlicht gehört, öffentlich machen zu müssen.

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