Mord(?)fall Peggy – ein Justizskandal – zwei Opfer

UPDATE 04.04.2014

Der Fall Peggy wird neu aufgerollt: Interview mit Ina Jung und Christoph Lemmer, zwei Journalisten, haben dazu beigetragen. Sie griffen vielen Ungereimtheiten und Fragen von damals auf. ZDF Mittagsmagazin (9 Minuten)

 

Video: Fall Peggy: Journalisten stellen neue Fakten vor

LESENSWERT Frankenpost: Schwere Vorwürfe gegen das Gericht – Zwei Buchautoren werfen dem Vorsitzenden Richter im Verfahren Ulvi Kulac die Beeinflussung eines Gutachters vor. Der zuständige Staatsanwalt lässt sich vom Fall entbinden.

Ch. Lemmer: Fehlstart des Wiederaufnahmeverfahrens im Fall #Peggy noch vor dem ersten Verhandlungstag

 

Update 14.12.2013:

 

12.12.2013:

Vor fast zehn Jahren verschwand die damals neunjährige Peggy Knobloch spurlos. Ihre Leiche wurde nie gefunden. Jedoch wurde der geistig behinderte Ulvi Kulac wegen des Mordes an Peggy zu lebenslanger Haft verurteilt. Nicht anhand von Beweisen, sondern weil die Justiz einen Täter haben wollte. Und wer eignet sich besser, als ein geistig Behinderter, auf dem Niveau eines 10 jährigen, der sich nicht wehren kann. Da es keine Beweise für seine Schuld gab, erfand sie die SoKO-Peggy II kurzerhand. Auch ein V-Mann machte auf Druck der Polizei eine Falschaussage. Zeugen die Kulac entlasteten, wurden als unglaubwürdig eingestuft… Kulac „gestand“ die Tat. Ausgerechnet sein

Geständnis wurde jedoch nicht aufgenommen, weil das Aufnahmegerät kaputt ging. Ein Anwalt war auch nicht dabei, also verlies man sich auf das Gedächtnisprotokoll der Ermittlungsbeamten. Gut, dass die Polizei noch einen Psychiater, Prof. Hans-Ludwig Kröber, fand, der in seinem Gutachten dem Geständnis die Glaubwürdigkeit bescheinigte. Und, wen wundert es, die Richter verurteilen Kulac. Für die Justiz war der Fall erledigt und für die Psychiatrie Bayreuth, in der Kulac eingewiesen wurde, auf lange Sicht eine sichere Einnahmequelle. Gerechtigkeit? Rechtsstaat? Fehlanzeige! Im Gegenteil, nebst einem mutmasslichen Opfer Peggy, schaffte die Bayerische Justiz noch ein Opfer: Uvi Kulac.

Nun, wird der Fall neu aufgerollt, nicht weil die Justiz zur Einsicht kam, sondern weil sie musste, dank engagierter Bürger.

image(Der Fall Peggy Die Geschichte eines Skandals, Buch von I. Jung und Ch. Lemmer, 344 Seiten)

Was auffällt: Keine Menschenrechtsorganisation protestiert für Kulacs Rechte, wie sie es tun wenn solche Fälle im Ausland geschehen. Auch die sonst so lauten Politiker, die sich für geistig behinderte in USA-Gefängnissen einsetzen, äussern sich nicht.

Weder die Ungerechtigkeit, noch Menschenrechtsverletzungen oder die korrupte Justiz stellen im eigenen Land ein Problem dar.

Siehe auch:

– FAZ: Ulvi Kulac bekommt einen neuen Prozess

– Petition: Gerechtigkeit für Ulvi Kulaç 

– Focus: Fall Peggy wird neu aufgerollt

Das auch noch!

 

Advertisements

Ein Gedanke zu “Mord(?)fall Peggy – ein Justizskandal – zwei Opfer

  1. Das ist das Problem, dass Regierungen und deren Bürokraten sich verhalten, als ob sie über dem Gesetz stehen. Verbindet man diesen Aspekt mit dem Gewaltmonopol der Regierung und wir haben eine Situation, welche jede sinnvolle Diskussion über Demokratie zu einer Scheindiskussion degradiert.

    Aus diesem Grunde muss man von staatlich finanzierten Bürokraten eine höheren Ethik abverlangen und sie nicht noch mit Immunität schützen. Sehr geehrter Herr Dürr, wann starten Sie eine Liste von fehlbaren Bürokraten, welche die öffentliche Abstimmung zur Rücktrittsforderung (inkl. Verlust sämtlicher angehäuften Leistungen) durch die Bevölkerung zum Ziel hat?

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s