Gekaufte Richter im Fall Hoeness!

david-dc3bcrrDavid Dürr

Wussten Sie, dass der wirklich ganz grosse Skandal im Hoeness-Prozess noch gar nicht bekannt ist! Das Gericht wurde nämlich massiv bestochen. Eine der Parteien hatte in unverblümter Dreistigkeit versucht, die Richter mit Geld zu vereinnahmen. Und das Schlimmste an allem: Der Bestechungsversuch war erfolgreich. Die Richter haben das Geld angenommen.

Man stelle sich dies vor: Da stehen sich diese zwei Parteien gegenüber. Auf der einen Seite das staatliche Finanzamt mit seinem Anwalt, dem sogenannten Staats-Anwalt. Auf der anderen Seite Herr Hoeness mit seinem Anwalt, dem sogenannten Verteidiger. Jene Seite fordert von dieser Seite Millionenbeträge und Gefängnis, diese Seite hält dagegen. Die beiden kommen überein, sich dem Urteil eines neutralen Dritten zu unterziehen. Diesen glauben sie in der Institution des Landgerichts München zu finden. Und nun geht eine der Parteien hin und kauft sich das Gericht. Das kann ja wohl nicht sein!

Doch es ist so. Und warum bloss, so fragt man sich, blieb Empörung bislang aus? Nun – die bestechende Partei ging äusserst raffiniert vor. Nicht so plump, den Richtern im Korridor des Gerichtsgebäudes dicke Couverts zuzustecken. Vielmehr teilte sie dieBestechungsgelder in viele kleine, für sich allein jeweils unauffällige Teilbeträge auf und liess diese den Richtern jeweils auf ihr Privatkonto überweisen, raffiniert getarnt als sogenannte Saläre, ausgerichtet im Monatsrhythmus, an Weihnachten in doppelter Höhe. Und dies nicht erst unmittelbar vor diesem Prozess, sondern bereits seit Jahren. Ja man übertreibt nicht mit der Feststellung, das gesamte Gericht sei auf der Lohnliste einer der beiden Parteien gestanden und werde dies wohl auch in Zukunftweiterhin tun. Mit dem gesamten Gericht sind nicht nur die Richterinnen und Richter gemeint, sondern auch das ganze weitere Gerichtspersonal, die Gerichtsschreiber, die Gerichtsweibel, die Kanzleibeamten und nicht zuletzt die kräftigen Gerichtsvollzieher, die im Notfall auch schon mal ihre Muskeln oder Handschellen spielen lassen. Wahrlich ganze Arbeit hat die bestechende Partei – der Staat mit seinem Finanzamt nämlich – geleistet.

Aber nochmals: Warum keine Empörung über all dies? Nun – der Staat hat auch marketingmässig vorgesorgt. Und auch dies nicht erst während dieses Prozesses, sondern bereits seit Jahr und Tag. Soweit man sich zurückerinnert, betreibt er eine bemerkenswert intensive und überauskostspielige Kampagne, mit der er von seinen Gerichtsbestechungen ablenkt. Was er dem Publikum dabei auftischt, ist zwar unglaublicher Unsinn, doch geglaubt wird er. Da wird beispielsweise als grosse Errungenschaft des sogenannten Rechtsstaats gepriesen, dass sich die Bürger gegen Ansprüche des Staates wehren und sich an ein unabhängiges Gericht wenden können. Dass es aber der gleiche Staat ist, der dieses Gericht stellt, sei überhaupt kein Widerspruch zum Prinzip der Unabhängigkeit. Zwar treffe es zu, dass der Staat seine Richter voll bezahlt, nicht selten mit einem lukrativen Fulltimejob. Doch ändere dies rein gar nichts daran, dass diese Richter gegenüber dem Staat völlig unbefangen seien.

So wie sie auch gegenüber Uli Hoeness völlig unbefangen wären, wenn sie seit Jahren auf der Lohnliste des FC Bayern München stünden.

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21 Gedanken zu “Gekaufte Richter im Fall Hoeness!

  1. Pingback: Selbstanzeige Uli Hoeneß wegen Verdacht der Steuerhinterziehung - Seite 105

  2. Sehr geehrter Herr Dürr,

    ein ausgezeichneter Kommentar, den ich — zwar nicht mit Vergnügen (denn dazu ist der Anlaß zu deplorabel), aber bereitwilligst — auf meinem Blog zitieren werde.

    Touché!

  3. Ihr Artikel ist eine Granate, David Dürr. Dank dafür!

    @Danny sagte:
    „Es ist ja schön zu lesen, dass hier jeder dem Autor aplaudiert und zustimmt. Nur leider kann nicht einer der schlauen Kommentatoren oder der Autor selbst eine Lösung des Problems vorschlagen!“

    Sie haben recht, Danny, nochmals recht und abermals recht!
    Schließlich verdienen ja auch Krebs und Aids-Virus keine nachteilige Erwähnung, solange niemand „eine Lösung des Problems vorschlagen“ kann.

  4. Sehr geehrter Herr Dürr , ich denke seit geraumer Zeit darüber nach wer die größten Staatsfeinde sind , der Steuerhinterzieher oder juristisch Vorgebildete , sprich Anwälte ! Wie es in einem Rechtsstaat geschehen kann , dass Rechtsanwälte hinter dem Rücken des eigenen Mandanten lieber still Bankenfehler gegen den eigenen Mandanten für einen Judaslohn heilen können und das tausendfach in Deutschland ohne Gefahr zu laufen eine Verurteilung hinzunehmen . Nur damit bestimmte Deutsche Banken weiter für potente Bankkunden Geldwäsche , waschen von Drogengelder , unberechtigtes Abziehen von in Deutschland erwirtschafteten Baugelder ohne je eine berechtigte Lieferanten Subunternehmerrechnung bezahlt zu haben . In Justiz sehen alle zu wie sich bestimmte Teile der Berufsgruppe der Rechtsanwälte gegen die eigenen Mandanten rechtswidrig vergehen , sich ähnlich wie vor 1945 verhalten um jüdische und anders denkende fleißige Bürger in KZ,s und Gaskammern zu verbringen . Und dieses so wie ein Dr. Dr. jur . als Beschuldigter mitteilte für einen Judaslohn von 5-35 % der bezahlt wird von Banken von 100 % berechtigten Haftungszahlungen die bei den Geschädigten nie ankommen . Schon fraglich ist das solch ein zu Hitlerszeiten erfundenes System in einem Deutschen Rechtsstaat im Jahr 2013/ 14 immer noch praktiziert wird ohne das die staatlichen Kräfte jemals dagegen vorgehen , was zur Frage aufruft . Wer ist denn eigentlich für einen Rechtsstaat , oder brauchen wir wieder das Faustrecht oder sind die Angestellten / Beamten in Justiz garn nicht für einen Rechtsstaat . Wäre schön eine Antwort erhalten zu können , oder wer einen Anwalt kennt , der seiner Berufsbezeichnung Rechtsanwalt auch gerecht wird . Manfred 48

  5. Es ist ja schön zu lesen, dass hier jeder dem Autor aplaudiert und zustimmt. Nur leider kann nicht einer der schlauen Kommentatoren oder der Autor selbst eine Lösung des Problems vorschlagen! Wie sehe denn eine unabhängige Gerichtsbarkeit Hierzulande aus? Oder schaffen wir sie gleich ab und führen das Faustrecht wieder ein!? Wer sollte eine unabhängige Gerichtsbarkeit finanzieren, oder bekommen Richter in Zunkuft einfach gar keine Entlohnung mehr? Dann aber sind sie wiederum sehr anfällig für Bestechungen jeder Art? Also was darf es sein? Hier schlau rumschwätzen und sich das Maul zerreißen kann jeder, aber eine vernünftige Lösung anbieten konnte noch keiner hier auch der Autor selber nicht!

    • Es gibt immer eine Taktik, eine Idee zu torpedieren.

      Im Zeit des Internets wäre es ein Klacks, jährlich eine Liste von fraglichen Personen des öffentlichen Dienstes zu eruieren und diese einer möglichen Abwahl sowie dem Verbot je wieder eine vom Steuerzahler finanzierte Position einnehmen zu können, auszusetzen. Diese Bürokraten haben sich aufgrund der Immunität und gesicherten hohen Renten ein sorglosen Leben zulasten der Allgemeinheit eingerichtet, ein Umstand, welcher wieder vermehrt in Frage gestellt werden sollte. Anstelle sich um den Ausbau der persönlichen Vorteile zu kümmern, würde dadurch der Dienst am Kunden (Bürger) wieder die notwendige Bedeutung gewinnen.

    • Lieber Danny,

      ich möchte Ihnen gerne beim Finden einer Antwort auf Ihre Fragen behilflich sein. Als ich meinen Artikel (http://bit.ly/hoenesz) online gestellt habe, wurden mir zahlreiche Fragen dazu gestellt, vor allem auf Facebook. Mir ist aufgefallen, dass es zwei Arten von Fragern gibt: Die einen, die ehrlich an einer Antwort interessiert sind, und die anderen, die mit Ihrer Frage bloß Information abwehren wollen, die nicht in ihr Weltbild passt. Ich kenne Ihre Motive nicht. Falls Sie zur ersten Gruppe gehören, kann ich Ihnen versichern: Die Antworten auf Ihre Fragen sind seit Jahrzehnten bekannt und offen einsehbar. Man muss sich nur die Zeit nehmen, sich damit zu beschäftigen. Ich verrate Ihnen drei Stellen, wo Sie dies tun können:

      1) Beschäftigen Sie sich mit dem Begriff „Privatrechtsgesellschaft“ und seiner Bedeutung.

      2) Beschäftigen Sie sich mit der „Österreichischen Schule der Ökonomie“, auch genannt „Austrian Economics“. Deren Vertreter wie z.B. Ludwig von Mises, Murray Rothbard und Hans-Hermann Hoppe schreiben leider etwas dröge. Am ehesten genießbar finde ich Rothbard. Dessen wichtigstes Werk können Sie hier legal kostenlos herunterladen: http://mises.org/rothbard/newlibertywhole.asp Falls Sie der englischen Sprache nicht mächtig sind, lesen Sie stattdessen sein Buch „Die Ethik der Freiheit“.

      3) Wenn Sie etwas mehr Action wollen, lesen Sie einen schönen Roman: „Der Streik“ von Ayn Rand. Wer das Buch gelesen hat, ist für immer von der Bürokratie geheilt.

      In den oben genannten Quellen finden Sie alle Antworten auf Ihre Fragen. Falls Sie von den Quellen noch nie etwas gehört haben, ist das nicht schlimm. Das ist nur eine Bildungslücke, und Bildungslücken kann man schließen. Leider ist ein Großteil der Bevölkerung nicht bereit, eben dies zu tun. Deshalb ist es ja so einfach, sich mit ein bisschen Lesen eine überdurchschnittliche Bildung zu erwerben. Ich wünsche Ihnen viel Erfolg dabei!

      • Sehr geehrter Herr Meyer,

        mit Ihren übrigen Ansichten durchaus d’accord muß ich dennoch dahingehend, daß Ludwig von Mises » leider etwas dröge« schriebe, lebhaftest Einspruch erheben! Gerade Mises pflegt eine — wie mir auch von Germanisten-Seite bestätigt wurde — geradezu klassisch-schöne Wissenschafts-Sprache. Was übrgiens auch einer der Gründe war, weshalb ich ihn auf meinem Blog in den letzten Wochen ausführlich zitierte.

        Im Gegensatz zu dem gestelzt-unverständlichen Gewäsch, das sonst meist in »wissenschaftlichen« Werken zu finden ist, hält sich Mises frei von unnötigen Fremdwörtern, komplizierten Schachtelsätzen und jenem typischen Insider-Jargon, der nur der Revierverteidigung des Autors (»Alle mal herhören! Ich bin der Experte dafür!«) dient, und ist so ein echtes Lesevergnügen.

        Daß ein Werk wie »Gemeinwirtschaft« natürlich nicht die sensiblen Stimmungs-Valeurs eines Rilke- oder Benn-Gedichtes aufweisen kann, ist ja klar — aber im Vergleich zu dem pseudo-tiefen Geschwurbel diverser »Frankfurter Schul-Meister« ist Mises ein wirklicher Meister der leserfreundlichen Diktion!

      • Ein Roman ist eine fiktive „zusammenstellung“ der Gedanken des Autors und mit Sicherheit nicht mit der realen Welt vergkleichbar.

  6. Wir haben genug Beweise, dass es weder eine Steuerpflicht, noch irgendwelche Gesetze gibt, die gültig sind. Der Fall Hoeneß ist nur eine Show… denn auch er hat von mehreren Seiten diese Informationen unabhängig voneinander erhalten.

  7. Schaut Euch was im Petitionsausschuss des alten und neuen Bundestages geschieht mit einer Petition die Bundestagspräsident selbst und Ausschuss für Menschenrechte und humanitäre Hilfe eingereicht hatten. So ein Verschweigen und Verschleiern habt ihr noch nie gesehen… und hört auf über Höness zu staunen ! http://www.adamlauks.wordpress.com

  8. Der Staat nimmt sich immer soviel wie er gerade braucht. Unser Geld ist einzig unseres, solange die Regierung keinen Anspruch darauf erhebt. Selbst unser vermeintlich eigenes Geld wird anhand der Inflation dauerndem Kaufkraftverlust ausgesetzt, was ebenfalls eine legale Art des Diebstahl entspricht.

    David Dürr eröffnet vielen Lesern eine neue Betrachtungsweise und hilft der weltweit in Bewegung geratenen Aufklärung der Gesellschaft. Das Internet wird zu einer Reformation des bestehenden Gedankengutes führen (vergleichbar mit Gutenbergs Erfindung), welches unter anderem die korrupte Bürokratie schrittweise in Frage stellt. Die Idee, dass die Bürokraten in der Regierung in erster Linie unsere Interessen vertreten, ist eine lächerliche Proposition. In erster Linie kümmern sich diese Funktionäre um ihre persönliche Zukunftsabsicherung und in zweiter Linie um den Ausbau der Macht der eigenen Position und Organisation.

  9. Die Obrigkeitsgläubigkeit einer infantilisierten Gesellschaft erläutern Sie in einer sehr differenzierten Analyse, nicht wahr.

  10. Pingback: Gekaufte Richter im Fall Hoeness! | Die Anarchonauten

  11. Treffer, versenkt. Genauso verschafft sich der heraufziehende Neofeudalismus der Politfunktionäre und ihrer Beamten Einnahmequellen und ein willfähriges, geducktes Volk – und dieses applaudiert mehrheitlich noch, wenn es zwischen Bachelor und Dschungelcamp mal von der Glotze hochschaut, weil es die Perfidie des Systems nicht erkennt.

    Klar, bei Steuerverschwendung wie BER, Elbphilharmonie etc.pp. murrt es leicht, aber nicht so stark, dass die Politiker und Beamten jemals fürchten müssen, wegen Steuerverschwendung in Hoeness Nachbarzelle zu landen. Dabei geht dort ein Vielfaches von dem verloren, was Steuerhinterzieher jemals einbehalten könnten, und sie gehörten genau dort hin.

    Und da in Deutschland der Neid immer noch stärker ist als der Geschlechtstrieb denkt es auch nicht darüber nach, dass beispielsweise die USA Steuerhinterzieher nicht auf eine Ebene mit Vergewaltigern und Kinderschändern stellen (die dort viel seltener Bewährung bekommen als in D, aber das nur nebenbei), sondern man tut Steuerhinterziehern in den USA dort weh, wo sie es gar nicht mögen: Am Geldbeutel, denn die Geldstrafen dort sind brutal.

    Ergebnis: Es gibt dort fast keine Steuerhinterziehung.

    Aber dann hätte man ja keine Hexen mehr medial zu verbrennen und könnte Maos Leitsatz nicht mehr anwenden: Bestrafe einen, erziehe hunderte.

  12. Lieber David Dürr, gestern habe ich in einem Artikel das Gerichtsurteil aus psychologischer Sicht durchleuchtet und bin zu einer ähnlichen Einschätzung der Lage gekommen wie Sie. Es freut mich zu sehen, dass ich nicht der einzige bin, der so denkt.

    Warum Uli Hoeneß keinen fairen Prozess bekommen hat. http://bit.ly/hoenesz
    Meine Einschätzung des aktuellen Gerichtsurteils.

  13. Ja, so kann man das auch sehen – umsomehr das deutsche Rechtsystem mit solchen Urteilen zugunsten des Staates jenseits jeglicher Verhältnismässigkeit steht. Hier in der Schweiz würde eine Steuerhinterzieher sicher nicht mit Gefängnis sondern mit hohen Bussen bestraft. Ein Staat, der vom Grundsatz her, jedem mit Misstrauen begegnet ist ohnehin kein lebenswerter Ort.

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