«Wir schaffen Behinderung ab» – Liebe Pro Infirmis, wie soll diese Werbung verstanden werden?

Corpus Delicti: Ein Müllwagen mit pro infirmis Werbefläche «Wir schaffen Behinderung ab»

Liebe pro infirmis, wie soll bitte schön diese Werbung verstanden werden?

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Bitte erklärt mir, welche Behinderung wollt Ihr abschaffen? Geistige? Körperliche? Wieso eigentlich und wie wollt Ihr das umsetzen würde mich interessieren? Konsens herrscht, dass nur wenn was schlecht bzw. unerwünscht ist auch abgeschafft werden muss. Ist Behinderung per se schlecht, dass sie abgeschafft werden soll? Wie erklärt ihr einer Mutter, die sich für das Austragen und gegen Abtreibung eines ungeborenen, behinderten Kindes entschieden hat, diese Werbung? Wollt Ihr ihr behindertes Wunschkind abschaffen?

Behinderung ist nichts Schlechtes sondern Teil einer Person – einer Persönlichkeit. Eigentlich sollte eine Organisation, die sich für behinderte Menschen einsetzt und ihr behinderte Menschen am Herzen liegen, wie pro infirmis vorgibt es zu tun, Inclusion anstreben. Vielleicht wäre dieses Bild hilfreicher!?: 1546295_349088448564758_1870270163_n

P. S. Verantwortlich für die o. g. Kampagne:

Zumbuehl_MedienMark Zumbühl

079 415 26 27

mark.zumbuehl@proinfirmis.ch

 

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5 Gedanken zu “«Wir schaffen Behinderung ab» – Liebe Pro Infirmis, wie soll diese Werbung verstanden werden?

  1. Zwei Sachen: Zum einen sollte man vielleicht mal Alternativtexte für Bilder einführen, ich bin blind und sehe nicht, was auf dem Bild zu sehen ist. Zum anderen finde ich es ungehörig, den Namen einer Person hier zu veröffentlichen, ob er nun verantwortlich oder nicht, diese Art Pranger sollte abgeschafft sein.

    • Hallo Marco
      Danke für Rückmeldung. Btr. Alternativtext werde wir künftig dran denken.
      2. Name von Herr Zumbühl habe ich nur veröffentlicht, weil es auch auf der pro infirmis Seite öffentlich ist. Es geht eher nur um seine Arbeit!

  2. Es geht doch nich darum behinderte Menschen abzuschaffen. Sondern Behinderungen von Menschen mit einer Behinderung wie z.B. Treppenstufen vor Geschäften, Verkehrsmittel in die man nur mit einer speziellen Hebebühne einsteigen kann, Hindernisse, dass ein behindertes Kind in eine Regelschule gehen darf, etc.

    • Und wieso kann man es nicht so kommunizieren? Die Werbung ist (ich will am 31.12 höfflich sein): geschmacklos!
      Da Sie selbst bei der ProInfirmis arbeiten, können Sie mir sagen, wo dieser Kehrichtwagen genau fährt?

  3. Es ist nicht das erste Fettnäpfchen, das Proinfirmis vor sich hinstellt, um mit beiden Füssen reinzutreten. Der Slogan ist eine Ungeheuerlichkeit. – Man fragt sich, wie es um das Sprachverständnis dieser Organisation bestellt ist.

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