Unsere Armee des 21. Jahrhunderts: Soldaten oder Hausmänner?

Wer kennt sie nicht die Mut machende Geschichte von David (geboren 1034 v. Chr. in Bethlehem) gegen Goliath als sich die Philister und die Israeliten gegenüber standen, der Riese Goliath von Gat hervortrat und die Israeliten aufforderte, einen ihrer Männer in Kampf gegen ihn zu schicken. Wenn dieser gewinnt, werden die Philister in den Dienst der Israeliten treten, siegt aber Goliath, so sollen die Israeliten ihre Knechte werden. Der Riese muss so bedrohlich gewirkt haben, dass Saul, König von Israel, zu einem psychologischen Trick greifen musste. Er, Saul, versprach demjenigen, der Goliath besiegt, unendlichen Reichtum und die Hand seiner Tochter.

Motivation genug für den jungen David, von Hause aus ein einfacher Hirte, sein „Glück“ gegen Goliath zu versuchen. Er ging jedoch ohne ein Schwert, nur mit einem Sack voll Steinen bewaffnet. Mit der Steinschleuder schoss er einen Stein genau auf die Stirn Goliaths, so dass dieser tot zu Boden fiel. Es gewann nicht der Stärkere sondern der mit den richtigen Mitteln und der besseren Strategie!

Wieso schreibe ich so ausführlich von David gegen Goliath und wo ist der Bezug zur Gegenwart? Ende September werden die Schweizer über die Volksinitiative „Ja zur Aufhebung der Wehrpflicht“ abstimmen. Nun, spaltet dieses Thema nicht nur die bürgerlichen Kreise.

Die Jungliberalen kämpfen mit der Kernaussage „Ja zur Armee, Nein zur Wehrpflicht.“ Ihre Argumente: DieBürgerliche gegen Wehrpflicht heutige Armee ist unflexibel, ineffizient, unbeliebt und sehr teuer. Ein Relikt aus der Vergangenheit, das dringend umstrukturiert und modernisiert werden muss.

Noch vor 30 Jahren galt eine Offiziersausbildung als karrierefördernd. Heute ist es eher störend. Früher gingen junge Erwachsene in die Rekrutenschule und kamen als Männer zurück. Heute gehen Männer in die Armee und kommen als gute Hausmänner zurück. Das ist keine meiner Übertreibungen, sondern die Aussage des „Verteidigungsministers“ Ueli Maurer,Ueli Maurer der kürzlich sagte: „Wenn Frauen einen Soldaten in Uniform kriegen, wissen sie: Dieser ist gesund, kann Schuhe putzen und Betten machen, das ist doch cool!“ Ist das wirklich der Sinn der Armee? Vor ein paar Jahren, haben die Soldaten noch das „Schweizer Messer“ bedienen können und der Frau ihres Herzens bei einem Waldspaziergang mit einem selbstentfachten Feuer und einer gebratenen Wurst überraschen können.

Die Armee muss flexibler werden – die Gefahren des 21. Jahrhunderts frühzeitig erkennen und diesen gewachsen sein. Heute besteht wohl keine Gefahr mehr, dass die Schweiz von einer fremden Armee angegriffen wird. Für die Kriege des 21. Jahrhunderts, Cyber-Krieg, ist unsere Armee weder personell (Know-how) noch technisch ausreichend ausgerüstet.

Auch nicht für Terroranschläge. Heutige und künftige Feinde erkennt man nicht an ihrer Uniform oder ihren Waffen. Sie sind mit i-Phon und Sprengstoff gefülltem Nike-Rucksack unterwegs. Ihre Befehle erhalten die Terroristen nicht aus irgendeinem unterirdischen Bunker. Die Befehlshaber geniessen ihren Cocktail am Pool eines internationalen Hotels und geben per SMS die Codewörter für den Angriff.

Unsere Armee sollte von der wirklich „besten Armee der Welt“*** lernen. Einer Armee, die 1967 gezeigt hat, dass ein Sieg David gegen Goliath keine Legende ist. Ja, die Rede ist von der Israelischen Armee und dem Sechs-Tage-Krieg. Eine militärische Meisterleistung. Oder denken wir an die Operation Entebbe – ein Geniestreich. (***Ausgenommen: WehrPFLICHT)

Für diejenigen, denen weder der Sechs-Tage-Krieg noch die Operation Entebbe etwas sagt: Schauen Sie sich die zwei untenstehenden Dokus an. Stellen Sie sich danach vor: Die Schweiz wird angegriffen oder Sie und Ihre Angehörigen werden von Terroristen entführt – welche Armee soll Sie schützen bwz. retten?

Wir brauchen eine gut ausgerüstete, den neuen Bedrohungen angepasste, schlagfähige und professionelle Truppe. Und so könnte sie aussehen: Unser bewährtes Milizsystem wird beibehalten, jedoch von der heutigen Zwangs-Miliz in eine Freie Miliz überführt. Darum JA zur Volksinitiative „zur Aufhebung der Wehrpflicht“!

Operation Entebbe:

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