Windkraft: 6/9 Verbogene Wissenschaft für den Atomausstieg

bild3 Christof MerkliChristof Merkli

(Teil 6 von 9)*** Der auch von der seriösen NZZ immer wieder zitierte, linke ETH-Dozent Dr. Rudolf Rechsteiner lässt sich trotz steigender Strompreise in ganz Europa nicht davon abbringen, dass Solar- und Windstrom immer billiger werden. Professor Dr. Anton Gunzinger wirft derweil alle seine Rechenkapazitäten in die Waagschale und lässt die illusorische Machbarkeit der Energiewende durch die Computer bestätigen. Die Sozialpädagogischen Fakultäten der Universitäten Zürich und St. Gallen konstruieren als ergänzende Hilfestellung für die linke Nichtargumentation die gewagtesten Abhandlungen über das psychische Fehlverhalten gestörter Windkraftgegner. Während die Computer des Professor Gunzinger bestimmt richtig gerechnet haben, übersieht die applaudierende Genossenschaft grosszügig, dass die Datenlage für die Berechnungen etwas sehr dünn ist. Allen hier erwähnten Geistesgrössen ist gemeinsam, dass ihre Denkmuster mit unabhängiger, wissenschaftlicher Arbeit NICHTS zu tun haben. Denn sie sind allesamt reine Utopisten, die ihr wissenschaftliches Mäntelchen dazu missbrauchen, ihre ganz eigene Wahrheit zu verbreiten. Die Gesellschaft hört immer noch gerne zu, wenn der Herr Doktor seine Weisheiten zum Besten gibt. Wer rechnet denn schon nach, wenn ein Professor von CHF 5’000 Milliarden AKW-Havarieschaden nur in der Schweiz redet, der erstens mit 100%-iger Sicherheit eintritt und zweitens die gesamte schweizerische Menschenkultur zerstören würde. Wie Gunzinger auf diese Zahlen kommt – man vermutet es sofort – ist alles andere als bekannt. Die phantasievollen Zahlen Gunzingers suggerieren die uns wohlbekannten und konstruierten Gefahren, wie sie die Linke seit Jahrzehnten faktenresistent um sich wirft. Die supponierte Schadenssumme einer schweizer Atomhavarie in Gunzingers Computeranimation will die immer wieder “unabsichtlich” falsch geäusserten 19’000 Toten und die Riesenschäden der japanischen Atomhavarie suggerieren. Die Tatsache, dass die 19’000 Toten und die zerstörte Infrastruktur ausschliesslich durch das Erdbebens und die darauffolgenden drei Tsunamis verursacht wurden, unterschlagen die Linken systematisch. Das kann nur als absichtliche, politische Lüge bezeichnet werden. Der schamlose Missbrauch der menschichen Schicksale in Japan durch die weltweite agierende Kamarilla der Atomkraftgegner und der linken Politik, ist beschämend. Wer jede Faser seiner Existenz in moralinsauren und besserwisserischen Politessig getaucht hat, sollte mit solch unethischen Missbräuchen etwas vorsichtiger sein.

Tatkräftige Unterstützung bekommen die linken Illusionen von Medienleuten, die eine Kritik an diesem unethischen Vorgehen gerne ignorieren oder in vorauseilendem Gehorsam den einen oder anderen kritischen Kommentar zu dieser dreckigen Energiewende “aus Gründen der Textlänge” oder wie meist “ohne Kommentar” weglassen. Wer als Journalist einen letzten Rest Unabhängigkeit und Anstand bewahrt hat und ungeliebte Kritik aus Gründen der Objektivität zulässt, läuft Gefahr vom linken Mob in der Redaktion hart bestraft zu werden. Dazu wieder Jan Fleischhauer und sein Buch “Unter Linken”:

 “Einmal traute ich mich sogar, in einem Partygeplänkel zum Klimawandel ein gutes Wort für die Atomenergie einzulegen – der Abend war dann allerdings gelaufen.”

Versuch des Umbaus der Gesellschaft über die Energie

Seit dem Antritt des SP-Energieministers Moritz Leuenberger wird die Schweizer Energiepolitik durch fanatische Atomkraftgegner geprägt. Der vordergründig offene und gesprächsbereite Bundesrat hat die Zeit genutzt und die alte Garde der Energieexperten mit Fundamentalisten aus dem rotgrünen Lager ersetzt. Es kommt der Wahrheit wohl noch etwas näher, wenn wir annehmen, Moritz Leuenberger hat seine zunehmend links orientierten Mitarbeiter einfach machen lassen. Als Umsetzung der in 68-er Kreisen so beliebten “Antiautoritären Führung”. Bei zukünftigen Anstellungen im BFE wurde genauestens auf die Parteizugehörigkeit und die “richtige Einstellung” der neuen Mitarbeiter geachtet.

Seit damals ist die vordergründige Motivation für den kompletten Umbau der konventionellen Stromversorgung die Produktion von sogenannter “Grüner, umweltfreundlicher Energie”. Die hintergründige Motivation der Parteistrategen für den gesellschaftlichen Paradigmenwechsel war von Beginn weg die Abschaffung der Atomkraftwerke. Während Jahren wurde dieses Ziel auf politischer Ebene mit Eingaben, Initiativen und allen möglichen volksdemokratischen Mitteln vergeblich versucht. Das Volk war trotz mehrmaligen Anläufen nicht so dumm, diesem verwirrten Anliegen der Hippies zu folgen. Es bedurfte dazu der Bewirtschaftung von Atomkatastrophen wie Tschernobyl und besonders Fukushima, um wenigstens unter den Parlamentariern den Umschwung endlich zu schaffen. Das Volk wäre mit grosser Wahrscheinlichkeit auch heute noch nicht für diesen organisierten Blödsinn zu haben. Deshalb verhindern Bundesrat und Parlament bisher mit Erfolg eine Volksabstimmung zum Thema Kernkraftausstieg. Den Grünen und Linken ging es aber sowieso nie um die Produktion von umweltfreundlichem Strom, sondern lediglich um die Abschaffung der von ihnen grundlos gehassten Atomkraftwerke. Ein für die lehrerhaften Kleingeister seligmachender Wunsch, der das genaue Gegenteil von Umweltschutz zur Folge haben würde. Deshalb sei hier dringend auf das laufende KEV-Referendum und die Windkraftmoratorien im Aargau und im Solothurnischen verwiesen. kev

Windkraft ist ein konstruiertes Argument gegen Atomkraftwerke

Wer die Argumente der Windradlobby hört, kann die Bruderschaft von Windkrafteuphorie und Atomausstiegsszenarien nicht leugnen. Der Grüne Luc Recordon hat sich zur Aussage verstiegen, es seien nur 624 Windkraftwerke nötig, um das Kernkraftwerk Leibstadt zu ersetzen. Wie sich der grüne Theoretiker Recordon verrechnet hat, kann man in meinem Blog detailliert nachlesen. Seine auf plumpen und falschen Annahmen gründende Milchrechnung hinderte Recordon nicht daran, dem Gegner Philipp Roch mangelnde Rechenfähigkeit vorzuwerfen. Die Organisation Greenpeace hat jahrelang damit Werbung gemacht, dass EIN Windkraftwerk 6’000 Haushaltungen mit Strom versorgen könne. Erinnern wir uns an die Geschichten um die Bohrinsel “Brent Spar” oder die konstruierten 19’000 Toten durch die Atomhavarie in Fukushima. Das Konzept der Übertreibung ist Teil eines bewussten Marketings aller Atomkraftgegner und der sie unterstützenden NGO Greenpeace, WWF, Energiestiftung und wie sie alle heissen. Der faule Trick scheint bei der zunehmend aufgeklärten Bevölkerung immer weniger zu wirken. Oder haben Sie tatsächlich geglaubt, dass eine der hier vorgestellten und von den Atomkraftgegnern gepflegten Katastrophen auch nur annähernd so stattgefunden haben, wie sie repetitiv durch die linkslastigen Medien als Sprachorgan der NGO’s portiert werden?

Zitat aus Wikipedia: “Am 5. September 1995 räumte Greenpeace ein, dass ihre Schätzung über die Menge giftiger Ölrückstände im Tank grob fehlerhaft war: Die genannte Zahl von 5.500 Tonnen[3] war viel zu hoch. Laut Prüfungsbericht der norwegischen Schiffsklassifizierungsgesellschaft DNV (Det Norske Veritas) vom 18. Oktober 1995 beliefen sich z. B. die Ölrückstände auf 75 bis 100 Tonnen also etwa 1,37-1,8% des Behaupteten.”

Es geht lediglich darum, in den Medien ein andauerndes Sperrfeuer gegen die Marktwirtschaft und die sie bewegende Kernkraft zu führen. Wenn wir im Radio SRF hören müssen, im Bielersee hätte man Spuren von “Cäsium 137″ gefunden, das wahrscheinlich aus dem KKW Mühleberg stamme, dann ist das ein weiteres kleines Desinformationsschnipsel in einer langen Reihe, das von den hungrigen Medien dankbar zur Gehirnwäsche der Bevölkerung verbreitet wird. Der Nachsatz “mit gesundheitlicher Gefährdung muss nicht gerechnet werden” könnte man quantifizieren, wenn man denn möchte: Die gemessenen 41 Bequerel Strahlung (41 Zerfallsprozesse pro Sekunde) entsprechen etwas weniger als 1% der im menschlichen Körper natürlich vorkommenden radioaktiven Strahlung von 5’000 Bequerel, und können demnach als absolut bedeutungslos bezeichnet werden. Die wesentlich giftigeren Schwermetalle, die sich im gleichen Sediment befinden, würden die Gesundheit der Bevölkerung um den Bielersee mit Sicherheit beeinträchtigen. Schwermetalle haben keine Halbwertzeit und sind auch in 100’000 Jahren noch genauso giftig, wie heute. Aber damit kann man keine schlechte Presse gegen Atomkraft konstruieren. Das gemessene radioaktive Cäsium 137 ist eine Farce. Aber es eignet sich hervorragend für diesen beabsichtigten, medialen Schwachsinn. Auch das ENSI hat diesen Unfug klar dementiert.

Kaum ein Medium der Schweiz hat diese Falschaussagen relativiert oder kritisch betrachtet. Einmal mehr soll die Bevölkerung in Angst und Schrecken versetzt werden: “Mühleberg und Atomkraft sind gefährlich“. Der linke Gefälligkeitsjournalismus hilft kräftig mit, die aufwändig erzeugte Volksradiophobie immer weiter auszubauen, damit sie für die drohende Volksabstimmung abgerufen werden kann. Es wird schamlos gelogen und übertrieben, dass die Balken krachen. Mit diesem Psychoterror versuchen Grüne und Linke eine mit dem Verstand nicht nachvollziehbare Energiewende herbeizureden. Warum die aktuelle Medienlandschaft als Kontrollorgan des politischen Unfugs nicht funktionieren kann, lässt uns Jan Fleischhauer in seinem Buch “Unter Linken” besser verstehen:

Dass es bei Grundsatzfragen von solchem Gewicht auch in den zu einer unvoreingenommen Berichterstattung verpflichteten Presseorganen keine neutrale Position geben kann, versteht sich nach linker Meinung von selbst, wer das nicht einsehen will, stellt sich entweder dumm oder ist böswillig.

Damit formuliert Jan Fleischhauer exakt mein Gefühl, wenn ich an die Berichterstattung der Aargauer Zeitung zum Themablitz “Windkraftwerke auf dem Heitersberg” denke. Die damals angerufene Ombudsstelle der AZ, der angesehene Journalist Hans Fahrländer, fand keine Hinweise auf meine Vorwürfe der einseitigen Berichterstattung. Es war dann ein paar Monate später, als der gleiche Hans Fahrländer in einer persönlichen Kolumne die typischen Gemeinplätze der Atomkraftgegner gegen die Windkraftgegner vertreten hat. Ihm war auch nach einem Telefongespräch noch immer nicht klar, warum ich seine angewendete Objektivität zum Thema nicht ganz verstanden habe. “In einer Kolumne darf ich meine persönliche Meinung sagen”, war sein spärlicher Kommentar für die offensichtliche Verfehlung gegen jeden journalistischen Anstand. (18. August 2013, Teil 7 von 9: Keine greifbaren Argumente für Windkraft in Sichtweite)

***Teil 1 von 9: Wo steckt blos die Opposition in der Schweiz?

***Teil 2 von 9: Es gibt sie, es gibt sie nicht

***Teil 3 von 9: Wer sind die Windkraftgegner in der Schweiz?

***Teil 4 von 9: Der grosse Murks

***Teil 5 von 9: Windkraftgegner „sind“ Atomlobbyisten 

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2 Gedanken zu “Windkraft: 6/9 Verbogene Wissenschaft für den Atomausstieg

  1. Lasst sie doch machen – wenn der Strom aus Wind und Sonne immer billiger wird, dann kann er sich doch einfach am Markt bewähren. Beide Technologien sind technisch so weit „ausgereift“, dass sie keine Subventionen mehr benötigen. Insofern ist eine Schweizer „KEV“ oder eine deutsche „EEG-Abgabe“ schlicht nicht mehr erforderlich.
    Dann wird sich zeigen, ob der Zappelstrom am Markt Bestand hat. Ich glaube, das Ergebnis kennen wir aber schon…

    • Machen lassen bedeutet die enormen Kosten und Nachteile auf sich zu nehmen. Es hilft den Anwohnern von lärmenden Windparks nicht, wenn in 20 Jahren jemandem im Bundesrat endlich die Schuppen von den Augen fallen. Es hilft der Wirtschaft auch nicht, wenn im Nachhinein jemand feststellt, dass diese oder jene Milliarde Franken Volksvermögen wohl umsonst aus dem Fenster geworfen wurde. Diese verbrecherischen Machenschaften der Profiteure muss man sofort klar benennen und mit allen legalen Mitteln verhindern.

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