Erhält Suisse-Eole Steuergelder um Desinformationen zu verbreiten?

CJ_GSBA_MSITVon: Cornelius Andreaus

An: bastien.girod@parl.ch; kontakt@suisse-eole.ch

Betreff: Abstimmung in Oberhof AG zum Vertrag mit der Windpark Burg AG/Kantonale Volksinitiative Windkraftmoratorium Aargau

Sehr geehrter Herr Girod, werte Damen und Herren

Wie seit längerem bekannt, nimmt man es bei der Suisse-Eole nicht so genau mit der Wahrheit und „vergisst“ ganz gerne relevante Tatsachen; insbesondere wenn diese die nicht vorhandene Akzeptanz der Schweizer Bevölkerung in Sachen Verschandelung der schönen und touristisch wertvollen Schweizer Landschaft mit Windrädern betreffen oder wenn etwa die gesundheitsschädlichen Emissionen von Windkraftanlagen, wie auch die Ineffizienz der Windenergieanlagen oder die Produktion von Klimakillern wie CO2 zur Sprache kommt.

Sie haben auf Ihrer Webseite informiert, dass die Gemeinde Oberhof dem Windpark Burg zugestimmt hat. Das ist falsch und gelogen.

Man hat in Oberhof (gemäss Gemeindeammann Roger Fricker und gemäss den Abstimmungsunterlagen) NICHT über einen Windpark abgestimmt, sondern „lediglich“ über einen Vertrag mit der Windpark Burg AG. Betreffend dieser Abstimmung ist immer noch eine Abstimmungsbeschwerde hängig und bitte halten Sie das so in Ihrem Propagandablättchen fest.

Zudem betragen die Messwerte auf der Burg nicht 6m/s sondern 5.9m/s. Diese Messewerte sind alles andere als sehr gut, sondern im Gegenteil, sie sind enorm schlecht, denn sie wurden lediglich mit Windspitzen erreicht. Windspitzen, welche als solche für eine nachhaltige Stromversorgung ganz einfach nicht brauchbar sind und schon gar nicht in dem Masse wie Sie behaupten (sie sprechen einmal von 4700 Haushalten, ein ander mal von 6000). Auch mit der Erhöhung der KEV wäre ein Windpark auf der Burg mit solchen Messwerten höchstem finanziellen Risiko ausgesetzt (es sei denn, man überschreitet die im Vertrag festgehaltenen Maximalgrössen der Anlagen).

Betreffend der kantonalen Volksinitiative Windkraftmoratorium Aargau (www.windkraftmoratorium-aargau.ch) erwähnen Sie, dass wir vom Initiativkomitee die Windenergie im Kanton Aargau verbieten wollen. Auch das ist knallhart gelogen! Das Initiativkomitee bezweckt mit der Initiative u.a., dass Bund und Kantone einen Bedarf an Windenergie aus dem Kanton Aargau zur Landesversorgung nachweisen müssen. Damit wird dem unkoordinierten, planlosen, teuren, Steuergelder verprassenden, wilden Drauflosbauen ein Riegel geschoben und perverse Situationen wie sie derzeit in Deutschland im grossen Stile vorkommen, wo neuerdings das Abschalten(!) von Windkraftanlagen mit Steuergelder finanziert wird, werden so vermieden.

Weiter bezweckt die Initiative, dass Windenergie sauber daherkommt, sprich die Bevölkerung muss von möglichen Emissionen (u.a. Lärm, hörbar und nicht hörbar, gemäss WHO-Empfehlungen) geschützt werden, weshalb die Initiative eine Mindestdistanz von 3km zwischen Windkraftanlage und dem nächsten bewohnten Gebäude verlangt. Ebenso soll die Biodiversität der Schweizer Landschaft erhalten bleiben, Mäuseplagen/Fuchsplagen und entsprechende Krankheiten, Gifteinsätze (Trinkwasser!) etc. vermieden werden, weshalb eine Mindestdistanz von 1km zum nächsten Schutzgebiet verlangt wird. Beides Dinge, die sinnvoll und nicht unmöglich sind.

Die Initiative bezweckt also eine SINNVOLLE Nutzung der Windenergie. Wenn die Windenergie also so viel bringen soll, wie man bei Suisse-Eole dauernd behauptet, so dürfte die Unterstützung der Initiative durch die Suisse-Eole ja kein Problem sein.

Grundsätzlich ist ganz klar festzuhalten, dass die Befürworter der Windenergie rund um die Suisse-Eole nicht sauber arbeiten, u.a. geltendes Recht mehrfach in krimineller Art verletzen, demokratische Spielregeln umgehen und sich grundsätzlich in gesetzlichen Grauzonen bewegen. Die Frage ist WARUM. Warum hat man es nötig, derart unsauber zu arbeiten und Halbwahrheiten zu verbreiten? Die Antwort ist einfach: Weil ein paar wenige (darunter ausländische Investoren, die mit Renditen von 6% prahlen, Renditen, die mit Schweizer Steuergelder finanziert sind) sich dick auf Kosten des Schweizer Bürgers bereichern wollen. Dass es daneben bei Suisse-Eole noch ein paar grün-sozialistisch-verbohrte Ex-Kaiseraugst-Gegner hat, die ihre anarchistische Ideologie auf Kosten der Allgemeinheit ausleben wollen, darf ruhig auch noch erwähnt werden. Oder liegt die Antwort darin, dass man genau weiss, dass Windenergie in der Schweiz sehr ineffizient ist und man das aber aus oben genannten Gründen nicht zugeben will?

Es wäre alles halb so schlimm, wenn die Suisse-Eole nicht Steuergelder erhalten würde. Insofern kann erwartet werden, dass Sie die Informationen auf Ihrer Webseite wahrheitsgemäss und umfassend darstellen!

Mit freundlichen Grüssen

Cornelius J. Andreaus

Mitglied des Initiativkomitees der Volksinitiative Windkraftmoratorium Aargau, www.windkraftmoratorium-aargau.ch

Es warten gegenwärtig rund 500 Windkraft-Projekte auf ihre Verwirklichung. Mit der Erhöhung der KEV werden diese gefördert. Darum ist es höchste Zeit auch das KEV-Referendum zu unterschrieben. www.kev-referendum.ch

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3 Gedanken zu “Erhält Suisse-Eole Steuergelder um Desinformationen zu verbreiten?

  1. Es ist eine bodenlose Frechheit, dass die Suisse Eole auch vom BFE über eine halbe Million Franken erhält, um u.a. auch für die Erhöhung der Stromsteuer KEV zu lobbyieren. Was Bastien Girod macht, ist schlicht und einfach nicht ehrlich.

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