man(n), hat frau Probleme

Wahrlich gibt es schönere Nachrichten, die man an einem frühen Freitagmorgen lesen will, als „Warum es Feminismus braucht“. Normalerweise blende ich solche Schlagzeilen instinktiv aus, da ich diese nicht mal mehr lustig finde.

Wie auch immer, kommen wir zur Sache. Die Thurgauerin, die sich @zoradebrunner respektive die nähdrescherin nennt schreibt Folgendes:

„Viele Frauen in meinem Alter denken: was soll der Scheiss? Wir Frauen können Berufe lernen. Auto fahren. Andere Frauen lieben. Wir haben sogar die Möglichkeit, einen Orgasmus selbst auszulösen. Ohne Mann! Was für ein grosser Schritt!! Was interessiert mich die Frauenbewegung?

Tja, Mädels. Wenn’s denn so einfach wäre.

(Männerschützerinnen hören jetzt bitte weg. Sonst könnten sie sich eventuell aufregen oder sich gar in den wohlgeformten Ausschnitt übergeben)

Feminismus ist wichtig, dort, wo Frauen benachteiligt werden, ganz einfach, weil sie Frauen sind.

Es gibt Frauen, denen werden die Schamlippen abgeschnitten. Ohne triftigen Grund! Andere werden gesteinigt, weil sie sich zu wenig verhüllt haben oder weil sie ausserhalb ihrer Ehe jemanden geliebt haben. Eine vergewaltigte Frau muss ins Gefängnis, weil sie ausserehelichen Sex hatte. Es gibt Mädchen, die werden vergewaltigt, obwohl sie erst fünf Jahre alt sind.  

Fühlst dich jetzt noch wohl in deinem schön dekorierten Haus, Freundin?“

 Nun können die Behauptungen der (oder die 😉 ) twitter-Feministin nicht unwidersprochen bleiben.

Unbestritten, der Frauenbewegung hat meine und Zoras Generation die Chancengleichheit und das durchaus bequeme Leben der Frau in unserem Breitengrad zu verdanken. Und weil ich die Verdienste/Leistungen der Frauenbewegung zu schätzen weiss, verwechsle ich sie nicht mit dem Feminismus von heute und schon gar nicht mit der Geistesverwirrung namens Genderismus. Wohl gemerkt ich rede hier von westlichen Ländern wie Deutschland, Schweiz oder Österreich.

Die damalige Frauenbewegung erstritt sich die Chancengleichheit für die Frauen. Heisst, dass Frauen Universitäten besuchen durften, wählen oder selber kandidieren durften etc. Es waren mutige, charakterstarke Frauen, die für freien Ideen-Wettbewerb zwischen Männern und Frauen kämpften und nicht für Leistungsgarantie, wie es die heutigen Weiber tun. Klug waren sie auch, die naturgegebenen Unterschiede zwischen Mann und Frau nicht verändern zu wollen – weil manches sich nicht verändern lässt. Ja, es gab Zeiten und Frauen, als Kinderkriegen und sich um diese Kinder kümmern, Glück bedeuteten. Es gab wirklich Zeiten und Frauen, die sich geschämt hätten, ihre Kinder dem Staat zu überlassen.

Nein, für den „Kampf“ der heutigen Feministinnen habe ich ausser angewidert sein und Verachtung nichts übrig. Ichgender-roles verstehe diesen Kampf auch nicht.

Nutz- und ziellos, lächerlich und peinlich sind die Aktionen der gegenwärtigen Feministinnen und Genderisten. Erst recht peinlich ihre Akteurinnen. Was sie haben sind eingebildete Probleme.

Oder kann mir jemand plausibel erklären, was mutig sein soll, mit nacktem Busen gegen ein Puppenhaus in Berlin zu protestieren.

Oder ist es normal, wenn die Frau auf die Idee kommt, sich durch eine Verkehrsampel diskriminiert zu fühlen?

Was soll die Sprachverschandelung durch FrauInnen, oder glaubt irgendein normaler Mensch, dass Frau dadurch an Respekt gewinnt. Der Gipfel des Wahnsinnst hat unbestritten die Universität Leipzig erreicht mit Guten Morgen, Herr Professorin“. Oh, nein, das ist keine Gleichberechtigung, das ist wahrer Wahnsinn.

Und solche Beispiele gibt es genügend, aber zurück zum Thema.

Ja, es gibt Frauen, die benachteiligt werden, ganz einfach, weil sie Frauen sind. Und ja, ihnen werden Schamlippen abgeschnitten, damit sie keine Lust empfinden, sie werden gesteinigt weil MANN-weiss-wieso… Für die Rechte dieser Frauen darf und soll frau kämpfen. Nehmt euch die Frauenbewegung zum Vorbild, Wahnvorstellungen sind kontraproduktiv… Und sonst seit bitte still, haltet die Klappe und geniesst das Leben das euch die Männer ermöglichen.

Für mich gibt es weder Männer- noch Frauenrechte – nur Menschenrechte, für die es sich lohnt zu kämpfen.

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2 Gedanken zu “man(n), hat frau Probleme

  1. Danke für den Link über die Ampelfrauen. abgesehen davon dass es ja gar nicht sexistisch ist zu überlegen wie man eine Frau darstellt und als erstes auf „Handtäschchen“ kommt musste ich so dermaßen lachen bei „dieses ist eine frau im Hosenanzug“ 😀 😀 Episch!

  2. Was den „Herr Professorin“ in Leipzig angeht: verschiedene Quellen im Netz weisen darauf hin, dass die Aussage, männliche Professoren würden so angesprochen, weniger der Realität sondern vielmehr der Effekthascherei verschiedener Medienerzeugnisse entsprungen ist. Und weil das natürlich wirklich wunderbar absurd ist, wurde es vielfach aufgegriffen und weiterverbreitet, was es nicht unbedingt richtiger macht. Was hingegen durchaus korrekt sei, ist, dass die Uni Leipzig nun in der Grundordnung wohl nicht mehr schreibt „der/die ProfessorIn tut dieses oder jenes“ sondern halt nur noch „die Professorin tut dieses oder jenes“. was zwar auch nicht zwingend notwendig ist, aber der Lesbarkeit eines Textes allemal entgegenkommt verglichen mit dieser ganzen (-Innen) Formuliererei.

    Wohlgemerkt gebe ich hier auch nur wieder, was ich gelesen habe – vermutlich ursprünglich auf dem bildblog.de (das ist KEIN Blog der Bild, möchte ich betonen) – und ich habe selbst auch nix davon überprüft.

    Um mir nun noch den Hass aller verqueren FrauenkämpferInnen zuzuziehen: Mir persönlich fiel weder früher ein Zacken aus der Krone wenn ich als Student bezeichet wurde, noch fällt er heute, wenn meine Berufsbezeichnung in männlicher Form verwendet wird. Ich denke, das ist wirklich ein Verdienst der Frauenbewegung – wenn heute von Studenten, Professoren, Ärzten, Architekten usw. gesprochen wird, dann ist niemand mehr erstaunt oder verstört wenns um Frauen und Männer gleichermassen geht. Und diese Gleichberechigung finde ich sehr wertvoll (von umgekehrten Problemfällen sehen wir jetzt mal grosszügig ab – oder gibts jemanden, der nicht nur an Fünfjährige denkt, wenn er „Kindergärtner“ hört?).

    Damit mir nun niemand vorwerfen kann, mir seien Steinigungen, Frauenbeschneidung und ähnlich kranke Dinge egal: dagegen kommen die Emanzen whl leider auch nicht an, wenn sie sich über den wohlgeformten Ausschnitt hinaus entblössen, „DAGEGEN!“ auf die Brüste schmieren oder sich aus Protest Achselhaare stehen lassen. Hier gehts um elementare Menschenrechte, die nur darum verletzt werden, weil die betroffene Person das Pech hat, eine Frau zu sein. Um sowas zu ändern braucht es ein ganz anderes Kaliber von öffentlichem Druck, und mutige Frauen aus dem Westen, die den Frauen in diesen Läbdern helfen können, ihre Rechte zu kennen und sich zu organisieren. Körperliche Unversehrtheit ist ein Menschenrecht. Als Frau Professorin statt Frau Professor angesprochen zu werden ist es wohl eher nicht.

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