Regula Stämpfli, was hat sie sich bloss dabei gedacht?

Regula StämpfliWas hat sich Regula Stämpfli bloss dabei gedacht? In BaZ-Meinungen unter dem Titel „Euthanasie im Reagenzglas“ vergleicht sie „nationalsozialistische Euthanasie-Programme“ und „Präimplantationsdiagnostik“. Wer es nicht glaubt, kann es hier nachlesen.

Wieso verhöhnt sie die Opfer eines der schlimmsten und menschenverachtenden Mörderregimes, unterstützt durch bestialische, gewissenlose Mediziner (vor allem Psychiater) der Geschichte, mit solchen Vergleichen? Ist Stämpfli nicht bewusst, dass sie mit solchen Vergleichen die Naziverbrechen an „behinderten“ Menschen verharmlost und relativiert?

In der Regel machen solche Vergleiche nur die Ultra-Gläubigen.

Weiss Regula Stämpfli nicht, wer die ca. 300 0000 Euthanasie Opfer waren? Es waren Menschen, Kinder und Erwachsene, mit psychischen oder körperlichen Einschränkungen, wie die 70 000 Opfer der sogenannten Aktion T4. Es wurden auch Kinder mit gewöhnlichen Schreib- und Lernschwächen als behindert qualifiziert und ermordet. Es waren unangepasste Kinder die man heute zum Schulpsychologen schicken oder die menschenunwürdige ADS-Diagnose stellen würde.

Wie kann es Regula Stämpfli überhaupt in den Sinn kommen, die leidvollen Tötungsmethoden durch Vergasen, Verhungern lassen, Todesinjektionen, mit Embryoselektionen gleichzusetzen?

Man kann für oder gegen Präimplantationsdiagnostik sein. Auch die öffentliche Diskussion darf oder muss stattfinden. Aber mit menschlichen Leiden der Euthanasie Opfer soll bitte schön nicht so respektlos, populistisch und egoistisch umgegangen werden, wie es Regula Stämpfli in diesem Artikel macht. Auch die Forscher als „Reagenzglasmischer“ zu bezeichnen und ihnen transparente (Mord-) Motive zu unterstellen, ist mehr als nur eine weitere typische Geschmacklosigkeit der Regula Stampfli.

Widerspruch

Zu erwähnen auch, Stämpfli setzt sich für Frauenrechte und Selbstbestimmung der Frauen ein. Demzufolge sollte sie auch nicht gegen Abtreibungen sein. Stellt sich dir Frage, wieso darf die Frau den Fötus abtreiben, auch wenn der Grund eine Behinderung sein könnte, aber die Embryos nicht auf Erbkrankheit untersuchen lassen und die kranken ausselektionieren?

Durch Selektion vor der Menschwerdung kann den Eltern viel Leid erspart werden, die Embryos spüren die Schmerzen nicht. Sie haben noch nicht das Bewusstsein und die Empfindungen eines Lebewesens. Aus diesem Grund ist gegen eine „Erbgutoptimierung“ nichts einzuwenden. Ich persönlich halte eine Embryoselektion für human und ethisch vertretbar.

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Ein Gedanke zu “Regula Stämpfli, was hat sie sich bloss dabei gedacht?

  1. Naja, die Frage scheint mir einfach zu beantworten sein. Stämpfli hatte wieder einmal einen Schub Publicity nötig. Man hörte in der Tat nicht mehr viel von ihr. Mal sehen, wie diese Aktion wirkt.

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