Gaza ist kein Konzentrationslager

Vorgeschichte: Wenn Judenhasser von Gaza als KZ phantasieren

Basler Zeitung vom 4. Juli 2013

Dominik Feusi 3Meinung

Entgleisung eines ehemaligen SP-Nationalrates

Gaza ist kein Konzentrationslager

Von Dominik Feusi, Bern 

„Franco Cavalli ist ein sozialistisches Urgestein, preisgekrönter Arzt und Krebsforscher. Ab 1995 vertrat er die SP im Nationalrat, und 1999 bis 2002 war er deren Fraktionschef. Als «Marxist» bezeichnet zu werden, macht ihm nichts aus, im Gegenteil. Für die Tessiner Wähler war das zu viel Linksdrall: 2007 und 2011 kandidierte Cavalli erfolglos für den Ständerat. Im Tessin hat seine Stimme auch heute noch Gewicht. Als letztes Jahr auf der Facebook-Seite eines Lega-Nationalrates anti­islamische Kommentare auftauchten, forderte Cavalli zusammen mit linken Mitstreitern vom Nationalratspräsidenten politische Konsequenzen.

Nun hat sich Cavalli selber aufs Glatteis gewagt. Vor etwas mehr als einer Woche behauptete er auf Facebook, «Gaza ist ein KZ». Er sei dort gewesen und habe die unmenschlichen Situationen gesehen, unter denen die Menschen leben müssten. Sie seien von «Israel dazu verdammt». Kritiker dieser Aussage bezeichnete er als «Dummköpfe» und «rechtsextreme Clowns».

 Wenn Cavalli mit offenen Augen im Gazastreifen gewesen wäre, hätte er neben bitterarmen ­Quartieren auch anderes gesehen. Es gibt in Gaza Freizeitparks mit Zoo, olympischer Schwimmhalle und Fussballplätzen. Es gibt Einkaufszentren mit vollen Regalen, Luxushotels mit allen Annehm­lichkeiten und Restaurants, welche die ganze Palette orientalischer und westlicher Genüsse ­offerieren. «A place of lasting spring regardless of the season» («ein Platz des dauernden Frühlings unabhängig von der Jahreszeit») heisst es beispielsweise auf der Webseite eines Restaurants. Auch die Bevölkerungsdichte im 45 Kilometer langen und rund zehn Kilometer breiten Küstenstreifen ist nicht grösser als in Schweizer Städten. Es ist klar, dass diese Verhältnisse nichts mit einem Konzentrationslager zu tun haben.

Auf diesen Widerspruch angesprochen, meint Cavalli lediglich, Konzentrationslager bedeute ja nicht unbedingt Auschwitz oder Dachau, zumindest inIMG_0871 italienischer Sprache, wie er auf Anfrage präzisiert. Die Aussage zurücknehmen will Cavalli jedoch nicht. Er habe hungernde Menschen, eine hohe Arbeitslosigkeit und Krebskranke gesehen, die nicht behandelt worden seien, weil ihnen Israel die Ausreise nach Jordanien verweigert habe.

Es ist nicht das erste Mal, dass sich Cavalli so äussert: Vor etwas mehr als einem Jahr kritisierte sogar die linke «Wochenzeitung», dass der Aufruf zu einem «Marsch» nach Jerusalem nationa­listische Sprache verwende – und Cavalli gehörte zu dessen Unterstützern. 2002 – noch als ­SP-Fraktionschef – war Cavalli bereits mit ­pauschalisierenden Aussagen zum israelisch-­arabischen Konflikt aufgefallen.

 Dem Frieden ist damit sicher nicht gedient.“

 dominik.feusi@baz.ch

Nachtrag: 11. Juli 2013, Basler Zeitung, Seite 9

Franco_CavalliReplik auf den Kommentar: «Gaza ist kein Konzentrationslager»

Gaza bleibt ein Gefängnis – Menschen dürfen kaum ein- und ausreisen

Von Franco Cavalli

„Ist Gaza ein Konzentrationslager? Oder bin ich ein Antisemit? Bin ich entgleist, wie BaZ-Bundeshausredaktor Dominik Feusi meint (BaZ, 4. 7. 2013), weil ich in einem hastig formulierten Eintrag auf Facebook unter anderem gemeint habe, Gaza sei «ein Konzentrationslager»? Bin ich gar durch und durch antisemitisch eingestellt, wie mir eine rabiate Gruppe extremer Israelbefürworter schon vorher, aber vor allem nach dieser Facebook-Bemerkung pausenlos vorwirft?

Aber zuerst einmal zum Sachverhalt. Vor etwa drei Wochen, als ich in Lugano einen Kongress mit etwa 3000 Krebsforschern leitete, erhielt ich ein dringendes Mail, in dem ich, neben skurrilen Beschimpfungen, auch des Antisemitismus bezichtigt wurde.

Normalerweise nehme ich diesen Vorwurf ­gelassen hin, nicht nur weil einiges in meinem Lebenslauf genau das Gegenteil beweist, sondern auch weil dieser Vorwurf erfahrungs­gemäss gegen jeden erhoben wird, der sich kritisch mit der Politik der israelischen Regierung auseinandersetzt, sei es auch ein Ex-US-Präsident wie Jimmy Carter oder gar ein Intellektueller jüdischer Abstammung wie der Linguist und Polit­philosoph Noam Chomsky. Ganz offensichtlich soll dieser pauschalisierende Vorwurf jede auch noch so berechtigte Kritik von vornherein ent­werten. Gestresst und übermüdet habe ich diesmal dagegen unwirsch reagiert und dabei zu wenig bedacht, dass Konzentrationslager wie auch Euthanasie (ich habe immer grösste Mühe, mit deutschen Kollegen darüber zu diskutieren) Begriffe sind, die auf Deutsch ganz anders besetzt sind wie zum Beispiel auf Italienisch.

Dies habe ich auch versucht, Dominik Feusi zu erklären, als er mich auf dem Höhepunkt einer Kettenreaktion von sehr beleidigenden Facebook-­Einträgen per E-Mail ultimativ aufforderte (er wusste, dass ich ferienhalber in Griechenland war), bis zu einem bestimmten Zeitpunkt auf eine ganze Liste von Fragen Antwort zu geben, wie zum Beispiel, ob ich mich von scheinbar ähnlich tönenden, mir völlig unbekannten Äusserungen deutscher Neonazis distanzieren würde.

Aber nun zu Gaza: Durch meine Erfahrung in den Entwicklungsländern bin ich einiges gewohnt, doch habe ich noch nie eine so trostlose Situation erlebt wie jene, die ich in Gaza vor etwas mehr als drei Jahren vorfand, als ich mit einer schweizerischen parlamentarischen und akademischen Delegation dort war. Ich sah hungernde Leute, die, während UNO-Vertreter Nahrungsmittel ­verteilten, verzweifelt um 100 Gramm Mehl kämpften, eine hoffnungslose und fast totale Arbeitslosigkeit, heruntergekommene Spitäler, wo das Allernötigste fehlte, Krebskranke, die nicht ausreisen durften, und so weiter.

Wie ich damals in einigen Interviews sagte, ­empfand ich Gaza als «das grösste existierende Gefängnis unter freiem Himmel», nicht zuletzt weil auf diesem kleinen Küstenstreifen etwa zwei Millionen Leute zusammengepfercht sind. Und seitdem hat es auch noch den letzten grossen israelischen Angriff mit etwa 1500 zivilen Opfern gegeben … Ich bin aber mehr als einverstanden, künftig diese hieb- und stichfeste Definition anstatt den Begriff «Konzentrationslager» zu gebrauchen.

Dominik Feusi beschönigt gewaltig die Lage im Gazastreifen, indem er meint, die Bevölkerungsdichte sei nicht grösser als in Schweizer Städten (als ob die logistischen, hygienischen und klimatischen Verhältnisse vergleichbar wären!). Er zeichnet auch ein Bild, das fast an Disneyland erinnern könnte. Es stimmt zwar, dass in den letzten zwei bis drei Jahren die dortige Hamas-Regierung dank Zufluss von Geldern aus den Golfstaaten einiges vor allem in Freizeitanlagen investiert hat, auch um extremistische Strömungen unter der Bevölkerung unter Kontrolle zu halten.

Selbst wenn etwas weniger trostlos als auch schon, bleibt Gaza aber ein Gefängnis, nicht zuletzt weil die Menschen dort kaum ein- und ausreisen dürfen; dies gilt sogar für junge Studenten, die Auslandsstipendien erhalten haben, ­während etwa die vielen Fischer nur ganz in Küstennähe ihrer unterdessen deswegen fast nutzlos gewordenen Tätigkeit nachgehen können, wobei das Fischen eine der wenigen lebensunterhaltenden Möglichkeiten für die Bevölkerung wäre.

Zum Schluss meint Dominik Feusi in seinem ­Kommentar, meine Stellungnahmen würden kaum dem Frieden dienen, und verweist vor allem darauf, dass ich bereits 2002 «mit pauschalisierenden Aussagen aufgefallen war». Höchstwahrscheinlich meint er meine 1.-Mai-Rede in Zürich, bei der ich gesagt hatte, dass der damalige israelische Premierminister Ariel Scharon vor Gericht gehöre wegen der Rolle, die er beim entsetzlichen Massaker von Sabra und Schatila gespielt hat. Dazu stehe ich noch heute, auch weil unterdessen der Internationale Gerichtshof von Den Haag Angeklagte für weniger gravierende Tatbestände verurteilt hat.

Über konkrete Friedensbedingungen lässt sich natürlich streiten. Trotz alledem lehrt uns aber die Geschichte, dass es niemals einen Frieden geben kann, solange die elementarsten Rechte eines ­Volkes nicht anerkannt beziehungsweise respektiert werden.

Und gerade dies tut die israelische Regierung in den besetzten Gebieten seit Langem nicht. Jimmy Carter hat die Lage dort trefflich mit derjenigen der damaligen Apartheid in Südafrika verglichen: Die Palästinenser werden täglich gepiesackt, und durch die geplante Zersiedelung der Gebiete wird de facto jede Zweistaatenlösung verunmöglicht.

Dominik Feusi rate ich, den Film «Das Herz von Jenin» (vor zwei Jahren am Filmfestival in Locarno aufgeführt) anzuschauen: Der Film zeigt die wahre Geschichte eines palästinensischen Vaters, der die Organe seines getöteten Sohnes für Transplantationen, auch für jüdische Kinder, freigibt. Als er ein Jahr später die Eltern der dadurch geretteten Kinder treffen will, muss er durch einen Haufen unglaublicher Schikanen gehen. Nein, so kann es wirklich keinen Frieden geben. Leider.

Franco Cavalli, Ascona, alt Nationalrat SP, ehemaliger Fraktionschef, ist Arzt und ein bedeutender Forscher in der Krebsmedizin.

12.07.2013, Kommentar von Manfred Messmer, arlesheimreloaded.ch

„Wenn Herr Cavalli über Gaza faselt oder: Hamas-Freizeitanlagen gegen Extremisten

[…]“Extremistische Strömungen unter der Bevölkerung” – hä?

Noch extremer als die regierende Hamas, die von vielen Ländern (und der EU) als terroristische Vereinigung eingestuft wird?

Oder handelt es sich bei diesen “extremistischen Strömungen” um Menschen in Gaza, welche die Hamas endlich loswerden wollen, so wie viele Ägypter die Moslembrüder?

Es ist halt schon so, wenn Leute wie Herr Cavalli sich zu Gaza äussern, dann ist deren Weltbild in Ordnung.“

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13 Gedanken zu “Gaza ist kein Konzentrationslager

  1. Man lese Cavallis Kommentare genau! Er zieht den KZ- Vergleich zurück und spricht nur noch von einem Gefängnis.
    Übrigens:

    Die Traumatisierung der Juden, die nach der Shoah Israel aufbauten, ist verständlich.
    Das entschuldigt nicht die Verbrechen an den Arabern, die bis heute andauern. Die Nakba ist ebenso wenig zu leugnen wie die Shoa.
    Übrigens haben etliche prominente Juden wie Albert Einstein und Hanna Ahrendt bereits 1948 auf faschistische Tendenzen in Israel hingewiesen:
    [quote]Brief an New York Times, 4. Dezember 1948

    An die Herausgeber der New York Times

    Zu den beunruhigendsten politischen Phänomenen unserer Zeit gehört das Auftauchen der “Freiheitspartei” (Tnuat Haherut) im neu geschaffenen Staat Israel. Es ist eine politische Partei, die in ihrer Organisation verwandten Methoden, in ihrer politischen Philosophie und sozialen Anziehungskraft den Nazis und den faschistischen Parteien sehr ähnlich ist. Sie bildete sich aus der Mitgliedschaft und den Nachfolgern der früheren Irgun Zwai Leumi (IZL), einer terroristischen, rechtsradikalen, chauvinistischen Organisation in Palästina.

    Der augenblickliche Besuch von Herrn Begin, dem Führer dieser Partei, in den USA ist offensichtlich wohl berechnet worden, um den Eindruck zu machen, dass Amerika seine Partei bei den anstehenden israelischen Wahlen unterstützt, und um die politischen Bindungen mit konservativen zionistischen Elementen in den USA zu festigen. … [/quote]

    Und heute? Sind wir uns nicht einig, dass Israel eine rechte Regierung hat? Das hat nichts mit Nazis zu tun. Aber dennoch mit einer „sich faschisierenden israelischen Gesellschaft“ (Moshe Zuckermann)

  2. Herr Cavalli kombiniert anerzogenen Antisemitismus mit linkem Selbstverständnis, als SP-Mitglied per se ein guter Mensch zu sein, der besser und richtiger handelt, als alle anderen. Das führt zu gravierendem Mangel an Selbstreflexion; Fragen die sein können: „Bin ich eigentlich für die Palästinenser oder nur gegen die Israeli?“, „Betreffen mich die Umstände in Syrien, Aegypten etc. gleich wie die Umstände in Gaza? Wenn ja, wieso äussere ich mich dann nie öffentlich dazu?“. Es ist für ein SP-Mitglied, das überzeugt ist, moralisch überlegen zu sein, weil sich seine Partei (früher) für die Schwachen einsetzt(e), besonders schwierig, zu erkennen, dass es in ihm antisemitisch denkt.

  3. Wenn Herr Cavalli schreibt, „Ich sah hungernde Leute, die, während UNO-Vertreter Nahrungsmittel ­verteilten, verzweifelt um 100 Gramm Mehl kämpften, eine hoffnungslose und fast totale Arbeitslosigkeit, heruntergekommene Spitäler, wo das Allernötigste fehlte, Krebskranke, die nicht ausreisen durften, und so weiter“ dann hat er damit sicherlich nicht Unrecht. Jedoch sollte er einmal nachdenken, wem die Schuld hieran zu geben ist. Alleine die EU zahlt jedes Jahr rund 300 Mio. Euro, und die USA 500 Mio. Dollar an die Palästinensische Autonomiebehörde zur Verbesserung der Lebensbedingungen und der Infrastruktur, von den Zahlungen vieler anderer Länder ganz zu schweigen.
    Und warum ändert sich trotz der jährlich gezahlten horrenden Summen an die PA nichts an den Lebensbedingungen, der Infrastruktur und an der Lebenssituation der Menschen dort?
    Weil sich Vertreter der PA ihr privates Säckel mit den Geldern füllen (siehe Jassir Arafats Konten in der Schweiz), weil die Hamas für das Geld Raketen und Waffen kauft – Darum kommt bei den Menschen nichts an!
    Aber es ist ja viel einfacher, Israel pauschal die Schuld für alles in die Schuhe zu schieben, als die tatsächliche Ursache zu erforschen, nicht wahr Herr Cavalli!?
    Ich unterstelle Ihnen, dass Ihnen weder an einer fairen Beurteilung der Lage in der PA, noch an einer fairen Kritik an der Politik Israels gelegen ist. Vielmehr geht es Ihnen wahrscheinlich darum, Israel – dem Juden unter der Staaten – eins auszuwischen.

  4. Zur Kenntniss für den ignoranten Cavalli:

    Nun, einer jüngeren repräsentativen Umfrage unter “Palästinensern” in Gaza ist zu entnehmen, daß die mit ihren Lebensumständen mehrheitlich nicht unzufrieden sind. Beinahe zwei Drittel (63,3%) weigerten sich, ihr Leben als “schlecht” oder “sehr schlecht” zu bewerten, ein Drittel, 33,4%, schätzen es sogar als “gut” und 8,8 Prozent als “sehr gut” ein.

    http://www.tw24.net/?p=7610

    • Die Antisemiten kann man mit Fakten/Wahrheit nicht überzeugen. Sie wollen in den Palästinensern Opfer sehen, sonst bricht ihre Welt zusammen! Die benütezen Palästinenser um gegen Isreal zu hetzen, nicht weil die ihnen am Herzen liegen.
      gruss

  5. Aus 2002 – der was IMMER schon so eingestellt – Aber entschieden zu einfach macht es sich umgekehrt, wer für die palästinensische Sache einsteht, dabei nur die Opfer dieser Seite sieht und die von palästinensischen Aktivistengruppen praktizierten Terrormethoden ausblendet. Differenzierende Kritik hatte zum Beispiel an der Berner Demonstration der Gesellschaft Schweiz-Palästina vor zwei Wochen keinen Platz, nicht einmal in der Rede des (damals noch amtierenden) SP-Fraktionschefs Franco Cavalli. Aus seiner Ansprache werden Sätze zitiert wie, dass Israel «ganz gezielt ein ganzes Volk massakriert» oder «die systematische Ausrottung der Palästinenser» verfolge. Von solchen unhaltbaren, dafür emotionalisierenden Pauschalsätzen ist es dann nicht mehr weit zur extremistischen Greuelpropaganda, die den Davidstern mit dem Hakenkreuz, das Vorgehen der Israeli heute mit dem Holocaust Hitlers von gestern gleichsetzt. Solches, bis hin zur Fahnenverbrennung, kam auch an der Demonstration in Bern zum Zug, und es gab keinen Einspruch dagegen, weder von Cavalli noch von andern Rednern.

    http://www.nzz.ch/aktuell/startseite/newzzD0IECIZL-12-1.388521

    • Was kann man von Cavalli erwarte, er behauptet, „Hamas-Regierung dank Zufluss von Geldern aus den Golfstaaten einiges vor allem in Freizeitanlagen investiert hat, auch um extremistische Strömungen unter der Bevölkerung unter Kontrolle zu halten.“
      Er ist der Meinung, Hamas wäre Heilsarmee…
      Er sagt nicht, dass die EU- Gelder für Waffen ausgegeben werden…. Er ist total durchgeknallt

  6. Und zu Gaza brauchen wir uns gar nicht mehr unterhalten, auch die Lüge von den angeblich 1.500 ZIVILEN Opfern, sonst hätte Goldstone nicht seinen Bericht zurückgezogen. Aber wenn Lügen erst mal in den Köpfen festsitzen, bleiben sie für alle Ewigkeiten dort.

    http://heplev.wordpress.com/2009/03/15/ein-wenig-gaza-arithmetik/

    http://zeitungfuerdeutschland.wordpress.com/2009/03/24/ein-freund-ein-guter-freund-2/

    http://heplev.wordpress.com/2010/11/17/wie-viele-wurden-jetzt-wirklich-bei-der-operation-%E2%80%9Egegossenes-blei%E2%80%9C-getotet-2/

  7. Ach, der Cavalli. Man müsste ihm einmal Anschauungsunterricht geben und ihn in ein wirkliches Konzentrationslager, so etwa hierher

    http://www.20min.ch/ausland/dossier/nordkorea/story/12484580

    abkommandieren. Aber wahrscheinlich würde er diese menschenverachtende sozialistische Gleichschaltungs-Welt, die ja seitens unserer Linken offenbar keinerlei Kritik bedarf, als Wellness-Anlagen zur unentgeltlichen Ausbildung bildungsferner Schichten im Sinne erprobter sozialistischer Manier bezeichnen.

  8. Zu seinem Sabra Geschwafele – Behauptung:

    „Die Verantwortung für das Massaker an Tausenden unschuldiger palästinensischer Flüchtlinge in Sabra und Shatila liegt bei Israel.“

    Tatsache:

    Für die Massaker in den beiden in Beirut gelegenen Flüchtlingslagern bei Beirut am 16. und 17. September 1982 war die libanesische christliche Phalange-Miliz verantwortlich. Die israelischen Truppen hatten den Phalangisten den Zutritt zu Sabra und Shatila gestattet, weil sie terroristische Zellen ausheben sollten, die man dort vermutete. Schätzungen zufolge hatten sich etwa 200 bewaffnete Männer in den zahllosen Bunkern verschanzt, die die PLO im Laufe der Jahre in den Lagern errichtet und mit großzügigen Munitionsvorräten versehen hatte.

    Als die israelischen Soldaten die Phalangisten aufforderten, die Lager wieder zu verlassen, fanden sie Hunderte von Toten vor (Schätzungen schwanken zwischen 460 – nach den Angaben der libanesischen Polizei – und 700 bis 800 – nach Berechnungen des israelischen Geheimdienstes). Unter den Toten befanden sich nach libanesischen Aussagen die Leichen von 35 Frauen und Kindern. Die übrigen waren Männer: Palästinenser, Libanesen, Pakistanis, Iraner, Syrier und Algerier. Diese Ermordeten kamen zu den ca. 95000 Opfern hinzu, die der Bürgerkrieg im Libanon in den Jahren 1975 bis 1882 bereits gefordert hatte.
    Der Grund für die Morde war Rache für die Ermordung des libanesischen Präsidenten Bashir Gemayel und 25 seiner Anhänger, die wenige Tage zuvor bei einem Bombenanschlag ums Leben gekommen waren.

    Israel hatte den Phalangisten den Zutritt zu den Lagern im Rahmen eines Programms zur schrittweisen Rückgabe der Regierungsvollmachten an die Libanesen gestattet und übernahm die volle Verantwortung für diese Entscheidung. Die Kahan-Untersuchungskommission, die auf Druck der israelischen Öffentlichkeit von der Regierung eingesetzt wurde, kam zu dem Schluss, dass Israel indirekt für das Massaker verantwortlich war, weil es die Möglichkeit gewalttätiger Ausschreitungen durch die Phalangisten nicht einkalkuliert hatte. Israel griff die Empfehlungen der Kommission auf, zu denen unter anderem die Entlassung von Verteidigungsminister Ariel Sharon und General Raful Eitan, des Oberbefehlshabers des Heeres, gehörte.

    Die Kahan-Kommission war nach Aussage des ehemaligen amerikanischen Außenministers Henry Kissinger „ein großes Zugeständnis an die israelische Demokratie … Es gibt nur wenige Regierungen auf der Welt, die die öffentliche Untersuchung einer so problematischen und für sie selbst peinlichen Angelegenheit zulassen würden.“18

    Während 300000 Israelis gegen die Morde demonstrierten, kamen aus der arabischen Welt bemerkenswerterweise nur wenige oder gar keine Proteste. Außerhalb des Nahen Ostens jedoch war die Empörung über die Massaker groß. Die Phalangisten, die das Verbrechen ja eigentlich begangen hatten, kamen dabei allerdings weitgehend ungeschoren davon.

    Im Mai 1985, als die muslimische Miliz die palästinensischen Flüchtlingslager Schatila und Burj-el Barajneh angriff, gab es dagegen kaum weltweite Proteste. Nach UN-Angaben wurden dabei 635 Menschen getötet und 2500 verletzt. In dem sich über zwei Jahre hinziehenden Kampf zwischen der von Syrien unterstützten schiitischen Amal-Miliz und der PLO kamen über 2000 Menschen, darunter viele Zivilisten, ums Leben, doch auch damals war kein Aufschrei der Öffentlichkeit über das Verhalten der PLO oder der Syrer und ihrer Verbündeten zu vernehmen. Und auch im Oktober 1990, als syrische Streitkräfte christlich kontrollierte Gebiete im Libanon überrannten, schwieg die internationale Öffentlichkeit. In dem acht Stunden währenden Kampf wurden 700 Christen getötet – es war die schlimmste Schlacht des ganzen Bürgerkriegs.

    Sobald Israel involtiert ist, gibt es Aufschreie, ja, er ist ein Judenhasser, weil er mit zweierlei Moral urteilt.

  9. Dem schwadronierendem Cavalli wünscht man sich ein tatsächliches KZ an den Hals, auf dass er dann den Unterschied am eigenen Leib spüren möge.

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