Claudia Roths Tränen(gas)…

„Ob es unmenschlich ist, dass ich beim Anblick dieses Fotos nicht aufhören kann zu Grinsen!“ (Ironie off) – Fragte ich vor ein paar Tagen über Facebook. Auf dem Foto die Grünen Chefin Claudia Roth nach der Räumung des Geiz-Parks (Türkei!) – nachdem sie etwas Tränengas abbekommen hatte.Cl. Roth_ Türkei

Die Kommentare, wie erwartet, waren durchaus ironisch und zustimmend. Es gab aber auch Stimmen, die die Meinung vertraten, man dürfe über solche Szenen nicht spotten.

Warum eigentlich nicht? Warum darf man über Roths Foto nicht spotten?

Meines Wissens nach ist sie freiwillig nach Istanbul geflogen um dort für irgendetwas zu demonstrieren: Mehr Demokratie, von der hat man ja nie genug; Eine bessere Welt, die braucht man ja auch immer; Menschenrechte, das wollen die westlichen Journalisten hören oder einfach für fettarme bio Börek! Kommt auf dasselbe heraus – wichtig ist sie kann demonstrieren! Selbstverständlich kann sie auch während den Demonstrationen nicht auf die Kamerabegleitung verzichten. Ihr Leid muss ja die ganze Welt mitbekommen. Und ja, dramaturgisch leiden kann die Frau. Auch ihre ewige Erschütterungs-Performance muss ihr jemand zuerst nachmachen.

Wie oben erwähnt, sie begab sich freiwillig, bewusst und total unnötig in eine Gefahrenzone. Sie ging in einem fremden (souveränen) Staat demonstrieren. Mit welchem Recht tut sie das? Was will sie mit solchen Aktionen bewirken? Was hat sie damit „Gutes“ für die Türkei erreicht? Hält sie die Türken für so dämlich und schwach, dass sie für ihre Rechte nicht selber kämpfen können?

Und nicht nur dass die Welt ihre hässliche Bilder ertragen muss, nein, die Dame muss auch noch das Wort ergreifen:

„Das ist Krieg, Krieg gegen die Menschen in der Türkei. Die Menschen im Gezi-Park, das sind auch die Menschen der Türkei.“ – wird sie zitiert.

Indem sie sich selbst als Kriegsopfer und Kriegsleidende darstellt, verspottet sie die echten Kriegsopfer. Zum Beispiel die syrischen. Das sind wirkliche Kriegsopfer. Sie hatten Roths-Wahl nicht, ein Flugzeug von Deutschland Richtung Türkei zu nehmen, ins Hotel abzusteigen, beim Zimmerverlassen die Klimaanlage auszuschalten, im Lift das Make-Up zu kontrollieren und fröhlich erholt in den Krieg zu ziehen. Danach vom „Divan“-Hotel über den Taksim-Platz zum „Marmara“-Hotel zu rennen, weil man im „Divan“ nicht richtig atmen könne. Nein, solch eine Wahl haben die syrischen Kriegsopfer nicht. Auch treffen sich die syrischen Kriegsopfer am Morgen danach nicht in einem kleinen Cafe, wo der Cay mit Locum serviert wird, um den „Gegenschlag der Guten und Aufrechten“ zu planen.

Nein, Claudia Roth ist kein Kriegsopfer sondern das Opfer Ihrer eigenen Dummheit. Sparen wir uns das Mitgefühl für die wahren Kriegsopfer und Kriegsleidenden.

Spotten wir ruhig und genüsslich über Claudia Roth. Sie provoziert es ja!

Sie hat eins „auf den Deckel bekommen“ und vielleicht überlegt sie sich das nächste Mal besser, ob und wohin sie demonstrieren geht. Ernsthaft, ob sie immer noch Konflikte in der Türkei liebt, wie hier?

Soeben habe ich erfahren, dass auch der rote Basler „Basta-Müller“ die Demonstrationen vor Ort verfolgt hat. Auch für ihn gilt das oben geschriebene

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4 Gedanken zu “Claudia Roths Tränen(gas)…

  1. mal ganz ehrlich: wenn plötzlich claudia roth vor mir stünde und ich hätte so ein reizgasballergerät in der hand, würde ich wahrscheinlich vor schreck auch erstmal haha gas geben 🙂

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