Die Zukunft ist nuklear

Christian RiesenReplik auf den Leserbrief vom 11. Juni 2013 von Michael Hofer, Winterthur zum Artikel Energiewende „Neuer Deal für den Atomausstieg, TA vom 8. Juni. Von Christian Riesen

Die Stromerzeugung ist technisch interessant und für viele leider ein Buch mit sieben Siegeln. Der Leserbrief des Grüne Winterthur-Aktivisten Michael Hofer zeigt aber nicht nur das fehlende Technikverständnis auf, sondern auch, dass zuweilen sogar lebensfeindliche Ideologien mehr zählen als die Wissenschaft.

kernenergie_tagesanzeiger11062013Kernkraftwerke in der Schweiz werden jeweils mit viel Aufwand auf den neuesten Stand gebracht. In der Schweiz gibt es keine verlotterten Kernkraftwerke. Dafür sorgen viele überdurchschnittlich gut ausgebildete Kernkraftwerksmitarbeitende, von denen sehr viele Wohneigentum in der Nähe ihres „Kernkraftwerkes“ besitzen. Und welche überdurchschnittlich gut ausgebildete Arbeitskraft gefährdet sich und seine Familie unnötig? Keine. Weiter überwachen etliche Organisationen und Behörden den Zustand unserer Kernkraftwerke und vergeben immer wieder Bestnoten. Ein Verfalldatum für Kernkraftwerke macht übrigens in etwa so wenig Sinn wie ein Verfalldatum für Autos. Was zählt, ist die Einhaltung der aktuellen Sicherheitsbestimmungen.

Wind und Sonne sind leider nicht bedarfsgerecht vorhanden. Bei Nacht und Windmangel versagen Windräder und Photovoltaik komplett. Ich kann mir nicht vorstellen, dass Kernenergiekritiker in einer windlosen Nacht auf dem Operationstisch liegend wirklich Verständnis für dauernde Stromausfälle hätten. Vier Brennstoffpellets einer Grösse von 0,5x1cm reichen übrigens aus, um eine vierköpfige Familie während eines ganzen Jahres mit Strom zu versorgen. Tag und Nacht. Sicher, günstig und zuverlässig.

Bezüglich „Atommüll“ gibt es zu bemerken, dass dieser (Tendenz steigend) auch in der Medizin, Industrie und Forschung anfällt. Warum strahlt „Atommüll“? Weil noch Energie drin ist. Diese Energie dürfte bereits in wenigen Jahren nutzbar sein. Der „Dual Fluid Reactor“ ist dabei nur einer von vielen interessanten Lösungsansätzen.

Der „Dual Fluid Reactor“ war übrigens der absolute Publikumsliebling bei den Greentec Awards 2013. Leider wurde der vielversprechende Lösungsansatz aus politischen Gründen denominiert. Die Verarbeitung von „Atommüll“ aus militärischen Anwendungen werde als nicht nachhaltig erachtet, schrieb ein Journalist der WirtschaftsWoche auf Facebook. Die Antwort auf die Frage, was daran nicht nachhaltig sein soll, blieb er schuldig.

Im deutschsprachigen Raum will die Politik aus dem Atomstrom raus. Im angelsächsischen Raum sind immer mehr Umweltschützer für die Kernenergie. Auch Patrick Moore, Greenpeace-Gründungsmitglied, befürwortet die Kernenergie. Aus Gründen des Umweltschutzes. Microsoft-Gründer Bill Gates und der britische Unternehmer Richard Branson investieren viel Geld in die Zukunft der Kernenergie. Denn, die Zukunft ist nuklear.

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