Hat Gossen-Writer vielleicht recht?

Schon mal was von Andreas Gossweiler gehört? Nein? Kein Problem. Sie sind einer von rund 7 Milliarden Menschen auf der Erde, denen der Name Andreas Gossweiler nichts sagt. Man muss sich diesen Namen auch nicht merken. Gossweilers bisher vielleicht bemerkenswerteste Leistung ist ein Kommentar über den Vorzug von Schamhaaren. Ansonsten schreibt Gossweiler für ein Magazin namens Gesundheitstipp: über Diäten aller Art (seine Spezialität), Hämorrhoiden (ein wichtiges Thema für die, die es betrifft; wir wollen unter keinen Umständen herablassend sein) oder über „Fadenwürmer im Wildlachs“. Kurzum – Gossweiler ist sozusagen ein Gossen-Writer, einer, der sich auf jenen Themen spezialisiert hat, bei denen andere instinktiv die Nasen rümpfen. So weit so gut. Auch das braucht es.

Nun hat Gossen-Writer noch ein zweites Hobby: Er will nicht nur Fadenwürmer den Garaus machen, sondern auch den Naturfreunden für Atomstrom. Seit Monaten schreibt er auf allen Kanälen gegen uns.  Das darf er – gerade wir setzen uns für die Meinungsäusserungsfreiheit ein – und es ist insofern nicht weiter von Belang, als sich kaum einer darum schert. Und da ihn die Debatte, die intellektuelle Auseinandersetzung offenbar nicht interessiert – er hat auch noch nie mit uns Kontakt aufgenommen -, hat er uns auch nie interessiert. Denn der offene und ungehemmte Wettbewerb um das bessere Argument, das ist es, wofür wir eintreten. Wir wollen nicht in jene humorlose, intolerante und letztlich religiös-missionarische Besserwisserei verfallen, die unsere Gegner auszeichnet. Attacken vom Stil Gossweiler, der, frei von Argumenten, uns auf persönlicher Ebene zu diffamieren versucht, interessieren uns nicht – man schaut hin und angewidert wieder weg.

Nun hat Gossweiler eine Attacke gegen unser Mini-Logo lanciert: Die lachende rote Sonne, die Atomstrom gut findet. Er findet, das Motiv sei geklaut und daher unlauter (Verstoss gegen das geistige Eigentum).

Und wisst Ihr was – womöglich hat Gossweiler diesmal Recht. Nicht aus den Gründen die er nennt. Aus der Veralberung des Heiligtums der Atomgegner auf eine Copyright-Verletzung zu schliessen, ist natürlich ein lächerlicher Unfug. Mit dieser Begründung könnten die Diktatoren dieser Welt ab sofort alle Filme von Borat alias Sacha Baron Cohen verbieten lassen. Und trotzdem hat Gossweiler ein wenig recht: Das Logo der Naturfreunde wurde selbstverständlich in Anlehnung an ihre Gegner geschaffen, auch als Provokation. Das war gut für den Anfang. Doch wir haben das mittlerweile nicht mehr nötig. Wir sind heute gross genug, als dass wir uns auf unsere eigenen Anliegen beziehen können. Wir hatten schon immer genügend gute Argumente, um nicht nur „gegen“ etwas zu kämpfen (den grünen Moralterror), sondern „für“ etwas – die Kernenergie als moderne, saubere, umweltfreundliche, sichere und günstige Alternative.

Kurzum: Wir glauben, dass es an der Zeit ist, unser Logo zu ändern – weg von der satirischen Veralberung der Heiligen Santa Barbara deratomkraft_ja_bitte Atomgegner  hin zu einem eigenen Symbol. Es ist die blaue Grafik mit den Atomen drauf und mit derselben Message – „Atomstrom – Ja bitte“ (daran ändert sich nichts) -, ein Signet übrigens, das wir auf dieser Seite schon mehrmals vorgestellt haben.

Wir machen diese Seite nicht für uns, sondern für Euch, liebe User – in einem offenen Geist der Debatte. Wir diskutieren schon seit geraumer Zeit – lange bevor Gossen-Writer darauf gekommen ist -, ob wir dieses Symbol nicht ändern sollten. Herr Gossweiler hat uns nun daran erinnert (was wir ihm natürlich verdanken; am meisten lernt man stets von seinen Feinden). Wir möchten Euch, liebe User, aber zuerst fragen: Was meint ihr, liebe Freunde der Atomfreunde – sollen wir unser Logo ändern und den vielleicht etwas einsamen Gossweiler für dieses Verdienst zum Ehrenmitglied ernennen? Oder seid ihr der Meinung, dass es gemein wäre?

09.05.2013

Gossweiler_TW_01

17.05.2013, ca. 17:30 twittert Gossweiler:

Gossweiler_TW1_K

und drei Stunden später:

Gossweiler_TW2

18.05.2013, ca. 9:30, versucht er es wieder:

Gowweiler_TW3

Kernteam Naturfreunde für Atomstrom: Isabella Seemann, Christof Merkli, Christian Riesen, Dani Brandt, Alex Baur

Bölzberg

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7 Gedanken zu “Hat Gossen-Writer vielleicht recht?

  1. Pingback: Hat Gossen-Writer vielleicht recht? | Jihad Watch Deutschland

  2. Herr Gossweiler ist ein Gesundheitsapostel. Gut, dass es ihn gibt. Die Welt und die Schweiz werden so gesünder. Ich bin dafür, dass er Ehrenmitglied im Atomfreunde-Club wird, aber nur, wenn er sich vorher seine Schamhaare entfernt, wenigstens ein Teil, damit es für sein neues Toupet reicht.

      • Naja, Wetterfühligkeit ist nicht wirklich lustig. Aufgrund meiner Tätigkeit im MSHD weiss ich zur Genüge, wie es älteren Menschen bei Fön geht. Ein ehemaliger Kollege konnte auch ein Lied davon Singen. Durch einen schon fast verboten blöden Sturz hatte er beide Schienbeine in ein Chirurgenpuzzle zerlegt (Torsionsbruch). Wenn das Wetter umschlug, hätte er manchmal am liebsten die Beine abgeschraubt, wie er mit erzählte. Unbestritten ist aber Herr Gossenweilter wohl die falsche Adresse. Schamhaarbehandlung dürfte dagegen nicht helfen.

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