Eva Herzogs Angriff auf die Pressefreiheit!

„Das Recht, Lügen zu drucken, ohne dazu gezwungen zu sein.“

(Robert Lembke über Pressefreiheit)

Eva HerzogAm 19.12.2012 veröffentlichte BaZ-Journalist Michael Bahnerth ein fiktives Portrait über Eva Herzog – Annährung an eine Unnahbare!

Da stellte er theoretische Fragen, wie „Hat sie mal im Bett mit einer lesbischen Freundin gekifft?“, oder wärmte ein alt bekanntes Gerücht auf, sie habe evtl. eine Affäre mit Christoph Brutschin gehabt.

Journalistisch, na ja, mehr schlecht als recht, eher ein Beitrag für die Gelben Blätter, aber es ist nicht meine Aufgabe seine Arbeit zu beurteilen, sondern die seines Chefs. Und schlussendlich haben wir ja die Pressefreiheit.

Über Facebook (fb) hagelten mehrheitlich geschmacklose Kritiken auf die Person von Bahnerth, Somm und die BaZ-Männer generell etc. Manche Basler Genossinnen erkannten auf Bahnerths-fb-Foto, dass er ein Macho sei, und stellten fachFRAUisch die Diagnose „Sexismus“. Reflexartig wurde auch der Chef-immer-schuld-Blocher kritisiert, warum auch immer! Die bestürzte SP veröffentlichte sogar eine Pressemitteilung „Neuer Tiefpunkt in der BaZ Berichterstattung“, indem sie das Niveau der BaZ kritisierte.

Der TagesWoche-Chef persönlich nutzte die Geschichte, um dem CEO der BaZ Medien, Rolf Bollmann, ein öffentliches Ich-fühle-mich-betroffen-und-beschämt-Brief zu schreiben – und vollzog eine Generalabrechnung mit der BaZ in „Wenn der Eisenfluss stürmt„. Auch andere Medien wie die „NZZ am Sonntag“ oder die „bz“ machten es zum Politikum! 

Das Erschreckende

In der „NZZ am Sonntag“ sagte Herzog, sie „kläre die bestehenden Möglichkeiten zu Klage ab“. Selbstlos wie sie ist und tut, würde sie nicht ihretwegen klagen „Es sei vielmehr zu klären, was man sich als öffentliche Person eigentlich gefallen lassen müsse. «Dass ein solches Stück abgedruckt wird, bereitet mir in dieser Hinsicht Sorge», sagt die Regierungsrätin: «So darf sich unsere Medienlandschaft nicht entwickeln.»“

Sie haben richtig gelesen, sie sagte: „So darf sich unsere Medienlandschaft nicht entwickeln.“

Im Klartext: Die rote Finanzdirektorin will Einfluss auf die PressefreiheitWolf im... nehmen.

Zensur heisst das, liebe Frau Herzog! Z E N S U R!

Jetzt könnte man denken, die Journalisten laufen Sturm und weisen Madame Herzog in die Schranken. Aber weit gefehlt. Nichts, nada! Keine negative Reaktion auf Herzogs „Drohungen“ (ich habe nichts gehört)! Die Aktuelle Kamera (DDR) lässt grüssen!

Dieses Schweigen macht Angst, denn wer, wenn nicht die Journalisten müssen und sollen die Pressefreiheit verteidigen?

LESENSWERT:

Prozess gegen den bekannten Fotografen Klaus Rózsa: Es ging um die Pressefreiheit – und die Presse blieb fern. Das Urteil lautete auf Deutsch übersetzt: Das Fotografieren von Prügelpolizisten gilt als Hinderung einer Amtshandlung…HIER!

Klaus Rozsa

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