Chapeau, Adrian Ballmer!

Nun sorgen heute zwei Baselbieter Regierungsräte für Schlagzeilen. Gesundheitsdirektor Peter Zwick und Finanzdirektor Adrian Ballmer.

Die BaZ schreibt über Peter Zwicks, und ja, Sie vermuten richtig, Unfähigkeit. Und um was geht es genau? Peter Zwick hat eine Studie in Auftrag gegeben, die seine Arbeit in Zusammenhang mit der Projektplanung „Bruderholzspital“ beurteilt! Die Studienresultate besass Zwick seit August 2010, hielt sie aber über zwei Jahren geheim.

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Er beauftragte ein Unternehmen seiner Wahl, seine Arbeit zu beurteilen und das Resultat der Beurteilung hielt er geheim. Weder die Presse noch die Gesundheitskommission durften Einsicht in die Studie nehmen. Finanziert wurde die Studie nicht durch Zwick persönlich, sondern vom Souverän, den Steuerzahlern und trotzdem verweigert er die Ausgabe der Studie! Demokratieunterricht hatte Prinz Peter von und zu Ahnungslosigkeit Zwick wahrscheinlich beim lupenreinen Demokrat aus Moskau!

Die Studie zeigt nun, dass Peter Zwick nicht die geringste Ahnung von Projektmanagement hat, geschweige den Führungkompetenzen besitzt. Noch schlimmer, er ist nicht im Besitz der geistigen Fähigkeit, auf die Idee zu kommen, Spezialisten/Fachleute um Rat zu fragen..Prinz Peter von und zu Ahnungslosigkeit Zwick_ WWM. beratungsresistent… und die Landräte üben sich in vornehmer Zurückhaltung!

 

 

 

Mit seiner überraschenden Rücktrittsankündigung auf den 30.06.2013 sorgt Finanzdirektor Adrian Ballmer für die zweite Schlagzeile. Wirklich bedauern tut es keiner, es herrschen eher Depressiv-Reaktionen… Die Menschen fragen sich, warum NUR er?

Ballmer bemängelt

in seiner Rücktrittserklärung, den fehlenden Politstil, die Dominanz der Demagogen,ballmer-adrian_02 kreative Faktenauslegung, Respektlosigkeit, fehlende Fairness etc. Auch stellt er fest, dass Sonderinteresse der Einzelnen, statt Gemeinwohl durchgesetzt werden. Weiter stellt er fest, dass Ansprüche die Möglichkeiten und Problembringer die Problemlöser dominieren.

Gratulation, besser hat noch niemand die Arbeit der gegenwärtigen Baselbieter Regierung beschrieben. Danke und Chapeua lieber Adrian Ballmer für die klaren Worte!

 
 Das offizielle Demissionsschreiben von Finanzdirektor Ballmer (bz)

Sehr geehrter Herr Landratspräsident Jürg Degen
sehr geehrte Frau Regierungspräsidentin Dr. Sabine Pegoraro
sehr geehrte Damen und Herren

Per 30. Juni 2013 trete ich von meinem Amt als Mitglied des Baselbieter Regierungsrates zurück. Gesundheitliche Gründe – nicht akute, aber latente – legen mir diesen Schritt nahe. Das Regierungsamt, welches das Leben terminlich sehr stark fremdbestimmt, lässt mir kaum genügend Zeit, um genügend auf meinen Körper zu hören.

Die Aufgabe als „Berufsbaselbieter“ macht mir immer noch sehr viel Freude, insbesondere die Arbeit mit hoch kompetenten und sehr engagierten Mitarbeitenden in meiner Direktion, direktionsübergreifend, in unseren Konzerngesellschaften und im Regierungsrat. Wir haben gemeinsam einiges bewegen und erreichen können. Ich durfte auch viel an persönlicher Wertschätzung erfahren und geben. Dafür bin ich allen Beteiligten sehr dankbar.

Es zeichnet sich das Risiko einer grösseren Vakanz bei den Erneuerungswahlen 2015 ab, welche der Kontinuität in der Regierung schadet. Dieser will ich zuvorkommen. Da ein Rücktritt während des Präsidialjahres nicht opportun wäre und nach dem Präsidialjahr bis zu den Erneuerungswahlen nur wenig Zeit bliebe, bietet sich der Termin Mitte 2013 an. Mein im Moment wichtigstes Geschäft – die BLPK-Reform – muss bis dann ohnehin entschieden sein.

Leider haben einige wenige den Politstil massiv verändert. Es wird in Medien und durch Medien diffamiert. Es dominieren Demagogen; mit Fakten wird „kreativ“ umgegangen; Respekt und Fairness bleiben auf der Strecke. Es wird auf den Mann gespielt, wenn man den Puck nicht sieht oder für den Ball zu ungeschickt ist. Solidarität nimmt ab; Sonderinteressen gewinnen Oberhand über Gemeinwohl; Ansprüche dominieren die Möglichkeiten. Die Problembringer dominieren über die Problemlöser.

Die Lage des Baselbiets ist wesentlich besser als die öffentlich verbreitete Stimmung. Unsere Probleme sind zu lösen, wenn dies eine klare Mehrheit will. Ich wünsche der Baselbieter Politik, dass sie zu einer Kultur zurückfindet, in der Werte zählen und die positiven, die integrativen und problemlösenden Kräfte den Ton angeben.

Mit herzlichen Grüssen und den besten Wünschen

Adrian Ballmer

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