„Gott ist tot“ – Es lebe Friedrich Nietzsche

Ein staatenloser Basler Philosoph, der zu seinem Weltrum postum kam wurde am heutigen Tag vor 168 Jahren in Röcken bei Lützen geboren. Ein kritisch denkender Geist, der jede Art von spekulativem Denken ablehnte und radikal das Denken ins Leben und seine Werke einbezog. Als junger Man war er von Schopenhauer beeindürckt und von Jacob Burckhardt, den er sehr schätzte, schrieb er kleine Schriftstücke, die sgn. „Wahnzettel“. Er bezeichnete die Philosophie als eine Art Rache an die Wirklichkeit.

Sein ganzes Leben litt er an körperlichen Krankheiten. 1889 kam noch ein geistiger Zusammenbruch dazu, der ihn in die damalige Irrenanstalt Friedmatt in Basel führte.

Ein Prost auf Friedrich Willhelm Nietzsche!

Einige seinen Gedanken:

• Nicht nur fort sollst du dich pflanzen, sondern hinauf.

• Leben wir zu nahe mit einem Menschen zusammen, ergeht es uns so, wie wenn wir einen guten Kupferstich immer wieder mit bloßen Fingern anfassen. Eines Tages haben wir nur noch ein schlechtes und beschmutztes Papier in den Händen…

• Mitunter reicht schon eine stärkere Brille, um den Verliebten zu heilen…

• Man liebt nicht den Menschen, sondern die Vorstellung, die man von ihm hat…

• Was aus Liebe getan wird, geschieht immer jenseits von Gut und Böse…

• Das Verlangen nach Gegenliebe ist nicht das Verlangen der Liebe, sondern der Eitelkeit…

• Man muss lieben lernen, gütig sein lernen, und dies von Jugend auf…

• Dumm wie ein Mann‘ sagen die Frauen: ‚feige wie ein Weib‘ sagen die Männer. Die Dummheit ist am Weibe das Unweibliche.

• Deshalb will er das Weib, als das gefährlichste Spielzeug.

• Reife des Mannes: das heißt den Ernst wiedergefunden haben, den man als Kind hatte, beim Spiel.

• Und seht mir doch diese Männer an, ihr Auge sagt es – sie wissen nichts besseres auf Erden, als bei einen Weib zu liegen…

• Durch Frauen werden die Höhepunkte des Lebens bereichert und die Tiefpunkte vermehrt…

• Ist das Leben nicht hundert Mal zu kurz, sich in ihm – zu langweilen?

• Tod. – Durch die sichere Aussicht auf den Tod könnte jedem Leben ein köstlicher, wohlriechender Tropfen von Leichtsinn beigemischt sein – und nun habt ihr wunderlichen Apotheker-Seelen aus ihm einen übelschmeckenden Gift-Tropfen gemacht, durch den das ganze Leben widerlich wird!

• Aus der Kriegsschule des Lebens – Was mich nicht umbringt, macht mich härter.

• Wir müssen die Dinge lustiger nehmen, als sie es verdienen… zumal wir sie lange Zeit ernster genommen haben, als sie es verdienen…

• Alle Hindernisse und Schwierigkeiten sind Stufen, auf denen wir in die Höhe steigen…

• Hast du eine grosse Freude an etwas gehabt, so nimm Abschied! Nie kommt es zum zweiten Male…

• Wer in Blut und Sprüchen schreibt, der will nicht gelesen, sondern auswendig gelernt werden.

• Keiner ist so verrückt, dass er nicht einen noch Verrückteren findet, der ihn versteht

• Man muss noch Chaos in sich haben, um einen tanzenden Stern gebären zu können.

• Wer sich selbst verachtet, achtet sich doch immer noch dabei als Verächter.

• Der Mensch ist nur ein Seil, gespannt zwischen dem Tier und dem Übermensch. Ein Seil über einem Abgrunde.

• Man verdirbt einen Jüngling am sichersten, wenn man ihn anleitet, den Gleichdenkenden höher zu achten, als den Andersdenkenden.

• Der Irrsinn ist bei einzelnen etwas seltenes – aber bei Gruppen, Parteien, Völkern, Zeiten die Regel.

• Man vergisst nicht, wenn man vergessen will…

• Ihr führt Krieg? Ihr fürchtet euch vor einem Nachbarn? So nehmt doch die Grenzsteine weg – so habt ihr keinen Nachbarn mehr. Aber ihr wollt den Krieg und deshalb erst setztet ihr die Grenzsteine.

• Man soll nicht in Kirchen gehen, wenn man reine Luft atmen will.

• Glaube‘ heisst Nicht-wissen-wollen, was wahr ist.

• Was hat Christus verneint? Alles, was heute christlich heisst…

 

P. S. Übersicht über seine Werke gibt die DEUTSCHE NATIONAL BIBLIOTHEK

 

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