Einheitsfragen versus liberale Antworten

Urs Buess, Chef vom Dienst der TagesWoche, interviewt Regierungsrat Christoph Eymann.

Zu Erinnerung: Christoph Eymann ist RR/Vorsteher des Erziehungsdepartementes, kandidiert erneut für die Liberal-Demokratische Partei (LDP) BS für eine weitere Amtsperiode als Vorsteher des Erziehungsdepartements.

So wie es sich für eine sozialistisch geführte Zeitung gehört liest Buess die Einheitsfragen vorbildlich ab. Die Antworten scheinen ihn gar nicht zu interessieren. Es sind die gleichen Fragen, wie bei den anderen Kandidaten. Ein Bereich kam nicht zur Sprache. Raten Sie ein Mal welches? Das Videointerview (14:06) ist aber trotzdem sehenswert … wegen den pointierten Antworten von Christoph Eymann.

Folgende Fragen stellte Buess (frei übersetzt aus dem Schweizerdeutschen):

U.B:  Herr Regierungsrat Eymann, ich möchte Sie ganz herzlich begrüssen zu diesem Viedeointerview der TagesWoche. Wir waren in den letzten Wochen in den Quartieren unterwegs und haben die Leute gefragt, was sie so vor den Wahlen bewegt, was sie von der Regierung gerne für Antworten hätten und die häufige Frage war, dass die Leute gesagt haben, wir haben Angst, dass  die Mieten rasant steigen werden wie in Zürich, wenn da so weiter Projekte gebaut werden, die nur gut Verdienende anziehen. Was machen Sie als RR dagegen, gegen solche Befürchtungen?

U. B. Aber Sie haben das Gefühl, es gibt für die, die wenig Geld haben, jetzt genug Wohnungen?

U. B. Was auch immer wieder bei den Leuten ein Problem gewesen ist , was immer wieder angesprochen worden ist, dass sie das Gefühl haben, es gibt zu viel Ausländer  in Vergleich zur Schweizerbevölkerung, zur einheimischen Bevölkerung und dass in anderen Quartieren gar keine sind, dass man das besser durchmischen müsste. Haben Sie ein Rezept wie man das machen könnte? 

U. B. Können Sie sich vorstellen, im Matthäus-Quartier zu wohnen?

U. B. Etwas kann man evtl. machen, dass ein anderes Bedürfnis von den Leuten besser befriedigt wird, nämlich, dass man die Strassen mehr beleben könnte, damit Kinder darauf spielen könnten, dass der Verkehr nicht derart Vorrang hat.

U. B. Wo spielen Ihre Kinder oder wo haben Ihre Kinder gespielt, wenn sie draussen gewesen sind?

U. B. Haben Sie nie Angst gehabt, es könnte ein Auto kommen und es könnte gefährlich werden?

U. B. Was in der Stadt auch der Fall ist auf den Strassen, dass Fussgänger über Velofahrer fluchen, Velofahrer über Autofahrer – wie könnte man das besser entkoppeln, damit sie sich nicht in die Quere kommen?

U. B. Fahren Sie selber Velo?

U. B. Ein grosses Problem für viele Leute ist schon auch, dass man das Gefühl haben muss, man muss Angst haben auf den Strassen, vor allem in der Nacht wegen Gewalt.  Was haben Sie da für ein Rezept?

U. B. Gibt es in der Stadt einen Platz, wo Sie einer Frau empfehlen würden, lieber nicht hinzugehen?

U. B. Mehr Polizisten, je nachdem, das kostet mehr Geld und gleichzeitig sind Sie auch  dafür, dass man die Steuern senken muss?    

U. B.  Würden Sie jetzt in den nächste 4 Jahren, ..nachher will ich noch ein wenig auf die Steuern wechseln,  ähhhhh, Vorstoss unterstützen für tiefere Steuern?

U. B. Im Moment ist der Ruf nach Freiraum für kulturelles Leben, für kulturelle, äähh, Veranstaltungen von Jugendlichen besonderes  laut, was sagen Sie dazu „Mehr Freiraum“?

U. B. Sie haben als Jugendlicher, in einer Zeit gelebt, wo der Ruf nach Freiraum auch da gewesen ist, haben Sie auch für Freiräume protestiert?

U. B. Ruhe ist ein Beispiel, den der Freiraum ein wenig verhindert, je nachdem. Was sagen Sie zu den Leuten, die sagen, wir wollen endlich nachts schlafen und wir wollen nicht ständig gestört werden, durch den Lärm von der Gasse?… Was können Sie denen versprechen, was können Sie denen in Aussicht stellen?

U. B. Etwas was ich eher vielleicht ein wenig als Luxus-Problem bezeichnen würde, aber immer wieder höre, dass es die Leute beschäftigt ist, dass es immer mehr nur die gleichen Läden gibt  in dieser Stadt, es gibt keine kleinen Läden mehr, oder es gibt schon noch aber nicht mehr so viel und es ist ein bisschen ein Einheitsbrei da. Können Sie da überhaupt etwas machen als… in der Regierung?

U. B. Kennen Sie die Freie-Strasse-Läden von innen?

U. B. Kaufen Sie noch selber ein?

U. B. Zum Schluss noch das, viele Leute haben sich beklagt, dass die Strassen dreckig sind? Was kann man da machen, dass es besser wird?

U. B. Gut, dann danke ich Ihnen herzlich für die Antworten… Und…

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