Keine Kontrolle über kontrollierte Drogenabgabe in BL?

Heute ist die Antwort von Chefarzt Dr. med. Alexander Zimmer eingetroffen. Es ist eine neue Variante über die umstrittene Krankengeschichte für den Zeitraum vom 10.07.2006 bis 07.12.2006 der heutigen AfA, ehemals Drogenberatungsstelle BL! Der Brief mit der Bitte um die Herausgabe der Unterlagen war an den CEO pbl H. P. Ulmann adressiert.

Zimmer bezieht sich auf diesen Brief und schreibt als Antwort: “ Ich kann Ihnen bestätigen, dass Ihnen Frau Dr. Claudine Aeschbach das Krankendossier aus Ihrer Behandlung an den Ambulatorien für Abhängigkeitserkrankungen (vormals Psychiatrischer Dienst für Abhängigkeitserkrankungen) mehrfach vollständig in Kopien geschickt hat. Freundliche Grüsse.“

Ja, es ist schon wieder eine neue Variante, und die ist so falsch, wie etwas nur falsch sein kann! Sowohl Zimmer als auch Ulmann haben Kenntnis, dass eine Tonaufnahme existiert, wo Dr. Aeschbach mehrfach wiederholt, dass sie die Unterlagen gesucht hat, aber sie seien einfach nicht da. Sogar über die EDV-Abteilung habe sie versucht die fehlenden Unterlagen zu finden. Sie sagte auch unmissverständlich,  sie könne sich nicht erklären wieso diese nicht mehr zu finden seien. Das Telefongespräch wurde am 12.04.2012 um 14:47 aufgenommen und dauerte 5 Minuten 30 Sek.

Nun gibt es zwei Möglichkeiten warum dieser Teil der Krankengeschichte nicht herausgegeben wird.

Erste Möglichkeit: Die Unterlagen sind nicht vorhanden bzw. nicht auffindbar!

Das würde heissen, dass im Kanton BL keine Kontrolle über die Betäubungsmittelabgabe möglich ist. Von harmloseren Substanzen über Methadon und Pethidin bis zu Heroin! Sollte dies der Fall sein, hat das Gesundheitsdepartement und sein Direktor Peter Zwick enorme Probleme! Richtig und wichtig wäre in diesem Fall die Abklärung, wie viele Menschen noch geschädigt wurden. Diese Möglichkeit möchte man sich eigentlich gar nicht vorstellen.

Zweite Möglichkeit: Die Unterlagen sind vorhanden und werden absichtlich zurückgehalten.

Das würde heissen, dass sowohl Dr. Aeschbach als auch Ihre Vorgesetzten wissen, dass gravierende Fehler passiert sind und sie um jeden Preis ein Gutachten verhindern wollen.

Chefarzt Zimmer und CEO Ulmann waren heute weder telefonisch noch per E-Mail zu erreichen.

Ulmann ruft auch die Medienvertreter  nicht zurück. Seine Sekretärin tönt wie eine nette aber defekte Schallplatte, die immer das gleiche Lied wiederholt: Er sei an einer Sitzung, er habe heute viele Termine und sie werde ihm ausrichten, dass er zurückrufen soll. Oder: Er lasse Sie herzlich grüssen! Und das läuft so seit dem 14. Juni 2012, als zum ersten Mal Telebasel um eine Stellungnahme seinerseits bat. (Seiner Sekretärin kann man aber keinen Vorwurf machen, sie macht nur ihre Arbeit.)

Heute wurde sowohl Zimmer als auch Ulmann der Vorschlag unterbreitet,  dass die verlangten Unterlagen persönlich abgeholt werden könnten … auch hier, einmal mehr, keine Reaktion ihrerseits. (Über diesen Vorschlag wurde auch der Pressesprecher der Gesundheitsdirektion BL, Rolf Wirz, informiert.)

… Hoffentlich geht es am Montag nicht so weiter. Es ist zu wünschen, dass übers Wochenende Lösungen gefunden und nicht nach neuen Ausreden gesucht wird, dazu ist die Angelegenheit viel zu ernst.

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Ein Gedanke zu “Keine Kontrolle über kontrollierte Drogenabgabe in BL?

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